ZUSCHÜSSE FÜR SOLOSELBSTÄNDIGE UND KLEINSTUNTERNEHMEN (CORONA-SOFORTHILFEPROGRAMM DES BUNDES)

DIE ZUSCHÜSSE KURZ UND KNACKIG
➡ Für Selb­stän­di­ge und Unter­neh­men bis 5 Mit­ar­bei­te­rIn­nen ein­ma­lig bis zu 9.000 EUR
➡ Für Unter­neh­men bis 10 Mit­ar­bei­te­rIn­nen ein­ma­lig bis zu 15.000 EUR
➡ Antrag­stel­ler müs­sen durch die Coro­na-Pan­de­mie in wirt­schaft­li­che Schwie­rig­kei­ten sein
➡ kann nicht zur Zah­lung eines Unter­neh­me­rIn­nen­lohns ver­wen­det wer­den, son­dern aus­schließ­lich für Betriebs­mit­tel
➡ Antrag­stel­lung bis spä­tes­tens 31.05.2020

WER ANTRAGSBERECHTIGT IST
Antrags­be­rech­tigt sind Solo­selb­stän­di­ge, Ange­hö­ri­ge der Frei­en Beru­fe und klei­ne Unter­neh­men ein­schließ­lich Land­wir­te mit bis zu 10 Beschäf­tig­ten (Voll­zeit­äqui­va­len­te), die wirt­schaft­lich am Markt als Unter­neh­men tätig sind. Sie müs­sen ihre Tätig­keit von einer inlän­di­schen Betriebs­stät­te oder einem inlän­di­schen Sitz der Geschäfts­füh­rung aus aus­füh­ren und bei einem deut­schen Finanz­amt ange­mel­det sein.

UMFANG UND DAUER
Die Sofort­hil­fe dient der Siche­rung der wirt­schaft­li­chen Exis­tenz der Unter­neh­men und zur Über­brü­ckung von aku­ten Liqui­di­täts­eng­päs­sen in Fol­ge der Coro­na-Kri­se. Unter­neh­men bzw. Selb­stän­di­ge aus allen Wirt­schafts­be­rei­chen mit bis zu 5 Beschäf­tig­ten kön­nen einen ein­ma­li­gen Zuschuss von bis zu 9.000 Euro für drei Mona­te bean­tra­gen, Unter­neh­men mit bis zu 10 Beschäf­tig­ten einen ein­ma­li­gen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro, eben­falls für drei Mona­te.

WICHTIGE INFORMATION ZUR VERWENDUNG DES ZUSCHUSSES

Der Zuschuss deckt den Unter­neh­mer­lohn nicht. Dafür gibt es die Grund­si­che­rung (sie­he unter Coro­na-Grund­si­che­rung auf unse­rer Son­der­sei­te). Die Finan­zie­rung des Unter­neh­mer­lohns geht im Rah­men des Sach­sen hilft sofort Dar­le­hens­pro­gramms (sie­he unten) zu bean­tra­gen, wenn die Dar­le­hens­hö­he min­des­tens 5000 Euro beträgt. Grund­sätz­lich ist die Siche­rung des Lebens­un­ter­halts durch die Öff­nung der Grund­si­che­rung gege­ben.

WO IHR DEN ZUSCHUSS BEANTRAGEN KÖNNT
Den Antrag könnt Ihr ab sofort direkt über die Säch­si­sche Auf­bau­bank bean­tra­gen.

NACHWEIS
Der Antrag­stel­ler muss ver­si­chern, dass er durch die Coro­na-Pan­de­mie in wirt­schaft­li­che Schwie­rig­kei­ten gera­ten ist. Antrag­stel­len­de Unter­neh­men dür­fen sich nicht bereits am 31.12.2019 in finan­zi­el­len Schwie­rig­kei­ten befun­den haben.

KANN ICH DEN ZUSCHUSS AUCH BEANTRAGEN, WENN ICH SCHON ANDERE HILFEN IN ANSPRUCH NEHME?
Eine Kumu­lie­rung mit ande­ren Hil­fen im Zusam­men­hang mit der Coro­na-Pan­de­mie ist grund­sätz­lich mög­lich. Eine Über­kom­pen­sa­ti­on ist aber zurück­zu­zah­len.

UND WIE IST DAS STEUERLICH?
Damit der Zuschuss jetzt, wenn es wich­tig ist, in vol­lem Umfang den Unter­neh­men zu Gute kommt, wird er bei den Steu­er­vor­aus­zah­lun­gen für 2020 nicht berück­sich­tigt. Zwar ist der Zuschuss grund­sätz­lich steu­er­pflich­tig, aber das wirkt sich erst dann aus, wenn die Steu­er­erklä­rung für 2020 ein­ge­reicht wer­den muss, also frü­hes­tens im nächs­ten Jahr. Nur wenn im Jahr 2020 ein posi­ti­ver Gewinn erwirt­schaf­tet wur­de, wird dann auf den Zuschuss der indi­vi­du­el­le Steu­er­satz fäl­lig.

