Nach der Öffnung der Museen, Biblio­theken, Ausstel­lungen und Gale­rien, dürfen seit  Freitag, dem 15. Mai 2020 in Sachsen weitere Kultur­be­reiche öffnen. Dazu gehören Kinos, Theater, Musik­theater, Konzert­häuser, Konzert­ver­an­stal­tungs­orte (ausge­nommen Clubs), Opern­häuser, Lite­ra­tur­häuser, Tagungs- und Konfe­renz­stätten, Klein­kunst­bühnen, Einrich­tungen der Sozio­kultur, Hand­werks­be­triebe und Tanz- und Musik­schulen. Die Neue­rungen sind in der Säch­si­schen Corona-Schutz-Verord­nung vom 12.05.2020 zusam­men­ge­fasst. Die Details zu den Hygie­ne­re­geln sind in der Allge­mein­ver­fü­gung vom 12.05.2020 erfasst. Auch Krea­tive mit Laden­ge­schäften oder Gastro­be­trieb und aus dem Kunst­hand­werk finden hier Hinweise, unter welchen Auflagen sie ihrer Tätig­keit nach­gehen können.

Musik­clubs dürfen ab 30.06.2020 wieder öffnen, jedoch ohne Tanz.

Groß­ver­an­stal­tungen ab 1.000 Teil­neh­me­rInnen bleiben bis 31.08.2020 unter­sagt.

Hygie­ne­re­geln für Theater, Musik­theater, Kinos, Konzert­häuser, Konzert­ver­an­stal­tungs­orte, Opern­häuser und Frei­zeit- und Vergnü­gungs­parks
Eine Zutritts­be­gren­zung für eine maxi­male Perso­nen­zahl ist umzu­setzen. Die ist so zu wählen, dass das gene­relle Abstands­gebot einge­halten werden kann. Abstands­mar­kie­rungen auf dem Boden sind ggf. als Orien­tie­rung in beson­ders frequen­tierten Berei­chen hilf­reich. Enge Bereiche sind zu vermeiden, ggf. sind sie umzu­ge­stalten. Maßnahmen der Besu­cher­len­kung sollten ergriffen werden.
Inter­ak­tive Konzepte mit zusätz­li­chen Kontakten (Tasten­be­die­nung, Touch­screens, Kopf­hörer usw.) sowie die Nutzung von Audio­guides sind zu vermeiden. (Zulas­sung u. U. nur mit mitge­brachten eigenen oder käuf­lich erwerb­baren perso­nen­be­zo­genen Kopf­hö­rern).
Auf Hinweis­schil­dern/-plakaten sollten alle Hygie­ne­vor­gaben, die in der Einrich­tung gelten, prägnant und über­sicht­lich darge­stellt werden, ggf. unter Verwen­dung von Pikto­grammen.
Für jede Einrich­tung ist ein indi­vi­du­elles Hygi­e­nekon­zept zu erstellen, das sich an den Empfeh­lungen entspre­chender Fach­ver­bände und den konkreten Rahmen­be­din­gungen der Einrich­tung orien­tiert. Das Hygi­e­nekon­zept ist von der zustän­digen kommu­nalen Behörde zu geneh­migen.

Die zustän­digen Behörden sind die jewei­ligen Gesund­heits­ämter. Eine Liste aller Gesund­heits­ämter in Sachsen mit Kontakt­daten findet ihr hier. Sobald die Ämter konkrete Ansprech­partnerInnen für die Einrei­chung der Hygi­e­nekon­zepte benennen, veröf­fent­li­chen wir diese an dieser Stelle.

Das Kulturamt der Landes­haupt­stadt Dresden stellt eine Check­liste für die Erar­bei­tung von Hygi­e­nekon­zepten und einen Hand­zettel mit Hygie­ne­tipps zur Verfü­gung.

Das Kulturamt der Stadt Leipzig hat Hinweise zur Erstel­lung eines Hygi­e­nekon­zepts im Bereich Kunst und Kultur veröf­fent­licht.

Die Service­stelle freie Szene stellt Hinweise, eine Check­liste und Vorlagen zur Verfü­gung.

Hygie­ne­re­geln für Gedenk­stätten, Fach­bi­blio­theken, Biblio­theken, Archive, Museen, Plane­ta­rien, Ausstel­lungen, Gale­rien, Ausstel­lungs­häuser, Ange­bote in Lite­ra­tur­häu­sern und im Zusam­men­hang mit Klein­kunst, Sozio­kultur, Gäste­füh­rung […] und ähnliche Unter­nehmen

