“Das hier ist nur ein Anfang, wenn wir uns zusammenschließen, ändert sich auch was.”

In fünf Diskursforen stößt KREATIVES SACHSEN gemeinsam mit dem Sächsischen Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig erstmalig einen direkten Dialog mit solo-selbstständig wirtschaftenden Kultur- und Kreativschaffenden und Akteur:innenvertretungen aus den einzelnen Teilbranchen über die Veränderung ihrer Arbeitswelt in den vergangenen zwei Jahren – verändert durch die Pandemie – an. Die Veranstaltungsreihe startete mit einem intensiven Austausch am 06. April 2022 im Kraftwerk Mitte in Dresden.

Auf dem Podium wurde über die Rahmenbedingungen der Arbeit von Solo-Selbstständigen und die gemeinsame Formulierung möglicher Lösungsansätze zur Verbesserung ihrer Arbeitswelten diskutiert. 

Drei Kern-Schwerpunkte wurden dabei in den Mittelpunkt gestellt:

  • Soziale Absicherung
  • Faire Vergütung
  • Gesellschaftliche Anerkennung

Aber auch das Thema Elternschaft und Selbstständigkeit stand im Fokus des Austauschs.

Die Schilderung der ganz persönlichen Wahrnehmung der sechs im Podium sitzenden Kreativen wurde aufmerksam von Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, verfolgt. In der Abschlussrunde, in der die Kreativschaffenden noch einmal auf den Punkt brachten, was sich konkret ändern müsste, um Strukturen zu vereinfachen und mehr Sicherheit für ihre künstlerische und kreative Arbeit zu schaffen, ging Martin Dulig noch einmal intensiv in den Austausch.

AUF DEM PODIUM DISKUTIERTEN: 

  • Anika Jankowski /// Verlegerin und Veranstalterin, Vorstandsmitglied von WIR GESTALTEN DRESDEN
  • Christian Rätsch /// Bildender Künstler, Vorsitzender & Sprecher im Künstlerbund Dresden und stellvertretender Vorsitzender im Landesverband für Bildende Kunst Sachsen e.V.
  • Henrike Terheyden /// Freie Illustratorin und Kulturwissenschaftlerin
  • Marc Oliver Rühle /// freier Journalist und Autor
  • Martin Dulig /// Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
  • Sebastian Haas /// freier Musiker, Dozent und Vorsitzender des Jazzverbands Sachsen e.V
  • Susan Schubert /// Freie Tanzpädagogin & Choreografin und Geschäftsführerin der TENZA Schmiede
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

SOLO-SELBSTSTÄNDIGKEIT IN DER KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT

Die Kultur- und Kreativwirtschaft steht beispielhaft für einen Bereich, in dem ein Großteil der Erwerbstätigen selbstständig seinen Lebensunterhalt erwirtschaftet. Schon heute werden dort Arbeits- und Lebensmodelle erprobt, die einen möglichen Blick auf die Arbeitsmodelle der Zukunft werfen, ob beim Co-Working, im Homeoffice oder als digitale Nomaden. Umgekehrt zeigen sich in der Branche seit jeher aber auch die negativen Seiten selbstständiger Arbeit. Fehlende soziale Absicherung, der beschränkte Zugang zu Arbeitslosenversicherung und Altersvorsorge gehören ebenso zur Realität wie die Umgehung des Mindestlohns durch Werkverträge oder die Abhängigkeit von einzelnen Auftraggeber:innen. Auch hier steht die Kultur- und Kreativwirtschaft modellhaft für einen Teil der selbstständigen Erwerbsbevölkerung.

Ein Angebot auf Initiative des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zur Unterstützung der sozialen Absicherung Solo-Selbstständiger aus der Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen.