FÖRDE­RUNGEN

Förde­rungen für Kultur- und Kreativschaffende

Bei der Förde­rung der Entwick­lung des länd­li­chen Raumes setzt Sachsen wie kein anderes Bundes­land auf das Instru­ment LEADER: Die Akteure im länd­li­chen Raum können nahezu flächen­de­ckend die Vorteile eigen­stän­diger Stra­te­gien einschließ­lich der Verant­wor­tung für ihr Budget nutzen.

Der EFRE trägt zur Finan­zie­rung der Unter­stüt­zung bei, die den wirt­schaft­li­chen, sozialen und terri­to­rialen Zusam­men­halt stärken soll, und zwar mittels eines Ausgleichs der wich­tigsten regio­nalen Ungleich­ge­wichte in der Union durch die nach­hal­tige Entwick­lung und Struk­tur­an­pas­sung der regio­nalen Wirt­schaften, einschließ­lich der Umstel­lung der Indus­trie­re­gionen mit rück­läu­figer Entwick­lung und der Regionen mit Entwicklungsrückstand.

Wer wird gefördert?

Es ist erfor­der­lich, Inno­va­tionen und die Entwick­lung von kleinen und mitt­leren Unter­nehmen (KMU) in aufstre­benden Berei­chen in Zusam­men­hang mit euro­päi­schen und regio­nalen Heraus­for­de­rungen zu fördern, wie etwa die Kultur- und Kreativ­wirtschaft und inno­va­tive Dienste, die dem neuen gesell­schaft­li­chen Bedarf Rech­nung tragen, oder im Zusam­men­hang mit Produkten und Dienst­leis­tungen in Verbin­dung mit einer alternden Gesell­schaft, Gesund­heit und Pflege, Öko-Inno­va­tionen, der kohlen­stoff­armen Wirt­schaft und Ressourceneffizienz.

Was wird gefördert?

produk­tive Inves­ti­tionen, die zur Schaf­fung und Erhal­tung dauer­hafter Arbeits­plätze beitragen, durch direkte Hilfen für Inves­ti­tionen in KMU;
produk­tive Inves­ti­tionen, die zu den Inves­ti­ti­ons­prio­ri­täten beitragen, soweit diese Inves­ti­tion eine Zusam­men­ar­beit zwischen Groß­un­ter­nehmen und KMU mit sich bringt.
Inves­ti­tionen in Infra­struk­tur­ein­rich­tungen, die grund­le­gende Dienst­leis­tungen für die Bürger in den Berei­chen Energie, Umwelt, Verkehr und IKT bereitstellen;
Inves­ti­tionen in die soziale Infra­struktur sowie die Gesundheits‑, die Forschungs‑, die Innovations‑, die Unter­neh­mens- und die Bildungsinfrastruktur;
Inves­ti­tionen in die Erschlie­ßung des endo­genen Poten­zials durch Anla­ge­inves­ti­tionen in Ausrüs­tung und Kleinin­fra­struktur, einschließ­lich kultu­reller und nach­hal­tiger touris­ti­scher Kleinin­fra­struktur, Dienst­leis­tungen für Unter­nehmen, Unter­stüt­zung von Forschungs- und Inno­va­ti­ons­ein­rich­tungen sowie von Inves­ti­tionen in Tech­no­logie und ange­wandte Unternehmensforschung;
die Vernet­zung, die Zusam­men­ar­beit und der Erfah­rungs­aus­tausch zwischen zustän­digen regio­nalen, lokalen, städ­ti­schen und anderen öffent­li­chen Behörden, wirt­schaft­li­chen und sozialen Part­nern sowie rele­vanten Einrich­tungen der Zivil­ge­sell­schaft, Studien, Vorbe­rei­tungs­maß­nahmen und Aufbau von Kapazitäten.

Wie wird gefördert?

Wie der EFRE seine Mittel auf diese Prio­ri­täten verteilt, hängt davon ab, welcher Kate­gorie die betref­fende Region angehört.

