3 Tage, 5 Work­shops, 12 Talks rund um die elek­tro­ni­sche Musik­szene. Im Rahmen der music­park auf dem Leip­ziger Messe­ge­lände schafft die AUDIOBAR von KREA­TIVES SACHSEN einen Ort des Austau­sches, des Auspro­bie­rens und Lernens für die elek­tro­ni­sche Musik­szene in Leipzig und ganz Deutsch­land.

WANN? 01. bis 03. November 2019 /// 10.00 bis 18.00 Uhr
WO? music­park /// Halle 2 Stand C170 /// Leip­ziger Messe GmbH /// Messe-Allee 1, 04356 Leipzig

WORK­SHOPS

Prak­ti­sche Workshops vermit­teln unter­schied­liche Arten der elek­tro­ni­schen Musi­kerzeu­gung.

Freitag, 01. November 2019
10.30 — 14.30 Uhr — Ableton als Produk­ti­ons­tool        TICKET ++AUSGE­BUCHT++
15.30 — 17.30 Uhr — Das iPad als Musik­in­stru­ment    TICKET

Samstag, 02. November 2019
10.30 — 15.00  Uhr — DJing analog und digital             TICKET
15.30 — 17.30 Uhr — Das iPad als Musik­in­stru­ment     TICKET

Sonntag, 03. November 2019
10.30 — 17.30 Uhr — DIY Produ­cing: Produ­zerInnen Treff Leipzig                          

Für einige Work­shops wird ein Unkos­ten­bei­trag erhoben. Das Ticket für die music­park ist in diesen Fällen inklu­sive. Die Work­shop-Tickets bitte im Vorfeld kaufen.

TALKS

Exper­tInnen aus ganz Deutsch­land disku­tieren in 45-minü­tigen Talks die Rahmen­be­din­gungen und aktu­elle Themen der elek­tro­ni­schen Musik­szene in Leipzig und darüber hinaus.

Freitag, 01. November 2019

10.30 Uhr
Rare Klänge – Ein Museum und seine Music-Library

Vortrag: Johannes Koeppl und Dominik Ukolov (Musik­in­stru­men­ten­mu­seum der Univer­sität Leipzig)

Das Musik­in­stru­men­ten­mu­seum der Univer­sität Leipzig hebt seit dem 1. Februar 2018 einen Schatz, der in den histo­ri­schen Tasten­in­stru­menten des Museums schlum­mert. In einem umfas­senden, vom Bundes­mi­nis­te­rium für Bildung und Forschung (BMBF) unter­stützten Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jekt werden ausge­wählte Instru­mente wie histo­ri­schen Clavich­orde, Cembali, Hammer­kla­viere und Orgeln zunächst im Hinblick auf ihre Tondis­po­si­tion und ihren Klang­vorrat digi­ta­li­siert – in weiteren Arbeits­schritten werden die Tonvor­räte so rekon­stru­iert, dass jedes Instru­ment in seiner klang­li­chen Dispo­si­tion digital vorliegt. Johannes Koeppl und Dominik Ukolov werden von diesem Projekt berichten und uns u. a. die Frage beant­worten ob, wie und wann, diese Klänge für Musiker*innen nutzbar werden.

Dominik Ukolov

Dominik Ukolov

Dominik Ukolov ist Master­stu­dent der Musik­wis­sen­schaft und spezia­li­siert auf Elektroakustik/Elektronische Musik/Musikinformatik. Dominik Ukolov hält Vorträge zur Elektroakustik/Elektronischer Musik, Produk­ti­ons­stra­te­gien in der elek­tro­ni­schen Musik und zur Geschichte & Ästhetik des Techno. Als Pianist, Kompo­nist und Musik­pro­du­zent veröf­fent­licht er, via Pseud­onym, auf mehreren inter­na­tio­nalen Labels. Seit 2018 ist er als Mitar­beiter des BMBF-Projekts „TASTEN“ — für die Digi­ta­li­sie­rung und Virtua­li­sie­rung von 36 Tasten­in­stru­menten zuständig. Zu dem forscht er über Anwen­dungs­mög­lich­keiten maschi­nellen Lernens im Musik­be­reich und über die Program­mie­rung von digi­talen Musik­in­stru­menten.

