Wie können Kreativschaffende ihre Kompetenzen erweitern und als Innovationspartner für andere Branchen neue Wertschöpfung schaffen? Diese Frage stand im Mittelpunkt unseres Panels „Kreative Leistungen neu denken – Chancen durch Cross Innovation“ auf der diesjährigen BETA Konferenz  am 24.09.2026 in Dresden.

Drei Perspektiven, ein gemeinsamer Gedanke: Kreativität ist eine innovative Ressource – und kann weit mehr sein als eine punktuelle kreative Leistung.

Veronika Busch vom fint Kollektiv zeigte, wie aus unterschiedlichen Perspektiven und Kompetenzen durch Co-Kreation neue Ideen entstehen. Kollektive Intelligenz, Irritation und Begegnung werden dabei gezielt genutzt. Entscheidend ist ein Prozess auf Augenhöhe: gemeinsam entwickeln statt Lösungen von oben vorgeben. Dafür braucht es Prozesskompetenz, Vorstellungskraft, Visualisierung, Prototyping – und vor allem die richtige Moderation, damit Gruppen tatsächlich schöpferisch arbeiten können.

Nora Hilsky von CROMATICS richtete den Blick auf die Beziehungsarbeit hinter erfolgreicher Co-Creation. Vom „Ich“ zum „Wir“ zu kommen, Egos in Balance zu bringen und eine gemeinsame Projektvision zu entwickeln, sind zentrale Voraussetzungen. Ihre langjährige Arbeit mit Co-Creation-Formaten zeigt: Methodisches Know-how kann zum Türöffner werden – für neue Kund:innen, neue Kooperationen und neue Formen kreativer Arbeit.

Henrike Terheyden von WIR GESTALTEN DRESDEN (WGD) stellte schließlich die Frage nach dem Wert kreativer Expertise: Wie lässt sich das eigene Wissen so erweitern und kombinieren, dass daraus neue Beratungs- und Innovationsleistungen entstehen? Qualifizierungsangebote wie die AI Academy beim WGD unterstützen Kreativschaffende dabei, ihr Portfolio zu erweitern und ihre spezifische Expertise auch als Innovationskompetenz sichtbar und nutzbar zu machen.

Fotos: David Pinzer | KREATIVES SACHSEN

Drei Perspektiven – viele Anknüpfungspunkte

Dass diese Fragen viele Menschen im Raum beschäftigten, wurde spätestens in der anschließenden Diskussion deutlich. Eineinhalb Stunden lang wurde gefragt, nachgehakt und weitergedacht: Wie werden Themen in einem Kollektiv gefunden? Wie lassen sich Verantwortlichkeiten organisieren? Wie sehen konkrete Cross-Innovation-Projekte aus? Und vor allem: Wie kann ich mich selbst an solchen Prozessen beteiligen?

Dabei wurde deutlich, dass Cross Innovation nicht erst mit einem fertigen Format beginnt. Sie beginnt mit der Bereitschaft, Routinen zu verlassen, andere Perspektiven zuzulassen und gemeinsam an einer Herausforderung zu arbeiten.

KOLLEKTIVE INTELLIGENZ · CO-CREATION · BEZIEHUNGSARBEIT · PROZESSKOMPETENZ · PROTOTYPING · QUALIFIZIERUNG · NEUE GESCHÄFTSMODELLE · PERSPEKTIVWECHSEL · VERTRAUEN · GEMEINSAME VISION

Für uns bei KREATIVES SACHSEN ist genau das ein zentraler Ansatz von Cross Innovation. Kreative Kompetenzen treffen auf Herausforderungen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung oder Gesellschaft – und daraus entstehen neue Perspektiven, neue Lösungen und neue Wertschöpfung.

Die BETA Konferenz hat gezeigt: Es lohnt sich, kreative Leistungen neu zu denken. Nicht nur als Auftrag, sondern als Kompetenz, die in branchenübergreifenden Innovationsprozessen eine wichtige Rolle spielen kann.