  • In entwi­ckel­teren Regionen müssen mindes­tens 80 % der Mittel auf mindes­tens zwei der genannten Prio­ri­täten konzen­triert werden
  • In Über­gangs­re­gionen sind es 60 % der Mittel
  • In weniger entwi­ckelten Regionen sind es 50 %
    Außerdem müssen bestimmte EFRE-Mittel gezielt für Projekte zur CO2-armen Wirt­schaft einge­setzt werden:
    • Weiter entwi­ckelte Regionen: 20 %#
    • Über­gangs­re­gionen: 15 %
    • Weniger entwi­ckelte Regionen: 12 %

Infos & Anträge: Euro­pean Comission

Mit der „GRW“-Förderung unter­stützt die Säch­si­sche Staats­re­gie­rung Inves­ti­ti­ons­vor­haben der gewerb­li­chen Wirt­schaft (einschließ­lich Tourismus) sowie Inves­ti­tionen gemein­nüt­ziger außer­uni­ver­si­tärer wirt­schafts­naher Forschungs­ein­rich­tungen, die dauer­haft Arbeits­plätze bzw. Ausbil­dungs­plätze im Frei­staat Sachsen schaffen oder diese sichern.

Wer wird gefördert?

Antrags­be­rech­tigt für die Förde­rung sind Unter­nehmen der gewerb­li­chen Wirt­schaft einschließ­lich des Touris­mus­ge­werbes mit über­wie­gend über­re­gio­nalem Absatz, soweit diese nicht unter die Förder­aus­schlüsse für einzelne Bran­chen / Wirt­schafts­zweige fallen und gemein­nüt­zige außer­uni­ver­si­täre wirt­schafts­nahe Forschungs­ein­rich­tungen die im Frei­staat Sachsen investieren.

Was wird gefördert?

Förder­fähig sind Inves­ti­ti­ons­vor­haben, die zur Schaf­fung zusätz­li­cher Dauer­ar­beits­plätze oder zur Siche­rung vorhan­dener Dauer­ar­beits­plätze beitragen.

Inves­ti­ti­ons­zu­schüsse können gewährt werden für mate­ri­elle und imma­te­ri­elle Güter des Anla­ge­ver­mö­gens des Inves­ti­ti­ons­vor­ha­bens die Errich­tung einer neuen Betriebs­stätte der Ausbau der Kapa­zi­täten einer bestehenden Betriebs­stätte die Diver­si­fi­zie­rung der Produk­tion einer bestehenden Betriebs­stätte in neue zusätz­liche Produkte die grund­le­gende Ände­rung des gesamten Produk­ti­ons­pro­zesses einer bestehenden Betriebs­stätte der Erwerb der Vermö­gens­werte einer Betriebs­stätte, die geschlossen wurde oder ohne diesen Erwerb geschlossen worden wäre Inves­ti­tionen zur Moder­ni­sie­rung des Produktionsprozesses
Inves­ti­ti­ons­vor­haben, die das Unter­nehmen in die Lage versetzen, über die natio­nalen und Unions­normen für den Umwelt­schutz hinaus­zu­gehen oder bei Fehlen solcher Normen den Umwelt­schutz verbes­sern Lohn­aus­gaben für die durch das Inves­ti­ti­ons­vor­haben direkt geschaf­fenen Arbeitsplätze.

Wie wird gefördert?

Es wird ein antei­liger Zuschuss auf die förder­fä­higen Ausgaben gewährt. Dabei kann zwischen einem sach­ka­pi­tal­be­zo­genen und einem lohn­aus­ga­ben­be­zo­genen Zuschuss gewählt werden.

Der Beihil­fe­höchst­grenze beträgt

  • für kleine Unter­nehmen bis zu 30 %
  • mitt­lere Unter­nehmen bis zu 20 %
  • große Unter­nehmen bis zu 10 %

Die Höhe des Zuschusses beträgt bis zu 90 Prozent in den Land­kreisen Görlitz und Nord­sachsen. In der Stadt Dresden beträgt der Zuschuss bis zu 70 Prozent und in allen anderen Land­kreisen und kreis­freien Städten bis zu 85 Prozent. Für Vorhaben außer­halb der Land­kreise Görlitz und Nord­sachsen, die bis zum 31.12.2023 bewil­ligt werden, steigt die Förde­rung um 5 Prozent.

Ihren Antrag richten Sie vor Beginn der Maßnahme an die Landes­di­rek­tion Sachsen. Bei beson­derer struk­tur­po­li­ti­scher Bedeu­tung müssen Sie die Zustim­mung des beim Staats­mi­nis­te­rium für Wirt­schaft, Arbeit und Verkehr einge­rich­teten Einpla­nungs­aus­schusses einholen.