Der Betreiber hat durch Zugangs­be­schrän­kungen und orga­ni­sa­to­ri­sche Rege­lungen sicher­zu­stellen, dass der Mindest­ab­stand in allen Berei­chen einge­halten werden kann.
➡ In Abhän­gig­keit von der Größe der Einrich­tung und den räum­li­chen Gege­ben­heiten ist eine Ober­grenze für die Anzahl der zeit­gleich anwe­senden Gäste im Konzept fest­zu­legen, die die Einhal­tung des Mindest­ab­standes gewähr­leistet.
Eine für die Einhal­tung der Regeln verant­wort­liche Person vor Ort ist zu benennen, die bei Kontrollen Auskunft gibt.
Enge Bereiche sind so umzu­ge­stalten oder der Zugang ist so zu beschränken, dass der Mindest­ab­stand einge­halten werden kann.
Es sind Vorkeh­rungen zu treffen, damit sich alle Personen nach Betreten der Gebäude die Hände waschen bzw. desin­fi­zieren.
Inter­ak­tive Aktionen mit zusätz­li­chen Kontakten (Tasten­be­die­nung, Touch­screens usw.) sollten vermieden werden.
Zurück­ge­ge­bene Medien sind ggf. vor erneuter Ausgabe 3 bis 5 T age bei Raum­tem­pe­ratur zwischen­zu­la­gern.
In geschlos­senen Räumen von Gedenk­stätten, Fach­bi­blio­theken, Biblio­theken, Archiven, Museen, Ausstel­lungen, Gale­rien, Ausstel­lungs­häu­sern ist der Mindest­ab­stand einzu­halten ist eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tragen.
In Lite­ra­tur­häu­sern, bei Ange­boten von Klein­kunst, Sozio­kultur sowie bei Gäste­füh­rungen in geschlos­senen Räumen, […] ist der Mindest­ab­stand einzu­halten oder eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tragen.

Für Museen hat die Säch­si­sche Landes­stelle für Muse­ums­wesen umfang­reiche Infor­ma­tionen und Hand­lungs­emp­feh­lungen zusam­men­ge­tragen und stellt u.a. auch Plakate und Hinweis­schilder als Down­load zur Verfü­gung.

Für Musik­schulen gelten über die allge­meinen Vorgaben für Schulen hinaus außerdem diese Regeln:
Der Unter­richt ist nur als Einzel­un­ter­richt oder in Klein­gruppen bis zu vier Personen
gestattet. Unter­richt für Orchester und Chöre ist nicht zulässig.
Bei Blas­in­stru­menten und Sängern ist ein Abstand von 3 Metern einzu­halten.
Bei Blas­in­stru­menten ist das Kondens­wasser aufzu­fangen. Benutzte Einmal­tü­cher sind in reiß­festen Müll­sä­cken zu sammeln und zu entsorgen. Textile Tücher sind nach der Nutzung entspre­chend zu waschen.
Nach der Unter­richts­ein­heit ist gründ­lich zu lüften.

Das Kulturamt Leipzig empfiehlt, dass die Hygi­e­nekon­zepte Ausfüh­rungen zu folgenden Punkten enthalten sollten:

  • Maßnahmen zur Gewähr­leis­tung des Mindest­ab­stands von 1,5 m (auf Bühne, im Zuschau­er­raum, in Proben- und Kurs­räumen, Foyer etc.)
  • Maßnahmen zur Steue­rung und Regle­men­tie­rung des Mitar­bei­ter/-innen­ver­kehrs
  • Maßnahmen zur Steue­rung des Zutritts zur Einrich­tung
  • Maßnahmen zur Steue­rung und Regle­men­tie­rung des Publi­kums­ver­kehrs inner­halb der Einrich­tung
  • Maßnahmen zur Infor­ma­tion des Publi­kums über einzu­hal­tende Regeln
  • Maßnahmen zur Gewähr­leis­tung der Hygie­ne­stan­dards, insbe­son­dere Hand­hy­giene
  • Maßnahmen zur Reini­gung von öffent­lich zugäng­li­chen Räumen (insbe­son­dere Türklinken, Geländer, Garderobenschränke/Schließfächer)
  • Maßnahmen zur Reini­gung von Sani­tär­räumen
  • Maßnahmen zur Lüftung der Räum­lich­keiten
  • Maßnahmen für den Umgang mit Corona-Verdachts­fällen
  • Maßnahmen zum Schutz des eigenen Perso­nals (insbe­son­dere bei Kunden­kon­takt)
  • Unter­wei­sung der Mitar­bei­ter/-innen & ggf. Benen­nung einer für die Einhal­tung der Regeln verant­wort­li­chen Person
  • Maßnahmen zur Orga­ni­sa­tion des Proben- und Auffüh­rungs­be­triebs (Größe der Proben­räume, feste Teams, Verhalten in Umkleide- und Pausen­räumen, Umgang mit Kostümen und in der Maske)

Für die Erstel­lung der Hygie­neschutz­kon­zepte müssen berück­sich­tigt werden:
1. Der SARS-CoV‑2 Arbeits­schutz­stan­dard des Bundes­mi­nis­te­riums für Arbeit und Soziales
2. Die aktu­ellen Praxis­tipps und Hand­lungs­hilfen der Unfall­ver­si­che­rungs­träger

3. Aktu­elle Empfeh­lungen des Robert-Koch-Insti­tuts
4. Weitere Schutz­vor­schriften gemäß der Allge­mein­ver­fü­gung Hygiene des Staats­mi­nis­te­riums für Soziales und Gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt

Bitte erkun­digt Euch auch auf den Webseiten Eurer Fach­ver­bände, ob diese spezi­fi­sche Leit­fäden oder Vorlagen zur Verfü­gung stellen.