12.30 Uhr
20 Jahre Moon Harbour – Ein Label geht seinen Weg

Gespräch: André Quaas (Moon Harbour), Sven Schäfer (Heraus­geber FAZE Mag)

Das Label Moon Harbour ist seit 20 Jahre im Musik­ge­schäft und hat sich inter­na­tional einen Namen gemacht. Sven Schäfer (FAZE Mag) erfragt im Gespräch mit André Quaas wich­tige Stationen auf diesem Weg. Man spricht über gesam­melte Erfah­rungen und rückt dabei u. a. die Bedeu­tung des Stand­ortes Leipzig in den Mittel­punkt.

André Quaas

André Quaas

André Quaas ist seit über 25 Jahren in Leip­zigs House-/Techno-Szene aktiv. Er war unter den Mitbe­grün­dern der Distil­lery und von 1995 bis 2001 Chef­re­dak­teur des 1000° Magazin, dem Print-Club­guide für die elek­tro­ni­sche Tanz­musik in Ostdeutsch­land. Seine Booking­agentur Times Artists betreut u.a. Matthias Tanz­mann, Timo Maas und East End Dubs. Anfang 2000 gründet er zusammen mit dem dama­ligen Distil­lery Resi­dent-DJ Matthias Tanz­mann das Label Moon Harbour, inkl. der Subla­bels Cargo Edition, Lorna, Curl Curl. Bislang wurden auf Moon Harbour über 200 EPs, sieben Künst­leralben und zahl­reiche Compi­la­tions veröf­fent­licht.

Sven Schäfer

Sven Schäfer

Sven Schäfer begann seinen Einstieg in die elek­tro­ni­sche Musik­szene als DJ, arbei­tete dann für das Rave­line Magazin als Redak­teur und spürte als A&R für Warner, Hits von Elek­tro­chemie LK, Toktok oder Sono auf. Er grün­dete sein eigenes Label Casa Rosso und arbei­tete u. a. mit Musi­kern wie Erick Morillo zusammen. Aktuell ist er Heraus­geber des FAZE Maga­zins und bemüht sich um eine stil­volle und inhalt­lich hoch­wer­tige Bericht­erstat­tung der gesamten elek­tro­ni­schen Musik­szene.

14.30 Uhr
Botschafter der Nacht – Nacht­bür­ger­meister-Konzepte im Vergleich

Vortrag: Kordula Kunert (IG Live­Komm­binat)

Kordula Kunert hat sich auf die verwal­tete Seite der Nacht begeben und nach­ge­forscht, welche Aufgaben einE Nacht­bür­ger­meis­terIn so hat, warum diese Stellen notwendig und welche Aufgaben und Verant­wor­tungen damit verbunden sind. Sie hat sich in Mann­heim, Amsterdam, Groningen, Berlin und Zürich unter­schied­liche Night Ambassador- Konzepte ange­schaut und Rück­wir­kungen auf die regio­nale Musik­branche unter­sucht. In einem Vortrag stellt Kordula Kunert ihre Ergeb­nisse vor und disku­tiert mit dem Publikum u. a. die Frage: «Ist das was für Leipzig?«

Kordula Kunert

Kordula Kunert

Kordula Kunert schließt gerade ihr Master­stu­dium an der Univer­sität Leipzig in Kulturwissenschaften/Kulturmanagement ab. Ihre Forschungs­schwer­punkte sind Insti­tu­tio­na­li­sie­rungen und Vernet­zungen von Subkul­turen, sowie das Thema Nacht­bür­ger­meis­te­rInnen-Konzepte. Neben dem Studium ist sie in der Club­kultur (Institut für Zukunft) und in der IG Live­Komm­binat aktiv. Gemeinsam mit Leip­ziger Club­be­trei­be­rInnen vertritt sie deren Inter­esse an einer grund­sätz­li­chen Verbes­se­rung der (club)kulturpolitischen Lage in Leipzig. Anfang des Jahres erschien ihr Artikel über das Leip­ziger Club­sterben im Transit-Magazin.

Samstag, 02. November 2019

10.30 Uhr
Eine Stadt feiert die Szene – Das Riviera Festival in Offen­bach

Gespräch: Sabine-Lydia Schmidt (Unbreak my Heart, Kultur­re­fe­rentin der Stadt Offen­bach)

Man stelle sich vor, eine Stadt schätzt seine Clubs, Konzert­häuser und Off-Loca­tions so sehr, dass sie mit ihnen einmal im Jahr ein gemein­sames Festival veran­staltet. Solche Städte gibt es – eine davon ist Offen­bach und das Festival heißt Riviera Festival. Karen Laube und Matthias Krähen­biel befragen Sabine-Lydia Schmidt zu ihrem etwas unüb­li­chen Werde­gang, zum Festival und zur Zukunft.

