Die erste Delegationsreise von KREATIVES SACHSEN nach dem Lockdown führte vom 13. bis 17. September 2020 unter Leitung des Sächsischen Staatsministers für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig, ins Nachbarland Österreich. Die Reise wurde durch die Wirtschaftsförderung Sachsen organisiert. An der Reise nahmen 11 UnternehmerInnen der sächsischen Kultur- und Kreativwirtschaft teil: von Silberschmiedin über Animationsfilmemacherin, Urban Art Agentur bis zum Virtual Reality Spezialist.

“Es war eine perfekt kuratierte Reise mit unzähligen wertvollen Impressionen. Ganz konkret habe ich mehrere wertvolle neue Co-KreatorInnen kennengelernt und mindestens eine Innovation für eine ganz neue Produktentwicklung, die wir noch dieses Jahr direkt in den Markt bringen.”

Andreas Schanzenbach, CROMATICS

“Fünf Tage zusammen unterwegs, Input von früh bis spät, auf dem Weg Pläne schmieden – wer sich trifft, kann zusammen weitergehen und so Sachsen nachhaltig verändern.”

Viola Lippmann, Illustratorin, Autorin, Spieleentwicklerin

/// KOOPERATIONEN ZWISCHEN HANDWERK UND DESIGN
In Wien besuchte die Delegation Handwerksunternehmen, die eng mit DesignerInnen zusammenarbeiten, darunter zwei Silbermanufakturen und eine der bekanntesten österreichischen Glasmanufakturen. Für die Wiener Silbermanufaktur gehört die Kooperation mit Designern zur DNA: “Wir müssen uns immer wieder neu erfinden. Das gelingt uns nur, wenn wir strategisch in Design investieren.” Mehr über das Kooperationsformat Passionswege im Rahmen der Vienna Design Week.

/// PERSPEKTIVEN FÜR CLUBS
“First in, last out”: bereits vor dem Lockdown schlossen viele Clubs in Sachsen ihre Türen, um das Infektionsrisiko einzudämmen. Während für viele Kulturbereiche die Wiederaufnahme des Konzert- und Spielbetriebs im Rahmen der aktuellen Schutzverordnung wieder möglich ist, ist die Lage für Clubs nach wie vor existenzbedrohend. Die Delegation tauschte sich in Wien zu diesen und anderen Fragen in Wien mit der Vienna Club Commission, der IG Kultur sowie der Austria Music Export in einem der bekanntesten Clubs der österreichischen Hauptstadt, dem fluc, aus.

/// KREATIVWIRTSCHAFT ALS CHANCE FÜR KLEIN- UND MITTELSTÄDTE
Auf dem Weg von Wien nach Linz machte die Delegation Station in der 23.000 Einwohner Gemeinde Amstetten. Hier entsteht ein neues städtisches Quartier, dass klug neue Wohnformen, Gesundheitsfürsorge, Räume für kreatives Schaffen und Bildungsangebote miteinander verknüpft. “Genau solche hybriden Orte, an denen Begegnungen zwischen ganz unterschiedlichen Branchen und Lebensbereichen möglich werden, brauchen wir auch für Sachsen”, sagt Josephine Hage von KREATIVES SACHSEN zum Besuch in Amstetten.

/// KUNST TRIFFT WISSENSCHAFT TRIFFT TECHNOLOGIE
In Linz schließlich standen die Schnittstellen zwischen Kunst, Wissenschaft und Technologie im Fokus. Im Ars Electronica Center wird erlebbar, wie Technologie unser Leben verändert. Fester Teil der Dauerausstellung ist u.a. eine Soundinstallation des Dresdener Klangkünstlers Moritz Simon Geist: Roboter bringen dabei ungewöhnliche selbstgebaute Musikinstrumente zum Klingen. Die Delegation besuchte außerdem die Innovationsschmiede Tabakfabrik Linz mit dem Makerspace Grand Garage.

/// INTERNATIONALE VERNETZUNG TROTZ CORONA?
Mit der Delegationsreise nach Wien und Linz zeigte KREATIVES SACHSEN gemeinsam mit den Partnern aus Sächsischem Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit und Verkehr und der Wirtschaftsförderung Sachsen, dass internationaler Austausch auch in Corona-Zeiten verantwortungsvoll möglich ist. Alle TeilnehmerInnen der Delegation ließen sich nach der Reise auf das COVID-19 Virus testen: mit negativem Testergebnis.