Start­schuss für den Säch­si­schen Staats­preis für Design 2020: Vom 15. Juni bis 30. September 2020 sind Desi­gne­rinnen und Desi­gner sowie Unter­neh­me­rinnen und Unter­nehmer einge­laden, sich für den mit insge­samt 50.000 Euro dotierten Säch­si­schen Staats­preis für Design 2020 zu bewerben. Den Preis verleiht das Säch­si­sche Staats­mi­nis­te­rium für Wirt­schaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) bereits zum 17. Mal. Seit fast 20 Jahren fördert der Preis die Design­wirt­schaft im Frei­staat.

Video: Auftakt­ge­spräch Säch­si­scher Staats­preis für Design 2020

AUFTAKT­GE­SPRÄCH
Zum digi­talen Auftakt­ge­spräch sprach Wirt­schafts­mi­nister Martin Dulig mit

In diesem Jahr, dem Jahr der Corona-Pandemie, wird der Wett­be­werb ein Beson­derer. Das SMWA hat sehr bewusst
entschieden, die Tradi­tion des Design­preises gerade auch in diesen heraus­for­dernden Zeiten aufrecht zu erhalten. Voraus­schauend, verant­wor­tungs­voll und nach­haltig zu handeln, die säch­si­sche Design­wirt­schaft auch in Krisen­zeiten zu fördern und heraus­ra­gende Design­leis­tungen hervor­zu­heben – so versteht das SMWA Verant­wor­tung für die Zukunft, betont Sach­sens Wirt­schafts­mi­nister Martin Dulig. Im Fokus des Staats­preises steht nicht allein die Design­wirt­schaft. Durch das Aufzeigen der Leis­tungs­fä­hig­keit von Design sollen insbe­son­dere kleine und mitt­lere Unter­nehmen auf den Wett­be­werbs­faktor „Design“ aufmerksam gemacht und ange­regt werden, diesen Faktor recht­zeitig in ihre Entwick­lungs­pro­zesse zu inte­grieren. Denn: Design­kom­pe­tenz unter­stützt in vielen Berei­chen tech­ni­sche und nicht-tech­ni­sche Inno­va­tionen. Design trägt dazu bei, die Wett­be­werbs­fä­hig­keit säch­si­scher Unter­nehmen zu stabi­li­sieren, beispiels­weise durch von Design ange­sto­ßene Cross-Inno­va­tionen. Indus­trie und Hand­werk sind wich­tige Nach­frager und Partner für die säch­si­sche Design­wirt­schaft. Und: Design hat auch soziale Verant­wor­tung. Aus diesen Gründen wird der Design­preis 2020 – trotz der Corona-Krise – ausge­lobt.

Die Corona-Krise hat der Digi­ta­li­sie­rung einen enormen Schub verliehen. Für den Säch­si­schen Staats­preis für Design 2020 nutzen wir diese inno­va­tive Chance sehr bewusst, so Martin Dulig. Erst­malig ist der Wett­be­werbs­pro­zess geprägt von digital-virtu­ellen Präsen­ta­tionen sowie einer digi­talen Jury­ar­beit und Leis­tungs­schau. Ein Kurz­film gibt die Botschaften der Corona bedingt abge­sagten Auftakt­ver­an­stal­tung wieder. Gemeinsam mit Jury­mit­glie­dern, Part­ne­rinnen des Staats­preises und Fach­ex­per­tInnen disku­tiert Staats­mi­nister Martin Dulig die Heraus­for­de­rungen von Design im heutigen Zeit­alter und die Beson­der­heiten des Säch­si­schen Staats­preises für Design 2020. Die neue Edition des Staats­preises verfolgt ein zentrales Anliegen: Nach­hal­tig­keit durch Design und Verant­wor­tung für die Zukunft. Im Fokus steht Design als Mittler zwischen Mensch und Gesell­schaft, Wirt­schaft und Umwelt — ökolo­gisch, ökono­misch und sozial.

WETT­BE­WERBS­KA­TE­GO­RIEN
Gesucht werden zukunfts­wei­sende, einzig­ar­tige, inter­kul­tu­rell sensible, gender­ge­rechte, klare, verständ­liche und funk­tio­nale Design­lö­sungen in den Wett­be­werbs­ka­te­go­rien:

  • Kate­gorie 1: Produkt­de­sign im Indus­trie­gü­ter­be­reich,
  • Kate­gorie 2: Produkt­de­sign im Konsum­gü­ter­be­reich,
  • Kate­gorie 3: Kommu­ni­ka­ti­ons­de­sign,
  • Kate­gorie 4: Design im Hand­werk,
  • Nach­wuchs­de­sign und
  • Sonder­preis „Design macht Arbeits­schutz attraktiv“.

