Beim Fachforum Design: Vom Hilfsmittel zum Lieblingsstück, das am 18. März 2026 in Dresden stattfand, wurde eindrucksvoll gezeigt, wie eng Gestaltung, Identität und Akzeptanz körpernaher Hilfsmittel miteinander verknüpft sind.
Die Handwerkskammer Dresden lud Akteur:innen aus Handwerk, Design und Forschung ein, um zusammen neue Perspektiven auf Orthesen und Prothesen und weitere individuell angepasste Produkte zu diskutieren. Unter den Teilnehmenden waren Fachleute aus verschiedenen handwerklichen Bereichen vertreten, darunter Orthopädietechnik, Augenoptik, Orthopädieschuhtechnik, Zahntechnik und Kosmetik. Im Mittelpunkt stand die Überlegung, wie sich körpernahe Hilfsmittel durch eine gelungene Gestaltung über ihre reine Funktion hinaus zu Produkten entwickeln lassen, die Selbstbild, Identifikation und gesellschaftliche Akzeptanz positiv beeinflussen.
Foto: André Wirsig
Ein zentraler Fokus lag dabei auf dem Thema Cross Innovation: KREATIVES SACHSEN veranschaulichte anhand konkreter Erfahrungen, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Kreativen und Handwerksbetrieben Innovation fördern kann. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen wurden niedrigschwellige Formate wie Innovationswerkstätten vorgestellt, die neue Wege in der Produkt- und Serviceentwicklung eröffnen.
Im anschließenden Austausch wurde deutlich, dass im Handwerk ein starkes Interesse an co-kreativen Prozessen und branchenübergreifender Zusammenarbeit besteht. Der Dialog zeigte, wie wertvoll es ist, unterschiedliche Perspektiven, Denkweisen und Problemlösungsansätze zusammenzuführen, um das gesamte Spektrum cross-innovativer Potenziale zu nutzen.
Die Veranstaltung machte damit klar: Wenn Design, Handwerk und Forschung ihre Kompetenzen gezielt verbinden, entstehen Lösungen, die nicht nur funktional sind, sondern aus Hilfsmitteln echte Lieblingsstücke machen können.














