Zahl­rei­che Unter­neh­men aus der Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft trifft die rei­hen­wei­se Absa­ge von Ver­an­stal­tun­gen ins Mark. Mit unse­rer aktu­el­len Umfra­ge erfas­sen wir die Umsatz­aus­fäl­le und erhe­ben, was Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schafts­un­ter­neh­men jetzt hel­fen wür­de.

DIESE HILFEN GIBT ES AKTUELL

ZINSFREIE DARLEHEN DES FREISTAATS SACHSEN
Das Säch­si­sche Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um hat ein Son­der­pro­gramm für Selb­stän­di­ge und Kleinst­un­ter­neh­men auf den Weg gebracht: das zins­freie Dar­le­hen muss drei Jah­re lang nicht zurück gezahlt wer­den. Die bank­üb­li­che Boni­täts­prü­fung ent­fällt. Anträ­ge kön­nen ab sofort bei der Säch­si­schen Auf­bau­bank gestellt wer­den. Alle Infos zum Sofort­pro­gramm haben wir hier über­sicht­lich zusam­men­ge­fasst.

ZUSCHÜSSE FÜR SOLOSELBSTÄNDIGE UND KLEINSTUNTERNEHMEN
Solo­selb­stän­di­ge und Kleinst­un­ter­neh­men bis 10 Mit­ar­bei­te­rIn­nen kön­nen ab sofort bei der Säch­si­schen Auf­bau­bank ein­ma­li­ge Zuschüs­se bean­tra­gen, wenn sie durch die Aus­brei­tung der Coro­na-Pan­de­mie wirt­schaft­li­che exis­ten­zi­ell betrof­fen sind. Alle Hin­weis dazu haben hier zusam­men­ge­stellt.

!! WICHTIGE INFORMATION ZUR VERWENDUNG VON ZUSCHUSS UND DARLEHEN !!
Der Bun­des­zu­schuss deckt den Unter­neh­mer­lohn nicht. Dafür gibt es die Grund­si­che­rung (sie­he unter Coro­na-Grund­si­che­rung). Die Finan­zie­rung des Unter­neh­mer­lohns geht im Rah­men des Sach­sen hilft sofort Dar­le­hens­pro­gramms zu bean­tra­gen, wenn die Dar­le­hens­hö­he min­des­tens 5000 Euro beträgt. Grund­sätz­lich ist die Siche­rung des Lebens­un­ter­halts durch die Öff­nung der Grund­si­che­rung gege­ben.

CORONA-GRUNDSICHERUNG: NEUE REGELN IM ALG II
Um aktu­ell den lau­fen­den Lebens­un­ter­halt bestrei­ten zu kön­nen, wur­de aktu­ell eine vor­über­ge­hen­de Neu­aus­rich­tung des ALG II auf den Weg gebracht. Dem­nach könnt Ihr die Grund­si­che­rung bean­tra­gen, ohne dass Ver­mö­gen und Woh­nungs­grö­ße geprüft wer­den. Aus­ga­ben für Mie­te und Hei­zung wer­den in den ers­ten sechs Mona­ten in tat­säch­li­cher Höhe aner­kannt. Man muss erklä­ren, dass kein erheb­li­ches Ver­mö­gen ver­füg­bar ist. Auf den Sei­ten der Bun­des­agen­tur für Arbeit fin­det Ihr die wich­tigs­ten Fra­gen und Ant­wor­ten dazu. Nach Aus­kunft der BA Sach­sen sol­len Erst­an­trä­ge für das “neue” ALG II zunächst form­los bis zum 31.03.20 gestellt wer­den, d.h. nicht unter Ver­wen­dung der For­mu­la­re für das regu­lä­re ALG II und per Fax oder (mit Zeu­gen) in den Haus­brief­kas­ten des für Euch zustän­di­gen Job­cen­ters vor Ort. Eine gute Über­sicht zum The­ma “neu­es” ALG II und Wohn­geld hat Selbst­stän­di­ge in ver.di dazu erar­bei­tet. Bit­te lest auf­merk­sam die­ses Merk­blatt. Das “neue” ALG II ist dann auch mit den Zuschüs­sen des Bun­des für Selb­stän­di­ge und Kleinst­un­ter­neh­men (seit 30.03. bei der SAB bean­trag­bar) kom­bi­nier­bar. Die Neu­re­ge­lung gilt für alle Anträ­ge auf Grund­si­che­rung, die zwi­schen 1. März und bis ein­schließ­lich dem 30. Juni 2020 gestellt wer­den. Für Selb­stän­di­ge gibt es außer­dem eine neue Son­der-Hot­line: 0800 – 4 5555 23.