Infos & Anträge: SAB

Mit der Förde­rung können sowohl Unter­nehmer bzw. Selbst­stän­dige als auch Beschäf­tigte, Auszu­bil­dende, dual Studie­rende, Werk­stu­denten und Prak­ti­kanten, Mitar­beiter in Eltern­zeit und sogar Arbeits­lose mit einer Einstel­lungs­zu­sage an Maßnahmen der betrieb­li­chen Weiter­bil­dung teilhaben.

Wer wird gefördert?

Kleine und mitt­leres Unter­nehmen (KMU) mit weniger als 250 MitarbeiterInnen.

Was wird gefördert?

Vorhaben der betrieb­li­chen Weiter­bil­dung, insbe­son­dere mit folgenden Zielstellungen:
Quali­fi­zie­rung im Zusam­men­hang mit der Schaf­fung neuer Arbeits­plätze und der Erschlie­ßung neuer Märkte, Erhalt der Beschäf­ti­gungs­fä­hig­keit sowie Höher­qua­li­fi­zie­rung von Arbeits­kräften, Anpas­sung der Arbeit­geber an neue Heraus­for­de­rungen z. B. hinsicht­lich von Aufgaben des Unter­neh­mens­ma­nage­ments, der Fach­kräf­te­si­che­rung oder der Imple­men­tie­rung neuer Tech­no­lo­gien, Vorbe­rei­tung von Unter­neh­mens­nach­folgen, vertie­fende bzw. ergän­zende Bildungs­an­ge­bote für Auszu­bil­dende in der betrieb­li­chen Berufs­aus­bil­dung, Quali­fi­zie­rungen zur Verbes­se­rung des Umwelt- und Ressour­cen­schutzes im Arbeitsprozess.

Wie wird gefördert?

50 Prozent der Weiter­bil­dungs­kosten werden in der Regel durch einen Zuschuss geför­dert. Der Arbeit­geber sucht sich eine Weiter­bil­dung für seine Mitar­beiter aus, holt drei Ange­bote externer Bildungs­an­bieter ein und stellt den Förder­an­trag bei der SAB. Zur Verein­fa­chung des Förder­ver­fah­rens ist bei Weiter­bil­dungs­kosten bis 5.000,00 EUR (ohne MwSt.) zusammen mit dem Förder­an­trag nur das ausge­wählte Angebot einzu­rei­chen. Eine Einrei­chung von drei Ange­boten ist dann nicht notwendig.

Infos & Anträge: SAB

Unter­nehmen benö­tigen für Inno­va­tionen oft Forschungs- und Entwick­lungs-Dienst­leis­tungen, die sie selbst nicht erbringen können. Mit dem Programm „Inno­va­ti­ons­prämie“ fördert die SAB kleine und mitt­lere Unter­nehmen (KMU) bei der inno­va­ti­ons­ori­en­tierten Zusam­men­ar­beit mit Forschungseinrichtungen.

Wer wird gefördert?

Förder­fähig sind Ausgaben der KMU für FuE-Dienst­leis­tungen von Hoch­schulen, außer­uni­ver­si­tären Forschungs­ein­rich­tungen und privat­wirt­schaft­li­chen Anbie­tern, Kleine und mitt­lere Unter­nehmen (KMU) der gewerb­li­chen Wirt­schaft (auch Hand­werks­be­triebe), der Kultur- und Kreativ­wirtschaft sowie frei­be­ruf­lich tätige Inge­nieure mit Betriebs­stätte im Frei­staat Sachsen.

Was wird gefördert?

Geför­dert wird die Inan­spruch­nahme von externen FuE-Dienst­leis­tern im Zusam­men­hang mit der Entwick­lung neuer oder der Verbes­se­rung bestehender Produkte, Verfahren und Dienst­leis­tungen sowie im Rahmen der tech­ni­schen Unter­stüt­zung in der Umsetzungsphase.

Wie wird gefördert?

Nicht rück­zahl­barer Zuschuss (Anteil­fi­nan­zie­rung) für Fremd­leis­tungen maximal 50 Prozent der zuwen­dungs­fä­higen Ausgaben der Antrag­steller kann bis zu zwei Inno­va­ti­ons­prä­mien pro Kalen­der­jahr bean­tragen insge­samt maximal EUR 20.000 pro Kalenderjahr.

Infos & Anträge: SAB

Mit dem Mikro­dar­lehen erhalten Exis­tenz­gründer, die eine selb­stän­dige Tätig­keit im Frei­staat Sachsen aufnehmen wollen, einen finan­zi­ellen Anschub für Inves­ti­tionen und Betriebsmittel.

