Wie können sächsische Unternehmen das Potenzial der Kultur- und Kreativwirtschaft stärker für sich nutzen? Und warum führt der Weg bei kreativen Leistungen noch immer so häufig nach Hamburg oder Berlin, obwohl es auch hier vor Ort kreative Köpfe, Kompetenzen und Ideen gibt?

Mit diesen Fragen startete am 30.09.2026 der gemeinsame Abend von KREATIVES SACHSEN und der IHK zu Leipzig im Impact Hub Leipzig. Anlass war die Neukonstituierung des Ausschusses für Medien, IT und Kreativwirtschaft. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie kann Cross Innovation in Sachsen stärker Fuß fassen – und welchen konkreten Mehrwert bietet die Zusammenarbeit mit Kultur- und Kreativschaffenden für Unternehmen?
Christian Rost von KREATIVES SACHSEN gab einen Impuls zu den Grundlagen von Cross Innovation und zeigte, wie unterschiedliche Perspektiven neue Lösungsräume für Unternehmen öffnen können. Im anschließenden Panel wurde deutlich: Cross Innovation beginnt dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und gemeinsam über Branchengrenzen hinweg gedacht wird.

Fotos: Hermann Hertrampf | IHK zu Leipzig

Doch der Abend blieb nicht bei Impulsen und Diskussionen. Danach ging es direkt ins gemeinsame Arbeiten – im Ideensprint. 14 Teilnehmer:innen  brachten ihre unternehmerischen Fragen mit, fünf davon wurden in moderierten Gruppen aus unterschiedlichen Perspektiven weitergedacht – geschärft, weitergedreht und manchmal auch auf den Kopf gestellt. Die Themen reichten vom Tourismus über die Skalierung eines Mate-Produkts bis zu Digitalisierung und Veränderung im Bergbau, neuen beruflichen Perspektiven und der Verbindung von Produkten und Veranstaltungen. Begleitet wurden die fünf Gruppen von Jennifer Pauli, Tobias Loy, Maxi Blunck, Felix Wissing und Sophia Schmelz.

Fotos: Hermann Hertrampf | IHK zu Leipzig

Wie viel in 60 Minuten entstehen kann, zeigen die Stimmen der Fallgeber:innen:

Thomas Rempt, Apex Coaching: „Es gab tolle Anregungen aus der Gruppe. „Daraus sind konkrete Ideen entstanden, die ich direkt weiterdenken und umsetzen möchte.“

Juliane Stolz, Stolz & Pfoten: „Eigentlich war meine Frage, wie ich viele Unternehmen zusammenbringen kann. Am Ende haben mir genau diese Unternehmen geholfen, neue Ideen für mein eigenes Vorhaben zu entwickeln. Es wurden so viele Aspekte eingebracht, die ich selbst gar nicht hätte mitdenken können.“

Maria Werthmann, TDE Mitteldeutsche Bergbau Service GmbH: „Ich fand es überraschend, wie intensiv man sich in nur 60 Minuten mit einer komplexen Fragestellung auseinandersetzen kann. Besonders spannend war, die Frage selbst noch einmal genau zu betrachten und zu klären, bevor es um mögliche Lösungen ging. Gerade daraus sind konkrete neue Ideen und Lösungsansätze entstanden.“

Fünf Fragen, fünf Gruppen, viele Perspektiven – und neue Denkräume. Cross Innovation muss nicht abstrakt bleiben. Sie lässt sich ausprobieren: in einer Stunde, an einer konkreten Frage, mit Menschen, die anders denken.