AUSSETZUNG DER INSOLVENZANTRAGSPFLICHT
Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Jus­tiz und für Ver­brau­cher­schutz berei­tet eine gesetz­li­che Rege­lung zur Aus­set­zung der Insol­venz­an­trags­pflicht vor, um Unter­neh­men zu schüt­zen, die infol­ge der Coro­na-Epi­de­mie in eine finan­zi­el­le Schief­la­ge gera­ten.

AUSSETZUNG UND HERABSETZUNG VON STEUERZAHLUNGEN
Auf Antrag kön­nen lau­fen­de Vor­aus­zah­lun­gen zur Ein­kom­men­steu­er bzw. Kör­per­schaft­steu­er her­ab­ge­setzt oder aus­ge­setzt wer­den. Fäl­li­ge Steu­er­zah­lun­gen las­sen sich stun­den, Säum­nis­zu­schlä­ge kön­nen erlas­sen wer­den. Auf Voll­stre­ckungs­maß­nah­men kann vor­über­ge­hend eben­so ver­zich­tet wer­den. Bit­te wen­det Euch direkt tele­fo­nisch an das für Euch zustän­di­ge Finanz­amt. Wir haben aus dem Netz­werk Rück­mel­dun­gen, dass die Finanz­äm­ter sehr ver­ständ­nis­voll und unbü­ro­kra­tisch reagie­ren und Ihr die Vor­aus­zah­lun­gen tele­fo­nisch mini­mie­ren oder sogar aus­set­zen könnt. Da die Finanz­äm­ter gera­de stark aus­ge­las­tet sind, emp­feh­len wir, die Mit­tei­lung schrift­lich zu machen. Update vom 23.03.2020: Ihr könnt außer­dem alle Umsatz­steu­er-Son­der­vor­aus­zah­lun­gen für das Jahr 2020 nach­träg­lich bis auf Null Euro her­ab­set­zen. Für die schrift­li­che Antrag­stel­lung könnt Ihr die­ses For­mu­lar nut­zen.

KURZARBEITERGELD
Unter­neh­men mit min­des­tens einem/r Mit­ar­bei­te­rIn kön­nen Kurz­ar­bei­ter­geld bean­tra­gen. Beim Kurz­ar­bei­ter­geld über­nimmt die Bun­des­agen­tur für Arbeit 60 Pro­zent des aus­ge­fal­le­nen Net­to­lohns, wenn eine Fir­ma ihre Beschäf­tig­ten in Kurz­ar­beit schickt. Den Arbeit­ge­be­rIn­nen sol­len außer­dem die Sozi­al­bei­trä­ge für die aus­ge­fal­le­nen Arbeits­stun­den erstat­tet wer­den. Arbeit­ge­be­rIn­nen kön­nen Kurz­ar­bei­ter­geld bean­tra­gen, min­des­tens 10% der Beleg­schaft von einem erheb­li­chen Arbeits­aus­fall betrof­fen ist. Die Maß­nah­me soll Unter­neh­men hel­fen, bei ein­ge­bro­che­nem Geschäft Mit­ar­bei­te­rIn­nen zu hal­ten. Ach­tung: Kurz­ar­bei­ter­geld gibt es nicht für gering­fü­gig Beschäf­tig­te! Wei­te­re Infor­ma­tio­nen auf der Web­sei­te der Bun­des­agen­tur für Arbeit

ZINSSUBVENTIONIERTE LIQUIDITÄTSHILFEDARLEHEN
Zins­sub­ven­tio­nier­te Liqui­di­täts­hil­fe­dar­le­hen sind ein­fach gespro­chen Kre­di­te, die dazu die­nen sol­len, Zah­lungs­aus­fäl­le zu über­brü­cken. Zu Zins­sät­zen und Antrags­ver­fah­ren infor­miert die Säch­si­sche Auf­bau­bank unter der neu­en Hot­line für von den Aus­wir­kun­gen des Coro­na­vi­rus betrof­fe­nen Unter­neh­men: 0351 4910–1100.