„Um die hohe Qualität junger Designer*innen in Sachsen zu zeigen und nach­haltig zu stärken, legen wir beson­deres Augen­merk auf das Nach­wuchs­de­sign. Wir wollen krea­tive Wirt­schafts­im­pulse für unsere Region bereits im Entstehen fördern“, so Martin Dulig.

SONDER­PREIS
Einzig­artig in Deutsch­land ist der Sonder­preis „Design macht Arbeits­schutz attraktiv“. Erst­malig werden Designs im Arbeits­schutz als Motor für gute und gesunde Arbeit prämiert. 

„Der Sonder­preis ist bedeu­tend, da unsere Wirt­schafts­kraft, Inno­va­tionen und der Erhalt des gesell­schaft­li­chen Wohl­standes maßgeb­lich davon abhängen, dass wir gesunde, moti­vierte und leis­tungs­fä­hige Arbeits­kräfte haben. Arbeits- und Gesund­heits­schutz spielen hierbei eine entschei­dende Rolle. Es kommt auf die Gestal­tung sicherer und gesund­heits­för­der­li­cher sowie alterns­ge­rechter Arbeits­be­din­gungen an. Die Corona-Pandemie zeigt eindrück­lich die Bedeu­tung eines gut funk­tio­nie­renden Arbeits­schutzes. Beein­dru­ckend sind die vielen krea­tiven Lösungen, die Betriebe zum Schutz ihrer Beschäf­tigten finden. Manche Produkt­neu­heiten sind in kürzester Zeit reali­siert und zur Verfü­gung gestellt worden. Arbeits­schutz ist ein gemein­schaft­li­ches Anliegen. Das wird in diesen Tagen so deut­lich wie kaum zuvor“, betont Martin Dulig. 

Deshalb: Design im Arbeits­schutz kann hervor­ra­gende Rahmen­be­din­gungen für sichere Arbeit bieten. 

Als Anre­gung zur Gestal­tung eines für Unter­nehmen attrak­tiven Arbeits­schutzes in Sachsen werden bundes­weite Einrei­chungen in allen arbeits­schutz­re­le­vanten Berei­chen gesucht. 

Das Spek­trum an Design­leis­tungen ist hier sehr breit. Es reicht von tech­ni­schen Texti­lien, persön­li­chen Schutz­aus­rüs­tungen, Arbeits­klei­dung, Arbeits­platz­ge­stal­tung über ergo­no­mi­sche Büro­aus­stat­tungen und andere Arbeits­mittel bis hin zu Schutz­vor­rich­tungen im Bereich Indus­trie­de­sign. Gesucht werden außerdem krea­tive Kampa­gnen aus dem Bereich Kommu­ni­ka­ti­ons­de­sign, die z. B. zu spezi­ellen Arbeits­schutz­themen aufklären oder auf Gefahren am Arbeits­platz hinweisen. 

TEIL­NAH­ME­BE­DIN­GUNGEN
Die Teil­nahme am Säch­si­schen Staats­preis für Design ist gebüh­ren­frei. „Durch die nicht­kom­mer­zi­elle Ausrich­tung fördern wir die Chan­cen­gleich­heit unter poten­zi­ellen Bewer­bern“, betont Martin Dulig. 

In den Kate­go­rien 1 bis 4 sind ausschließ­lich säch­si­sche Designs zuge­lassen. Der schöp­fe­ri­sche Akt des Designs muss seinen Ursprung über­wie­gend im Frei­staat Sachsen haben, das wirtschaftliche/berufliche Tätig­keits­feld von Auftraggeber*in bzw. Hersteller kann welt­weit verortet sein. 

Nachwuchsdesigner*innen bewerben sich mit markt­fä­higen Designs, Gestal­tungs­ent­würfen oder Proto­typen in den Kate­go­rien 1 bis 4. 

Für den Sonder­preis sind Design­leis­tungen aus dem gesamten Bundes­ge­biet zuge­lassen, um die Besten in diesem Bereich nach Sachsen zu holen. 

Die mit elf hoch­ka­rä­tigen Persön­lich­keiten besetzte Jury des Design­preises bewertet alle zuge­las­senen Einrei­chungen in einem zwei­stu­figen Jury­ver­fahren. 