Wer wird gefördert?

Exis­tenz­gründer sowie junge Unter­nehmen inner­halb einer fünf­jäh­rigen Existenzgründerphase.

Was wird gefördert?

Geför­dert werden die zur Aufnahme bzw. Festi­gung einer selbst­stän­digen wirt­schaft­li­chen Tätig­keit betrieb­lich bedingten Inves­ti­tionen und Betriebsmittel.

Wie wird gefördert?

  • je Vorhaben bis maximal 20.000 EUR
  • mindes­tens 20 % der Gesamt­kosten der Maßnahme
  • bis zu 6 Jahre, davon 6 oder 12 tilgungs­freie Monate möglich
  • persön­liche Haftung, bei Antrag­stel­lung durch mehrere Gesell­schafter gesamt­schuld­ne­ri­sche Haftung
  • Tilgung monat­lich in festen Raten; vorzei­tige Tilgung (voll­ständig oder teil­weise), zu den Fällig­keits­ter­minen möglich; keine Vorfälligkeitsentschädigung

Infos & Anträge: SAB

Förde­rungen für Filmschaffende

Die Mittel­deut­sche Medi­en­för­de­rung (MDM) unter­stützt wirt­schaft­lich und kultu­rell Erfolg verspre­chende Film- und Medi­en­pro­duk­tionen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dabei können alle Projekt­phasen, von der Vorbe­rei­tung über die Herstel­lung bis hin zur Verbrei­tung und Präsen­ta­tion von Film‑, Fernseh‑, Video- und weiteren audio­vi­su­ellen Medi­en­pro­duk­tionen geför­dert werden.

Wer wird gefördert?

Geför­dert werden können Projekt­träger, wenn aus der Förder­maß­nahme ein kultu­reller und wirt­schaft­li­cher Effekt in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen zu erwarten ist. Bei der Reali­sie­rung der Projekte sollen mindes­tens die bewil­ligten Mittel in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen film‑, fernsah- und medi­en­spe­zi­fisch ausge­geben werden. Bei der Präsen­ta­tion muss auf ange­mes­sene Weise nach den Vorgaben der MDM auf die Förde­rung hinge­wiesen werden. Auf posi­tive Effekte bei  der film- und medi­en­be­ruf­li­chen Aus- und Weiter­bil­dung ist zu achten. Bei geför­derten Projekten soll eine Premiere in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen stattfinden.

Was wird gefördert?

Geför­dert werden können die Vorbe­rei­tung, Herstel­lung, Verbrei­tung und Präsen­ta­tion von Film‑, Fernseh‑, Video- und weiteren audio­vi­su­ellen Medi­en­pro­duk­tionen, sofern sie kultu­rellen Inhaltes und wirt­schaft­lich Erfolg verspre­chend sind. Die Förde­rung kann im Einzelnen folgende Bereiche umfassen:

  • Stoff­ent­wick­lung
  • Projekt­ent­wick­lung
  • Produk­tion Verleih und Vertrieb
  • Abspiel und Präsentation
  • beson­dere Maßnahmen

Wie wird gefördert?

Förder­mittel der MDM  und Mittel aus anderen Förde­rungen  können einander ergänzen, inso­fern die staat­liche Beihil­fein­ten­sität 50 % der Gesamt­her­stel­lungs­kosten nicht über­schreitet. Bei grenz­über­grei­fenden Produk­tionen, die durch mehr als einen Mitglieds­staat der Euro­päi­schen Union finan­ziert werden und an denen Produ­zenten aus mehr als einem Mitglieds­staat betei­ligt sind, kann  die Beihil­fein­ten­sität bis zu 60%  der Gesamt­her­stel­lungs­kosten betragen. Schwie­rige audio­vi­su­elle Werke (z.B. Kurz­filme, Erst- und Zweit­filme von Regis­seuren, Doku­men­tar­filme, Werke mit geringen Gesamt­her­stel­lungs­kosten oder sons­tige kommer­ziell schwie­rige Werke) sind von diesen Grenzen ausgenommen.

Wer wurde bisher gefördert?

  • Leip­ziger DOK-Film­wo­chen GmbH mit Dok Leipzig
  • ravir film GbR mit Flaschen­post aus Dresden

Infos & Anträge: Mittel­deut­sche Medienförderung