Sabine-Lydia Schmidt

Sabine Schmidt

Sabine-Lydia Schmidt hat von 2009 bis 2015 Visu­elle Kommu­ni­ka­tion an der HfG Offen­bach studiert und ab 2010 Kura­to­ri­sche Assis­tenz am National Center for Contem­porary Arts, Moskau. Sie ist Bera­terin der Media-Tech Asso­cia­tion für “Making Vinyl Europe” und darüber hinaus freie Mitar­bei­terin in verschie­denen Agen­turen. Sie ist Mitbe­grün­derin des Design­verein Frank­furt e. V. und betreibt, neben ihrer Tätig­keit als Kultur­re­fe­rentin der Stadt Offen­bach, das Inde­pen­dent-Label unbre­ak­myheart.

14.30 Uhr
Gren­zenlos elek­tro­nisch?!

Gespräch: Chris­tian Rost (KREA­TIVES SACHSEN) mit Kathi Groll (SPUTNIK Club­perlen)

Auch wenn es so scheint, als wäre die Szene für elek­tro­ni­sche Musik Leipzig über­schaubar und lokal fest verwur­zelt, agiert sie jedoch von jeher sehr vernetzt und stand­ortu­n­ab­hängig. Die Akteure aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kennen sich, arbeiten teil­weise mit einander und schauen gemeinsam über den Teller­rand. Teil­weise global vernetzt, agieren sie Dank Social Media und digi­talem Vertrieb fast gren­zenlos. Welche Perspek­tiven sich daraus ergeben und welchen Stel­len­wert die mittel­deut­sche Szene dabei hat, soll im Rahmen des Gesprächs erör­tert werden.

Kathi Groll

Kathi Groll

Kathi Groll ist seit 2006 Mode­ra­torin und Redak­teurin beim Radio. Als sie 2007 das Angebot bekommt, Musik­re­dak­teurin für eine House-Sendung zu werden, sagt sie sofort ja. Seitdem arbei­tete sie zumeist ohne Hono­rare für verschie­dene Online­for­mate, die sich mit Subkultur beschäf­tigen, wie z.B. bln.fmmottt.fm oder froh­froh. Ihr öffent­lich-recht­li­cher Arbeit­geber hält ihr dabei finan­ziell den Rücken frei. Seit 2016 erschuf sie außerdem ihre eigene Techno- und House Sendung Club­perlen, die einmal im Monat bei MDR SPUTNIK läuft. Im Winter 2017/2018 war sie fünf Monate lang in Südost­asien und hat die Sendung dorthin mitge­nommen. Das Ergebnis sind 5 Podcasts über die Szene in Thai­land, Vietnam, Kambo­dscha, Singapur und Malaysia.

16.30 Uhr
Wieviel Sein und wieviel Schein – Neue Wege des Label­mar­ke­tings

Gespräch: Markus Kras­selt (Riotvan, Institut für Zukunft), Daniel Rérat (keine­musik)

Label­mar­ke­ting und Label- PR, in Zeiten von Insta­gram und Face­book kein leichtes Aufga­ben­feld. Der tägliche Kampf um Aufmerk­sam­keit fordert inno­va­tive Stra­te­gien, Ausdauer und Weit­sicht, denn Fehler verzeiht niemand mehr. Man kann das mitma­chen oder sich verwei­gern – über mögliche Wege dazwi­schen und gute Momente auf Insta­gram, spre­chen Markus Kras­selt (Riotvan-Label/­In­stitut für Zukunft) und Daniel (keine­musik).

Markus Kras­selt

Markus Kras­selt

Markus Kras­selt ist DJ, Promoter, Booking Agent, Label-Besitzer, Kurator und Kata­ly­sator. 2006 gründet er sein Label Riotvan und kann mitt­ler­weile auf 21 Veröf­fent­li­chungen u .a. von und war nebenbei noch Drummer der Band Here Is Why. Als DJ legt er regel­mäßig u. a. im Berg­hain, der Panora­m­abar, dem Robert Johnson und dem Water­gate auf. Diesen Sommer konnte man ihn in der Wüste Nevadas, auf dem Burning Man Festival, erleben.