JURY

  • Prof. em. Dr. Uta Brandes, Geschäfts­füh­rerin Bera­tungs­agentur Be design 
  • Björn-Hendrik Duphorn, Vize­prä­si­dent Unter­neh­mer­ver­band Sachsen e.V., Geschäfts­führer Messe­pro­jekt GmbH und INUMA GmbH
  • Thomas Geisler, Staat­liche Kunst­samm­lungen Dresden, Direktor Kunst­ge­wer­be­mu­seum Schloss Pill­nitz
  • Steve Haus­wald, Leipzig School of Design, Geschäfts­lei­tung
  • Prof. Fons Hick­mann, Kommu­ni­ka­ti­ons­de­si­gner und Professor für Visu­elle Kommu­ni­ka­tion, Univer­sität der Künste Berlin
  • Prof. Katrin Hinz, Dekanin im Fach­be­reich Gestal­tung und Kultur, Hoch­schule für Technik und Wirt­schaft Berlin
  • Johannes Hünig, Design-Jour­na­list
  • Barbara Preißner, Deut­sches Patent und Markenamt, Leiterin der Haupt­ab­tei­lung — Marken und Designs
  • Prof. Jacob Strobel, Dekan der Fakultät für Ange­wandte Kunst Schnee­berg, West­säch­si­sche Hoch­schule Zwickau

und als bera­tende Jury­mit­glieder für den Sonder­preis: 

  • Dr. Frank Ditt­rich, TU Chem­nitz, Leiter des Kompe­tenz­zen­trums Usabi­lity für den Mittel­stand der Professur Arbeits­wis­sen­schaft und Inno­va­ti­ons­ma­nage­ment 
  • Nicole Gott­schalk, QUASi-Gott­schalk, Sicher­heits­fach­kraft, Strah­len­schutz- und Stör­fall­be­auf­tragte, Umwelt‑, Energie‑, Quali­täts­ma­nage­ment­be­auf­tragte.

Die Nomi­nierten für den Säch­si­schen Staats­preis für Design 2020 werden diesmal in digi­talen Jury­sit­zungen ausge­wählt. Die Jury entscheidet in einem zwei­stu­figen nicht­öf­fent­li­chen Auswahl­ver­fahren über die Nomi­nie­rungen. 

Im Januar 2021 wird der digi­tale Abstim­mungs­pro­zess der Jury abge­schlossen. Alle zum Wett­be­werb zuge­las­senen Design­leis­tungen sind dann als digital begeh­bare Leis­tungs­schau öffent­lich zu bestaunen. 

PREIS­VER­LEI­HUNG
Die feier­liche Preis­ver­lei­hung findet im März/April 2021 statt. Beglei­tend zur Preis­ver­lei­hung werden alle Preisträger*innen und Nomi­nierten in der Wander­aus­stel­lung „Säch­si­scher Staats­preis für Design 2020“ präsen­tiert. Diese Ausstel­lung wird voraus­sicht­lich in der Zeit von April bis Dezember 2021 inner­halb und außer­halb des Frei­staates Sachsen gezeigt. Die Ausstel­lungs­reihe bietet den Preisträger*innen und Nomi­nierten nicht nur die Gele­gen­heit, ihre prämierten Leis­tungen einem großen Inter­es­sen­ten­kreis zu präsen­tieren, sondern auch zum Netz­werken, zur Kommu­ni­ka­tion mit Fach­be­su­chern und zum bran­chen­über­grei­fenden Austausch. 

Im Katalog zum Säch­si­schen Staats­preis für Design 2020 werden die Preisträger*innen und Nomi­nierten sowie deren Einrei­chungen detail­liert darge­stellt. 

Die Wett­be­werbs­be­din­gungen wurden im Säch­si­schen Amts­blatt vom 11. Juni 2020 und unter www.designpreis.sachsen.de veröf­fent­licht. Bewerber*innen steht die Online-Bewer­bungs­platt­form bis 30. September 2020 offen. Nähere Infor­ma­tionen finden Sie auch auf Face­book.

Staats­mi­nister Martin Dulig verleiht den Säch­si­schen Staats­preis für Design 2020 im Früh­jahr 2021.

KONTAKT
Rück­fragen zu Bewer­bung beant­wortet das Team des Staats­preises für Design: E‑Mail an designpreis2020@smwa.sachsen.de oder mobile Hotline 0176–38139803.