In fünf Diskursforen stößt KREATIVES SACHSEN gemeinsam mit dem Sächsischen Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig erstmalig einen direkten Dialog mit solo-selbstständig wirtschaftenden Kultur- und Kreativschaffenden und Akteur:innenvertretungen aus den einzelnen Teilbranchen an. Gemeinsam und auf Augenhöhe soll an fünf Orten in Sachsen über aktuelle Herausforderungen, Chancen und Risiken (solo-)selbstständiger Arbeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft diskutiert werden. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für die Verbesserung der Arbeitswelten Selbstständiger in der Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen abzuleiten.

WANN? 10. Oktober 2022 /// 17.00 bis 19.15 Uhr
WO? Subbotnik /// Vettersstraße 34a, 09126 Chemnitz

Du arbeitest (solo-)selbstständig in der Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen? Dann laden wir Dich herzlich ein, bei einem der fünf Diskursforen mitzudiskutieren und Dich mit deiner Perspektive und Deinen persönlichen Erfahrungen in den Austausch einzubringen.

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PODIUMSTEILNEHMER:INNEN

Gabi_ReinhardtGabi Reinhardt /// Freie Regisseurin, Performerin und Dramaturgin
Nach dem Studium an der Universität der Künste Berlin ist Gabi Reinhardt bewusst nach Chemnitz zurückgekehrt. Seit zehn Jahren ist sie freischaffend als Regisseurin, Performerin, Dramaturgin und Autorin tätig. Seit 2021 hat sie die künstlerische Leitung des Festivals „Der Rahmen ist Programm“ inne.

Henrike-SchmitzHenrike Schmitz /// Textildesign & Research
Henrike Schmitz studierte Textil- und Flächendesign in Berlin und Borås. Über die Kooperation mit dem STFI e.V., einem Atelier des Klub Solitaer e.V. sowie der Tätigkeit im Bereich textile Technologien an der Technischen Universität erweiterte sie ihr professionelles Netzwerk durch Kreativschaffenden, Forschungseinrichtungen, kunstspezifischen Institutionen und Kollektiven in und um Chemnitz. Aktuell steht sie vor der Frage, ob Teilanstellung, Promotion oder ausschließlich Solo-Selbstständigkeit als Textildesignerin.

Martin-Berke_Foto-by-Oliver-Keil

Martin Berke /// Freier Kabarettist
Geboren 1982 in Erfurt, lebt Martin Berke seit 2001 in Chemnitz. 2011 wurde er festes Mitglied im Ensemble des „Chemnitzer Kabaretts“. Seit 2014 ist er zudem als Darsteller im Chemnitzer FressTheater aktiv. Ebenso arbeitet Martin Berke im Bereich der Vertonung und als Texter. Berke ist seit 2011 als freiberuflicher Kabarettist tätig und arbeitet in allen Aktivitätsbereichen auf Honorarbasis.

Tolga-CerciTolga Cerci /// Freier Videograf
Tolga Cerci ist ein in Chemnitz ansässiger Videograf, der in Berlin Film & Fernsehen mit Schwerpunkt Regie auf Bachelor studiert hat. Seine Soloselbständigkeit startete 2008 als Webdesigner und ging dann ab 2012 fließend zur Videoproduktion über mit gelegentlicher Festanstellung als Unterbrechung (Werbeagentur und Marketing-Abteilung einer KMU). Zur Zeit schreibt Tolga an einem Drehbuch für einen Dokumentarfilm im Bereich der Erneuerbaren Energien.

MODERATION

August-Geyler©Jörg-SingerAugust Geyler /// Freier Schauspieler, Moderator und Improvisator
Bekannt wurde August Geyler durch die YouTube-Produktion »Adolf Südknecht«. August arbeitet als Moderator von Shows, Preisverleihungen und politischem Talk, darunter seit 2007 die VisionaleShow im Leipziger Schauspielhaus und seit 2019 das Hinrich-Lehmann-Grube-Symposium im Leipziger Stadtarchiv. Als Teil der freien Theaterszene spielte er unter anderem im Krystallpalast Varieté Leipzig, der naTo, der Moritzbastei, den Cammerspielen Leipzig sowie im Ensemble Il Comico und zahlreichen Improvisationstheatergruppen. Aktuell gastiert er regelmäßig an der Comödie Dresden.

SOLO-SELBSTSTÄNDIGKEIT IN DER KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT
Die Kultur- und Kreativwirtschaft steht beispielhaft für einen Bereich, in dem ein Großteil der Erwerbstätigen selbstständig seinen Lebensunterhalt erwirtschaftet. Schon heute werden dort Arbeits- und Lebensmodelle erprobt, die einen möglichen Blick auf die Arbeitsmodelle der Zukunft werfen, ob beim Co-Working, im Homeoffice oder als digitale Nomaden. Umgekehrt zeigen sich in der Branche seit jeher aber auch die negativen Seiten selbstständiger Arbeit. Fehlende soziale Absicherung, der beschränkte Zugang zu Arbeitslosenversicherung und Altersvorsorge gehören ebenso zur Realität wie die Umgehung des Mindestlohns durch Werkverträge oder die Abhängigkeit von einzelnen Auftraggeber:innen. Auch hier steht die Kultur- und Kreativwirtschaft modellhaft für einen Teil der selbstständigen Erwerbsbevölkerung.

Ein Angebot auf Initiative des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zur Unterstützung der sozialen Absicherung Solo-Selbstständiger aus der Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen.