Was ist kreative Arbeit eigentlich wert? Auf diese Frage gibt es keine Zahl als Antwort – wohl aber Geschichten. Und davon gab es am 27. Oktober im NETZ-Werk in Neukirchen/Erzgebirge reichlich. Rund 40 Teilnehmende folgten der Einladung von Kreatives Erzgebirge und KREATIVES SACHSEN, um Kreativschaffende und Kommunen an einen Tisch zu bringen. Schon beim Ankommen war spürbar: Hier wollen zwei Seiten wirklich miteinander ins Gespräch kommen.
Moderatorin Friederike Kislinger führte durch einen Vormittag voller Praxis. Den Auftakt machte André Oswald, Bürgermeister von Johanngeorgenstadt. Er schilderte anschaulich, wie aus einer kreativen Kooperation mit der TU Dresden das Zukunftsprojekt „Glück auf Zukunft“ entstand – ein Beispiel dafür, wie viel Mut zu neuen Wegen in einer kleinen Stadt bewegen kann.
Wie eine Kooperation auf Augenhöhe aussieht,, zeigte die Stadt Lößnitz gemeinsam mit Grafikdesignerin Jana Walther vom Grafikbüro 2weierlei. Eigentlich sollte nur die Webseite der Stadt überarbeitet werden. Am Ende stand ein ganzheitliches Kommunikationskonzept für die erzgebirgische Kleinstadt, das jetzt eine grafische Sprache für all ihre Außenkommunikation spricht. Designerin Anne Krauß öffnete anschließend den Blick hinter die Kulissen: Mit erfrischenden Einblicken zeigte sie, wie Kreativschaffende arbeiten und wie Prozesse zwischen Bauchgefühl und Briefing ablaufen. Für viele Gäste aus den Verwaltungen war das ein echter Aha-Moment.
Fotos: Katrin Markstein
In einer Talkrunde diskutierten Sascha Thamm, Bürgermeister von Neukirchen, Tina Zandstra von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge und KREATIVES SACHSEN über Chancen und Rahmenbedingungen für kreative Arbeit vor Ort. Deutlich wurde: Gute Zusammenarbeit braucht Vertrauen, klare Absprachen und den Willen, voneinander zu lernen.
Fotos: Katrin Markstein
Im zweiten Teil wurde es visionär. In der Cross-Innovation-Session „Zukunftswerkstatt Erzgebirge 2040“ luden Denny Helmer und Christian Rost dazu ein, die Region von morgen zu denken. Gemeinsam machten die Teilnehmenden sichtbar, was entstehen kann, wenn Kreativwirtschaft, Unternehmen und Kommunen über Branchengrenzen hinweg zusammenarbeiten.
Zum Abschluss hieß es „Make your Mittag“: Beim gemeinsamen Mittagessen wurden Ideen weitergesponnen, Kontakte geknüpft und erste Verabredungen getroffen. Und man war sich sicher: Fortsetzung folgt!






