Daniel Rérat

Daniel Rérat

Daniel Rérat, begann als Jugend­li­cher Konzerte und Parties in seiner Heimat­stadt zu orga­ni­sieren und für ein lokales Magazin über elek­tro­ni­sche Musik und Hip Hop zu schreiben. Mitt­ler­weile blickt er auf 15 Jahre Erfah­rung als Artist‑, Label- und A&R Manager zurück. Seit drei Jahren ist er Head des Labels keine­musik (Berlin) und als solcher für das tägliche Busi­ness als auch das On- und Offline Marke­ting und die Distri­bu­tion des Labels zuständig. Zuvor war Daniel Rérat als A&R- und Produkt­ma­nager bei Neuton und BPItch tätig und hat eng mit Künst­le­rInnen wie Dillon, Moderat, Boys Noize und Ellen Allien zusam­men­ge­ar­beitet.

Sonntag, 03. November 2019

10.30 Uhr
17k + Travel – Lustige Mails ernst­hafter Booking­agen­turen

Lesung: Char­lotte Puder

Das Leben von Konzert­ver­an­stal­te­rInnen, Festi­val­or­ga­ni­sa­to­rInnen und Club­be­trei­be­rInnen könnte so schön sein, mehr oder weniger idea­lis­tisch, wähnen wir uns auf der mora­lisch sicheren Seite. Leider gibt es auf dem Weg zur guten Nacht einige Hürden zu nehmen. Die lassen uns öfters strau­cheln und manchmal auf dem kalten Boden der Realität aufschlagen. Eine davon heißt Booking-Agentur und es ist an der Zeit, gesam­melte absurd komi­sche Mails von eben solchen, der Öffent­lich­keit zu präsen­tieren. Es darf gelacht und geweint werden – lesen wird Char­lotte Puder!

Char­lotte Puder

Char­lotte Puder

Char­lotte Puder absol­vierte 2009 ihr Schau­spiel­stu­dium an der Hoch­schule für Musik und Theater „Felix Mendels­sohn Bartholdy“ in Leipzig. Ihr Weg führte sie vom Staats­theater Dresden an das Stadt­theater Biele­feld. Seit 2012 arbeitet Char­lotte Puder frei­schaf­fend im Bereich Film und Theater und grün­dete den Leip­ziger Raum „HOPFE“, wo bis 2018 Ausstel­lungen, Perfor­mances und Thea­ter­vor­stel­lungen statt­fanden. Neben verschie­denen Kino und Fern­seh­auf­tritten doziert sie seit 2017 im Bereich Schau­spiel an der Hoch­schule für Musik und Theater „Felix Mendels­sohn Bartholdy“.

12.30 Uhr
Oder Halle? Club­kultur im Groß­stadt­schatten

Gespräch: Tim Rosen­baum (Radio Corax), Fran­ziska Stübgen (djver­sity), Philipp Matalla (WUEST, KANN, Ableton)

Was passiert eigent­lich gerade in Halle, wenn es um elek­tro­ni­sche Musik geht? Wie entwi­ckeln sich die Szenen und Genres in der Saale­stadt weiter? Wie sind die Veran­stal­tungs­orte und Clubs aufge­stellt und welche Frei­heiten haben sie? Welche Ange­bote haben sich durch die Öffnung der Stadt gegen­über Open Air-Veran­stal­tungen ergeben? Diese Fragen stehen im Mittel­punkt des Gesprächs. Es soll aber auch darum gehen, wie sich die Szene in Halle im Groß­stadt­schatten zwischen Leipzig und Berlin entwi­ckelt, ob Abwan­de­rung eine Rolle spielt und ob ein Austausch auf Augen­höhe mit den Metro­polen jenseits der Saale­stadt möglich ist.

Tim Rosen­baum

Tim Rosen­baum

Label­chef, DJ, Promoter, Produ­zent — der Hallenser Tim Rosen­baum tut sich schwer, die Zahl seiner Projekte klein zu halten. Als Mitglied von WUEST und dem Hr. Flei­scher Kiosk e.V. reali­siert er unkon­ven­tio­nelle Veran­stal­tungs­for­mate und bringt beson­dere Musik in Halles öffent­li­chen Raum. Sein Label Knack­less veröf­fent­licht proto­ty­pi­sche Stücke auf MC und Vinyl sowie digital. Als DJ und auch als Sendungs­ma­cher bei Radio Corax und Radio Tonkuhle verbindet er raum­grei­fende Musik mit Pop-Stücken.

