Am 26. Juni 2026 lud die FUNKEN Akademie gemeinsam mit KREATIVES SACHSEN zur cross-sektoralen Innovationswerkstatt FUNKEN Pilot ins Vector Lab in Chemnitz ein. Unter der Leitfrage „Was bleibt von unserer Technologie in 100 Jahren?“ entstand ein Experimentierraum, in dem künstlerische Methoden auf unternehmerische Perspektiven und technologisches Know-how trafen, um Zukunftsfragen gemeinsam zu denken.
Dafür bildeten drei von der FUNKEN Akademie kuratierte Künstler:innen und drei Vertreter:innen aus Unternehmen und Forschung cross-sektorale Tandems. Ausgangspunkt der ganztägigen Innovationswerkstatt waren Koffer, die von den beteiligten Unternehmen im Vorfeld mit Materialien, Werkzeugen, Bildern und Spuren ihres Arbeitsalltags bestückt worden waren. Im gemeinsamen Austausch erschlossen sich die Tandems ihre jeweiligen Denkweisen, erkundeten Materialien und Prozesse und entwickelten daraus modellhaft Zukunftsszenarien.
Diese Zukunftsentwürfe wurden in ein maßstabsgetreues Architekturmodell der ehemaligen Maschinenfabrik in der Gießerstraße 5 integriert. Das Modell visualisierte das „Museum der potentiellen Zukünfte“ – einen imaginären Ort, der als Diskussions- und Möglichkeitsraum für zukünftige Entwicklungen dient.
Fotos: Michele Scognamillo
Die entstandenen Arbeiten wurden am folgenden Tag im Rahmen des FUNKEN Pilot @ Makers United in der Stadthalle Chemnitz öffentlich präsentiert. Sie zeigten keine fertigen Zukunftsvisionen, sondern Denkanstöße – Momentaufnahmen eines intensiven Austauschs zwischen Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft.
Die Innovationswerkstatt machte deutlich, dass Cross Innovation weit mehr ist als das gemeinsame Arbeiten an einer Idee. Der eigentliche Mehrwert lag im Gespräch. Die Begegnungen machten sichtbar, dass Innovation nicht nur aus neuer Technologie entsteht, sondern vor allem dort, wo unterschiedliche Denkweisen aufeinandertreffen. Künstlerische Fragen halfen dabei, implizites Wissen sichtbar zu machen. Gleichzeitig eröffneten technologische Prozesse den Künstler:innen neue gestalterische Zugänge.
Fotos: Michele Scognamillo
Wie bereichernd dieser Perspektivwechsel war, spiegeln auch die Stimmen der Teilnehmenden wider. Monja Winkel von Fusion Bionic fasste ihre Erfahrung so zusammen:
„Dieser Austausch hat uns den Raum gegeben, einen Schritt zurückzutreten und die langfristige Vision hinter unserer Technologie zu betrachten.“
Der Künstler Stefan Hurtig betonte den Wert des gemeinsamen Prozesses:
„Ich war überrascht, wie viel wir in so kurzer Zeit gemeinsam erreichen konnten.“
Gerade in dieser Offenheit für andere Perspektiven liegt das Potenzial von Cross Innovation: Sie schafft Räume für gegenseitiges Verstehen, eröffnet neue Fragestellungen und verbindet unterschiedliche Denkweisen. Genau dort entsteht Innovation – wenn Menschen ihre gewohnten Perspektiven verlassen und gemeinsam Zukunft entwerfen.
Tandems / Teilnehmende:
Fusion Bionic mit Monja Winkel & Michelle-Marie Letelier
Cewus GmbH mit Theresa Schubert & Maria Bauhofer
TU Chemnitz Forschungszentrum für Mensch und Technik – Metech mit Dr. Kristina Kittner & Stefan Hurtig
FUNKEN Pilot ist eine Kooperationsveranstaltung der FUNKEN Akademie mit KREATIVES SACHSEN, die Cross Innovation mit Kultur- und Kreativschaffenden in Sachsen im Fokus hat.
DREI ZUKUNFTSERZÄHLUNGEN
Die folgenden drei Zukunftserzählungen geben Einblicke in die entstandenen Ideen, Denkprozesse und Visionen der cross-sektoralen Tandems:























