Der Frühsommer 2026 brachte erneut vielfältige cross-sektorale Begegnungen zusammen. Bei fünf Veranstaltungen in Sachsen und darüber hinaus trafen Kultur- und Kreativschaffende auf Akteur:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Handwerk und Technologie. Ob beim MACHN Festival, in internationalen Innovationsökosystemen oder in co-kreativen Werkstätten: Die Formate zeigten, wie neue Lösungsansätze entstehen, wenn unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen und Denkweisen miteinander verbunden werden.

MACHN2026 Festival – Wie Cross Innovation Wirtschaft und Kreativität vereint

Beim MACHN2026 Festival lud KREATIVES SACHSEN gemeinsam mit der Thüringer Agentur für die Kreativwirtschaft – THAK zu einem Meetup über die Verbindung von Wirtschaft und Kreativität ein. Mehr als 20 Teilnehmende näherten sich dem Thema Cross Innovation auf spielerische Weise und machten mit einem „Klischee- und Vorurteilsbingo“ unterschiedliche Denkmuster zwischen den Branchen sichtbar. Der Austausch zeigte: Verschiedene Perspektiven sind kein Hindernis, sondern eine wichtige Grundlage für neue Ideen und Kooperationen. Zugleich stärkte das Meetup die länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Thüringen.

Fotos: Helena Godlinksi

ekip Academy in Tallinn

Bei der ekip Academy in Tallinn arbeitete ein sächsisches Team aus Wirtschaftsministerium, Kreativwirtschaft und KREATIVES SACHSEN gemeinsam mit internationalen Teilnehmenden an der Weiterentwicklung regionaler Innovationsökosysteme. Im Mittelpunkt standen offene und nutzeri:nnengetragene Innovationsprozesse, sektorübergreifende Zusammenarbeit sowie die Rolle der Kultur- und Kreativwirtschaft bei gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformationsprozessen. Das viertägige Arbeitsformat bot wertvolle europäische Perspektiven und stärkte zugleich die internationale Vernetzung des sächsischen Kultur- und Kreativwirtschaftsökosystems.

Fotos: Christian Rost

Sächsische Innovationskonferenz 2026Sächsische Innovationskonferenz 2026

Auf der Sächsischen Innovationskonferenz 2026 machte KREATIVES SACHSEN Cross Innovation mit einer Keynote, einem Fachpanel, einer Ausstellung und einem kompakten Innovationssprint unmittelbar erlebbar. Praxisbeispiele aus Medizintechnik, Design, Kunsthandwerk, Forschung und Industrie verdeutlichten, wie kreative Kompetenzen zur Lösung unternehmerischer und technologischer Herausforderungen beitragen können. In interdisziplinären Teams entwickelten Teilnehmende zudem innerhalb kurzer Zeit neue Perspektiven und konkrete Handlungsansätze für aktuelle Fragestellungen. Damit wurde Cross Innovation als wirkungsvoller Ansatz für den sächsischen Innovationsstandort sichtbar positioniert.

Fotos: Anja Schneider

Neue Perspektiven für den Blaudruck in Pulsnitz

Bei der Impulsveranstaltung „Neue Perspektiven für den Blaudruck in Pulsnitz“ entwickelten 25 Akteur:innen aus Kultur, Handwerk, Bildung, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Ideen für die Zukunft der historischen Blaudruckwerkstatt und des geplanten Blauen Salons. Gemeinsam wurden mögliche Zielgruppen, Veranstaltungs- und Bildungsformate, Kooperationen sowie erste Ansätze für eine zukünftige Betreiberstruktur erarbeitet. Der Workshop zeigte, welches Potenzial der traditionsreiche Ort als lebendiger Ankerpunkt für Handwerk, Kultur, Kreativtourismus und regionale Zusammenarbeit besitzt.

Fotos: Anne Hasselbach

FUNKEN Pilot – cross-sektorale Innovationswerkstatt

Bei der cross-sektoralen Innovationswerkstatt FUNKEN Pilot trafen Künstler:innen auf Vertreter aus Unternehmen und Forschung, um gemeinsam der Frage nachzugehen: „Was bleibt von unserer Technologie in 100 Jahren?“ In Tandems entstanden Zukunftserzählungen zu bioinspirierten Oberflächen, dem Zusammenleben von Menschen und intelligenten Maschinen sowie der zukünftigen Bedeutung von Materialprüfung. Die Ergebnisse wurden in das Modell eines imaginären „Museums der potenziellen Zukünfte“ integriert und öffentlich präsentiert. Das Format machte deutlich, wie künstlerische Methoden technologische Prozesse neu befragen, verborgenes Wissen sichtbar machen und Räume für langfristiges, gemeinsames Zukunftsdenken eröffnen können.

Fotos: Michele Scognamillo