Fran­ziska Stübgen

Fran­ziska Stübgen

Die selbst­stän­dige Grafi­kerin Fran­ziska Stübgen ist nicht nur vernetzt, sondern auch aktiv in den viel­fäl­tigen Struk­turen von Halle an der Saale. So prägt sie das grafi­sche Erschei­nungs­bild von Radio Corax oder ist immer wieder mit künst­le­ri­schen Aktionen im Stadt­raum aktiv, so auch im hr.fleischer Kiosk am Reileck. Gesell­schaft­li­chen Fragen versucht sie damit stets eine unge­wohnte öffent­liche Aufmerk­sam­keit zu verleihen. Da sie auch als DJ tätig ist, erkannte sie gemeinsam mit Micha Hübel die Notwen­dig­keit, in Halle eine Initia­tive anzu­stoßen, die eine höhere Präsenz weib­li­cher* DJs einfor­dert: So entstand djver­sity!

Philipp Matalla

Philipp Matalla

Philipp Matalla ist seit mehreren Jahren als Produ­zent, Dj, Veran­stalter und Sound Desi­gner tätig. Mit der Gruppe WUEST betei­ligt er sich durch diverse Konzert- und Party­for­mate seit diesem Jahr auch an Halles elek­tro­ni­scher Musik­szene.

14.30 Uhr
Hört ihr uns? Über das Verhältnis von Musik­schaffen und Wirt­schafts­för­de­rung

Gespräch: Denis Schmidt (Krea­tives Leipzig e.V.) mitNadja Clarus (Berliner Senats­ver­wal­tung für Wirt­schaft), Eric Patzschke (Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt Leipzig) und Torsten Reitler (Moritz­bastei / Leipzig Pop Fest)

Die säch­si­sche Musik­wirt­schaft legt zu, sagt die Statistik: Mehr Unter­nehmen, mehr Umsatz, Tendenz stei­gend. Das gilt auch und beson­ders für den Groß­raum Leipzig, in dem die meisten Unter­nehmen ange­sie­delt sind. Wie nehmen Musik­schaf­fende und Veran­stal­te­rInnen die Situa­tion wahr? Welche Rolle spielt Musik in der Wirt­schafts­för­de­rung? Und kann man von Berlin lernen? Über die Rahmen­be­din­gungen der Leip­ziger Musik­wirt­schaft spricht Denis Schmidt (Krea­tives Leipzig e.V.) mit Nadja Clarus (Berliner Senats­ver­wal­tung für Wirt­schaft), Eric Patzschke (Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt Leipzig) und Torsten Reitler (moritz­bastei / Leipzig PopFest).

Denis Schmidt

Denis Schmidt

Lange Jahre als Musiker und DJ auf den Bühnen des Landes und der Stadt present, später Mitbe­gründer der PopUp-Messe, start-up-Gründer, Unter­nehmer (Druck und Werte Leipzig) und Vorstand von Krea­tives Leipzig e.V.

Eric Patzschke

Eric Patzschke

Eric Patzschke arbeitet beim Amt für Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt Leipzig als Projekt­leiter für das Cluster IT‑, Medien- und Kreativ­wirtschaft. Die Facetten der Musik­wirt­schaft sind ihm nicht nur aus seinem aktu­ellen Job bekannt, er war jahre­lang auch als Musiker in einer Band aktiv.

Torsten Reitler

Torsten Reitler

Torsten Reitler, seit 1990 in der Leip­ziger Musik­szene aktiv als Musiker, Publi­zist, Veran­stalter und Akti­vist in Inter­es­sen­ver­tre­tungen wie Leipzig + Kultur. Seit 1998 in der Moritz­bastei tätig, unter anderem Orga­ni­sator des Leipzig Pop Festes.

Nadja Clarus

Nadja Clarus

Nadja Clarus ist seit 2008 bei der Berliner Senats­ver­wal­tung für Wirt­schaft für den Bereich der Musik­wirt­schaft verant­wort­lich. Dazu gehört seit dem vergan­genen Jahr auf die Konzep­tio­nie­rung und Durch­füh­rung des Förder­pro­gramms “Lärm­schutz Clubs”.

