Gemeinsam mit dem Haus der Selbst­stän­digen (HDS) starten wir den neuen Themen­schwer­punkt “Selbst­stän­dige Arbeits­welten gestalten“. Im Fokus stehen Fragen der sozialen Siche­rung und die Einkom­mens­si­tua­tion insbe­son­dere von Solo- Selbst­stän­digen in der Kultur- und Kreativ­wirtschaft. In Anwe­sen­heit des Säch­si­schen Staats­mi­nis­ters für Wirt­schaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig, und des Leiters der Grund­satz­ab­tei­lung im Bundes­mi­nis­te­rium für Arbeit und Soziales, Nermin Fazlic, unter­zeich­neten HDS-Projekt­lei­terin Gerlinde Vogl und Chris­tian Rost, Projekt­lei­tung KREA­TIVES SACHSEN, einen Kooperationsvertrag.

Im Projekt tauschen wir uns mit dem HDS zur Lage Solo-Selbst­stän­diger in der Kultur- und Kreativ­wirtschaft in Sachsen aus und vermit­teln uns gegen­seitig Wissen aus den Projekt­in­halten, wissen­schaft­li­chen Ergeb­nissen und Erkennt­nissen. Zudem führen wie in der Region gemein­same Dialog­foren durch. Das HDS unter­stützt KREA­TIVES SACHSEN zudem bei der Erar­bei­tung einer Fach­ex­per­tise zur Lage von Solo-Selbst­stän­digen in der Kultur- und Kreativ­wirtschaft in Sachsen. Im Ergebnis entsteht ein Online-Dossier , das die vorhan­denen Daten und den aktu­ellen Stand der Fach­de­batte mit Erfah­rungs­be­richten und Ergeb­nissen aus fünf Dialog­foren mit säch­si­schen Kultur- und Krea­tiv­schaf­fenden zusam­men­bringt. Parallel dazu werden Solo- Selbst­stän­dige durch Bera­tung und Weiter­bil­dung in den Hand­lungs­fel­dern Exis­tenz­si­che­rung, Neuori­en­tie­rung und Weiter­bil­dung dabei unter­stützt, die indi­vi­du­ellen Hand­lungs­spiel­räume in Sinne einer nach­hal­tigen Siche­rung ihrer selbst­stän­digen Erwerbs­tä­tig­keit zu nutzen.

Nermin Fazlic begrüßte die Zusam­men­ar­beit des Hauses der Selbst­stän­digen mit dem Projekt KREA­TIVES SACHSEN: „Das Bundes­ar­beits­mi­nis­te­rium unter­stützt Selbst­stän­dige und insbe­son­dere Solo-Selbst­stän­dige in den ostdeut­schen Bundes­län­dern gezielt dabei, die großen Verän­de­rungs­pro­zesse zu bewäl­tigen und sich zukunfts­fest aufzu­stellen. Deswegen ist es sehr gut, dass diese Koope­ra­tion auch in Zukunft intensiv fort­ge­setzt wird.“

Der säch­si­sche Wirt­schafts­mi­nister Martin Dulig betonte: „Solo-Selbst­stän­dige sind eine wich­tige Gruppe von Wirt­schafts­ak­teuren, deren Belange ernst genommen werden müssen. Das hat uns die Corona-Krise beson­ders deut­lich gemacht. Deshalb fördert das Wirt­schafts­mi­nis­te­rium Pilot­maß­nahmen zur Unter­stüt­zung von Solo-Selbst­stän­digen in der Kultur- und Kreativ­wirtschaft.“ Er unter­strich die nach­hal­tigen Bemü­hungen in Sachsen, diesen Wirt­schafts­zweig zu stärken: „Ich freue mich, dass wir mit dem HDS eine Anlauf­stelle haben, die Solo-Selbst­stän­dige aus allen Bran­chen bei der Vernet­zung und Vertre­tung ihrer Inter­essen unter­stützt. Wie wichtig es ist, Raum für Austausch, Lernen und Netz­werken zu geben, zeigen die seit 2017 durch mein Minis­te­rium geför­derten Akti­vi­täten von KREA­TIVES SACHSEN. Für die Akteur*innen der Kultur- und Kreativ­wirtschaft, einer Branche mit über­durch­schnitt­lich vielen Solo-Selbst­stän­digen, waren die Infor­ma­tions- und Bera­tungs­an­ge­bote des Zentrums in der Corona-Krise zum Teil über­le­bens­wichtig. Jetzt wollen wir die Bera­tungs- und Quali­fi­zie­rungs­an­ge­bote mit Fokus auf die beson­deren Bedarfe von Solo-Selbst­stän­digen weiter ausbauen. Gleich­zeitig wollen wir die Rahmen­be­din­gungen für Solo-Selbst­stän­dig­keit als beson­dere Erwerbs­form am Beispiel der säch­si­schen Kultur- und Kreativ­wirtschaft syste­ma­tisch betrachten. Die Zusam­men­ar­beit zwischen KREA­TIVES SACHSEN und dem HDS wird wert­volle Erkennt­nisse liefern und uns helfen, Gestal­tungs­mög­lich­keiten in diesem Feld der Erwerbs­tä­tig­keit abzuleiten.“