Das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um ver­weist auf die Ange­bo­te der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW). Die Bean­tra­gung erfolgt hier über die Haus­bank.

NOTFALL-KINDERZUSCHLAG (KiZ)
Der Kin­der­zu­schlag ist eine zusätz­li­che finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für erwerbs­tä­ti­ge Eltern, die genug für sich selbst ver­die­nen, aber bei denen es nicht oder nur knapp reicht, um auch für den gesam­ten Bedarf der Fami­lie auf­zu­kom­men. Der Kin­der­zu­schlag beträgt bis zu 185 Euro monat­lich je Kind und deckt zusam­men mit dem Kin­der­geld den Bedarf eines Kin­des. Fami­li­en, die ab dem 1. April einen Antrag auf den KiZ stel­len, müs­sen nicht mehr das Ein­kom­men der letz­ten sechs Mona­te nach­wei­sen, son­dern nur das des letz­ten Monats vor der Antrag­stel­lung. Die Rege­lun­gen zum Not­fall-KiZ sol­len als Teil eines Sozi­al­schutz-Pake­tes bis zum 29. März in Kraft tre­ten. Gel­ten soll die Rege­lung befris­tet bis zum 30. Sep­tem­ber 2020. Den Antrag stel­len Ihr online auf der Inter­net­sei­te der Fami­li­en­kas­se. Mit dem KiZ-Lot­sen der Fami­li­en­kas­se kön­nen Ihr prü­fen, ob Ihr vor­aus­sicht­lich Anspruch habt.

ENTSCHÄDIGUNG FÜR VERDIENSTAUSFÄLLE WEGEN KINDERBETREUUNG
Die Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen nimmt Anträ­ge auf Ent­schä­di­gung wegen Ver­dienst­aus­fall ent­ge­gen, wenn die Kin­der­be­treu­ungs­ein­rich­tung oder Schu­le wegen der Coro­na-Pan­de­mie geschlos­sen wur­de. Die Ent­schä­di­gung wird gewährt, wenn die Sor­ge­be­rech­tig­ten ihrer Tätig­keit infol­ge der Schlie­ßung nicht wei­ter nach­ge­hen konn­ten und für die Kin­der (bis 12 Jah­re) eine ander­wei­ti­ge zumut­ba­re Betreu­ungs­mög­lich­keit nicht ver­füg­bar ist. Die Ent­schä­di­gung in Höhe von 67 % des Net­to­ein­kom­mens wird für bis zu sechs Wochen gewährt und ist auf einen monat­li­chen Höchst­be­trag von 2.016 Euro begrenzt. Selb­stän­di­ge müs­sen den Antrag als Sor­ge­be­rech­tig­te bei der LDS selbst stel­len.

KONTOKORRENTKREDIT
Ihr könnt bei Eurer Haus­bank außer­dem einen soge­nann­ten Kon­to­kor­rent­kre­dit bean­tra­gen, also einen Kre­dit mit dem Ihr Euer Kon­to über­zie­hen könnt. Bit­te beach­tet jedoch, dass die Zin­sen dafür in der Regel deut­lich über dem all­ge­mei­nen Zins­ni­veau lie­gen. Zu Kon­di­tio­nen und Zins­sät­zen musst Ihr Euch direkt bei Eurer Haus­bank erkun­di­gen.