16.30 Uhr
Tenden­ziell anders – Auswir­kungen der Digi­ta­li­sie­rung auf Vertrieb, DJing und Club­kultur

Gespräch: Steffen Filburt Fried­rich (O*RS), Peter Armster (Para­dise Distri­bu­tion) Benjamin Fröh­lich (Perma­nent Vaca­tion)

Ob wir wollen oder nicht, die digi­tale Zukunft holt uns ein und bringt Umbrüche mit sich, über die wir schnell noch reden sollten! Steffen Filburt Fried­rich (O*RS-Label) hat mit Peter Armster (Para­dise Distri­bu­tion) und Benjamin Fröh­lich (Permant Vaca­tion) zwei kundige Gesprächs­partner geladen, mit denen er über die Auswir­kungen der Digi­ta­li­sie­rung auf Vertrieb, DJing und Club­kultur spre­chen wird.

Steffen Filburt Fried­rich

Steffen Filburt Fried­rich

Steffen Filburt Fried­rich ist als DJ, Produ­zent und Inhaber des Labels O*RS an allen mögli­chen Schalt­stellen der Leip­ziger Szene aktiv. O*RS hat in den letzten Jahren über 40 Releases, von klas­si­schen House Produk­tionen, über New Wave bis hin zu Beatmaker und instru­mental Hip Hop, zu verzeichnen. Als Produ­zent hat er auf Labels wie Perma­nent Vaca­tion, Liebe*Detail, Mirau, Dirt Crew, Compost und Riotvan veröf­fent­licht und war, viel zu kurz, Teil der 50 Prozent die »Good Guy Mikesh&Filburt« ausmachten.

Peter Armster

Peter Armster

Peter Armster war als A&R und Label­ma­nager für unter­schied­liche Musik-Vertriebe und Labels wie Inter­groove, Kitty-yo und Word­andsound tätig. Seit 2018 arbeitet er als Label Manager und Head of Product & Media beim Digi­tal­ver­trieb Para­dise. Sein Aufga­ben­be­reich umfasst u. a. die digi­tale Vermark­tung von Labels. Dabei liegt sein Haupt­fokus auf der zukünf­tigen Vertei­lung der Einnahmen von Verwer­tungs­ge­sell­schaften und den tech­ni­schen Aspekten. Letz­tere könnten bereits heute eine gerech­tere und genauere Betei­li­gung der Kompo­nis­tInnen und AutorInnen gewähren.

Benjamin Fröh­lich

Benjamin Fröh­lich

Benjamin Fröh­lich ist DJ, Produ­zent und seit 2006 zusammen mit Tom Bioly krea­tiver Kopf hinter dem Münchner Label »Perma­nent Vaca­tion«. Fröh­lich and Bioly haben Künst­le­rInnen wie u. a. John Talabot, Todd Terje, Tens­nake und Mano Le Tough früh entdeckt und geför­dert. Benjamin Fröh­lich hat, neben einigen EP‘s, im Früh­jahr diesen Jahres sein Debüt­album »Amiata«, veröf­fent­licht.


Konzept und Kura­tion der Talks

Karen Laube

Karen Laube studierte an der Hoch­schule für Grafik und Buch­kunst Leipzig Buch­kunst­/Grafik-Design. Seit 2008 betreibt sie zusammen mit Philipp Neumann das Grafik­büro M21N und ist als Gestal­terin, Bookerin und Kultur­ma­na­gerin in den Berei­chen Gestal­tung, Musik, Kunst und Kultur zuhause. Gemeinsam mit Matthias Krähen­biel hat sie das Format »TWO PLAY TO PLAY« entwi­ckelt.

Matthias Krähen­biel

Matthias Krähen­biel berei­chert als Format­ent­wickler seit nunmehr 17 Jahren das kultu­relle Leben in Leipzig. So rief er z.B. 2006, in enger Zusam­men­ar­beit mit dem Gewand­haus, das Festival »Audio Inva­sion« ins Leben oder die jähr­lich staf­fin­dende “Sputnik Litpop” im Rahmen der Leip­ziger Buch­messe. Gemeinsam mit Karen Laube entwi­ckelte Matthias Krähen­biel das Konzept »TWO PLAY TO PLAY«, das freie Musi­ke­rInnen und Gewand­haus­mu­si­ke­rInnen zusam­men­bringt.

OPEN BACK­STAGE

Das Open Back­stage ist ein Begeg­nungs­raum, in dem sich inter­es­sierte Besu­che­rInnen mit den Work­shop­lei­te­rInnen, Talk-Gästen und Akteu­rInnen der Musik­szene in lockerer Atmo­sphäre austau­schen können.