BEI FRAGEN ZUM ZUSCHUSS
Die SAB erreicht Ihr unter der Hot­line 0351 / 4910–1100 sowie unter corona@sab.sachsen.de. Auf­grund eines erhöh­ten Anruf- und Antrags­auf­kom­mens kann es der­zeit zu län­ge­ren War­te­zei­ten kom­men. Auch der Ser­ver wird zwi­schen­zeit­lich über­las­tet sein. Bit­te habt Ver­ständ­nis für die­se Situa­ti­on und bringt ein wenig Geduld mit, da momen­tan zehn­tau­sen­de Unter­neh­men in Sach­sen wirt­schaft­lich mas­siv betrof­fen sind. Die SAB arbei­tet bereits im Zwei-Schich­ten Modus und prüft die Anträ­ge, so schnell es geht.

“SACHSEN HILFT SOFORT” DARLEHEN

WER ANTRAGSBERECHTIGT IST
Antrags­be­rech­tigt sind alle Selb­stän­di­gen und Unter­neh­men, die ihren Sitz in Sach­sen haben und einen Jah­res­um­satz von max. 1 Mio. EUR haben. Der/die Antragsteller/in muss zum 31. Dezem­ber 2019 wirt­schaft­lich gesund gewe­sen sein. Antrag­stel­le­rIn­nen müs­sen auf­grund der direk­ten Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Kri­se (z.B. durch Absa­ge von Auf­trä­gen und Ver­an­stal­tun­gen) einen Umsatz­rück­gang von min­des­tens 20 Pro­zent haben bzw. erwar­ten.

UMFANG UND DAUER
Das Dar­le­hen wird als Pro­jekt­för­de­rung durch ein zins­lo­ses, am  Liqui­di­täts­be­darf (wei­ter­lau­fen­de Betriebs­aus­ga­ben) für zunächst vier Mona­te ori­en­tier­tes Nach­rang-Dar­le­hen von min­des­tens 5.000 Euro und höchs­tens 50.000 Euro gewährt.

WO IHR DAS DARLEHEN BEANTRAGEN KÖNNT
Den Antrag könnt Ihr ab sofort direkt hier bei der Säch­si­schen Auf­bau­bank. Das übli­che “Haus­bank­prin­zip” und die damit ver­bun­de­nen umfang­rei­che Boni­täts­prü­fung für die Gewäh­rung für Kre­di­te ent­fällt.

RÜCKZAHLUNG
Das Dar­le­hen ist für die gesam­te Lauf­zeit von 10 Jah­ren zins­los und muss drei Jah­re lang nicht zurück gezahlt wer­den. Auf Antrag des Unter­neh­mens kann nach Ablauf der til­gungs­frei­en Zeit mit der SAB eine indi­vi­du­el­le Til­gungs­ver­ein­ba­rung getrof­fen wer­den. Son­der­til­gun­gen sind jeder­zeit mög­lich. Wich­tig ist, dass das Dar­le­hen nach­ran­gig aus­ge­stal­tet ist, also nicht zur Über­schul­dung füh­ren oder bei­tra­gen kann.

KANN ICH DAS DARLEHEN AUCH BEANTRAGEN, WENN ICH AUCH ANDERE HILFEN IN ANSPRUCH NEHME?
Ansprü­che auf Ent­schä­di­gungs­leis­tun­gen nach dem Infek­ti­ons­schutz­ge­setz sowie Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen für Betriebs­un­ter­bre­chun­gen / Betriebs­aus­fall sind vor­ran­gig in Anspruch zu neh­men. Soll­te wäh­rend der Lauf­zeit des Pro­gramms ein För­der­pro­gramm des Bun­des oder der Euro­päi­schen Uni­on mit ähn­li­cher Ziel­rich­tung für die Zuwen­dungs­emp­fän­ger in Kraft tre­ten, so sind die­se vor­ran­gig in Anspruch zu neh­men. Für den dar­über­hin­aus­ge­hen­den Liqui­di­täts­be­darf kann eine Zuwen­dung nach die­ser Richt­li­nie gewährt wer­den

Wei­te­re Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung, etwa zum “neu­en” ALG II, zur Stun­dung von Steu­er­vor­aus­zah­lun­gen, zum Kurz­ar­bei­ter­geld, zu KfW-Kre­di­ten und Bürg­schaf­ten sowie Son­der­re­ge­lun­gen im Insol­venz­recht fin­det Ihr nach wie vor täg­lich aktua­li­siert auf unse­rer Sei­te Coro­na: Das müs­sen Kul­tur- und Krea­tiv­schaf­fen­de jetzt wis­sen.
Außer­dem könnt Ihr uns natür­lich unter unse­rer Coro­na Krisen­hot­line errei­chen.