Impulsveranstaltung zur Zukunft der Blaudruckwerkstatt und des Blauen Salons in Pulsnitz

Wie kann die älteste Blaudruckerei Deutschlands in Pulsnitz bewahrt werden, damit das traditionsreiche Handwerk des Blaudrucks auch zukünftige Generationen begeistert? Mit dieser Frage beschäftigten sich am 12. Mai 2026 25 Akteur:innen aus Kultur, Handwerk, Bildung, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bei einer ganztägigen co-kreativen Impulsveranstaltung in Pulsnitz. Gemeinsam mit KREATIVES SACHSEN wurden Ideen und Perspektiven für die zukünftige Betreiberstruktur der historischen Blaudruckwerkstatt sowie des geplanten Blauen Salons entwickelt.

Die besondere Atmosphäre des Ortes prägte den ganzen Tag. Im Zentrum stand die vermutlich älteste Blaudruckerei Deutschlands, ein Ort mit handwerklicher Geschichte, regionaler Bedeutung und großem Potenzial für neue Nutzungen. Der Blaue Salon, der gemeinsam mit der Blaupause initiiert wurde, soll diesen Ort künftig ergänzen und Raum für Veranstaltungen, Austauschformate und kreative Kooperationen schaffen.

Fotos: Anne Hasselbach

Nach einer Vorstellungsrunde, in der die Teilnehmenden ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen einbrachten, gaben die Projektinitiator:innen Einblicke in den bisherigen Entwicklungsprozess. Ergänzende Impulse zu regionaler Wertschöpfung, Kunsthandwerk und Kreativtourismus eröffneten weitere Perspektiven auf die zukünftige Ausrichtung des Standorts.

In den anschließenden Arbeitsphasen wurde intensiv diskutiert, gesammelt und weitergedacht: Welche Zielgruppe ist für die Blaudruckwerkstatt relevant? Welche Formate passen zur Geschichte und Identität der Blaudruckwerkstatt? Und wie lassen sich daraus tragfähige Strukturen entwickeln? Dabei entstanden zahlreiche Ideen – von Workshops und Ausstellungen über Bildungsangebote bis hin zu neuen Produktlinien und Kooperationen mit Kreativen, Designer:innen und regionalen Partner:innen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung eines möglichen Betriebsmodells. In mehreren Gruppen arbeiteten die Teilnehmenden an ersten Entwürfen für Aufgabenbereiche, Verantwortlichkeiten und Einnahmemöglichkeiten einer zukünftigen gGmbH. Zum Abschluss wurden die Ergebnisse zusammengeführt und offene Fragen für die nächsten Schritte gesammelt. Der Workshop hat gezeigt, wie viel Wissen, Engagement und Interesse bereits vorhanden ist – und welches Potenzial in der behutsamen Weiterentwicklung dieses besonderen Ortes steckt. Die Blaudruckwerkstatt und der Blaue Salon wurden dabei nicht nur als historische Stätte verstanden, sondern vor allem als möglicher Ankerpunkt für kulturelles Leben, Handwerk und Zusammenarbeit in der Region.