SOFORTHILFEN
Über die Gesell­schaft zur Ver­wer­tung von Leis­tungs­schutz­rech­ten mbH (GVL) kön­nen Inha­be­rIn­nen eines Wahr­neh­mungs­ver­trags aus der frei­en Sze­ne eine ein­ma­li­ge Sofort­hil­fe in Höhe von 250 Euro bean­tra­gen, wenn sie durch virus­be­ding­te Ver­an­stal­tungs­ab­sa­gen Hono­rar­aus­fäl­le erlit­ten haben. Betrof­fe­ne wen­den sich zur Bean­tra­gung bit­te direkt an die GVL. Ihr könnt Ange­sicht der aktu­el­len Situa­ti­on auch Anträ­ge an den Bei­hil­fe­fonds der VG Wort stel­len. Jour­na­lis­tin­nen kön­nen über das Sozi­al­werk des Deut­schen Jour­na­lis­ten­ver­bands Sach­sen. Das For­mu­lar für die Antrag­stel­lung fin­det Ihr hier. Bit­te beach­tet dabei, dass Ihr bei der Antrag­stel­lung umfang­reich Eure Ein­kom­mens­si­tua­ti­on offen­le­gen müsst, da die Hil­fen in ers­ter Linie sozia­len Här­te­fäl­len zugu­te kom­men sol­len. Ob die Sozi­al­fonds wei­te­rer Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten bei Här­te­fäl­len aus der jet­zi­gen Situa­ti­on auch grei­fen, ver­su­chen wir im Moment her­aus­zu­fin­den. Die VG Bild­kunst bringt in Kür­ze so vie­le Aus­schüt­tun­gen wie mög­lich auf den Weg. Ein­ma­li­ge Son­der­zah­lun­gen über das Sozi­al­werk wer­den momen­tan geprüft. Die GEMA bringt Unter­stüt­zung für Mit­glie­der und Kun­den auf den Weg. Der „Coro­na-Hilfs­fonds“ stellt finan­zi­el­le Über­gangs­hil­fen für indi­vi­du­el­le Här­te­fäl­le im Rah­men der sozia­len und kul­tu­rel­len För­de­rung bereit. Die Genos­sen­schaft Deut­scher Büh­nen­an­ge­hö­ri­ger stellt einen Hil­fe­topf über 50.000 EUR für alle frei­en Mit­ar­bei­te­rIn­nen zur Ver­fü­gung. Gezahlt wer­den 500€ Sofort-Aus­fall-Aus­gleichs­zah­lung pro Per­son.

ZAHLUNG VON BEITRÄGEN ZU SOZIALVERSICHERUNG
Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge von Arbeit­ge­bern kön­nen nach § 76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV gestun­det wer­den. Ansprech­part­ner sind die jewei­li­gen Kran­ken­kas­sen, bei denen die Arbeitnehmer*innen ver­si­chert sind.

Als Selb­stän­di­ge könnt Ihr Euch bei Eurer Kran­ken­kas­se erkun­di­gen und dar­um bit­ten, auf­grund der wesent­lich gerin­ge­ren Umsatz­pro­gno­se Eure Bei­trä­ge auf den Min­dest­bei­trags­satz her­ab­zu­set­zen.

Künst­le­rIn­nen und Publi­zis­tIn­nen, die in der Künst­ler­so­zi­al­kas­se (KSK) ver­si­chert sind, kön­nen jedoch eine Ände­rungs­mit­tei­lung dar­über machen, dass sich ihr Arbeits­ein­kom­men ändert. Das For­mu­lar fin­det Ihr hier. Aus dem Netz­werk haben wir den Hin­weis, dass es rat­sam ist, das geschätz­te Jah­res­ein­kom­men mit dem jähr­li­chen Min­dest­ein­kom­men von 3.900 EUR anzu­ge­ben. Zwar wirkt sich dies erst im über­nächs­ten Monat ab, umso wich­ti­ger ist es, dass ihr hier jetzt schnell seid, damit der redu­zier­te Bei­trag nicht erst im Monat drauf wirk­sam wird. Offen­bar soll ein Son­der­pro­gramm für frei­be­ruf­li­che Künst­le­rIn­nen auf den Weg gebracht wer­den. Die Infor­ma­tio­nen dazu wird die KSK ver­öf­fent­li­chen.

Als KSA-abga­be­pflich­ti­ges Unter­neh­men könnt ihr ver­su­chen, bei der Künst­ler­so­zi­al­kas­se eine Stun­dung von Zah­lun­gen der Künst­ler­so­zi­al­ab­ga­be zu erwir­ken.

ENTSCHÄDIGUNG BEI VERDIENSTAUSFALL DURCH QUARANTÄNE
Wer auf Grund des Coro­na­vi­rus offi­zi­ell unter Qua­ran­tä­ne gestellt wird, einem Tätig­keits­ver­bot unter­liegt und dadurch einen Ver­dienst­aus­fall erlei­det, kann über die Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen eine Ent­schä­di­gung bean­tra­gen. Nach dem Infek­ti­ons­schutz­ge­setz erhal­ten auch Selbst­stän­di­ge und Frei­be­ruf­le­rIn­nen den Ver­dienst­aus­fall ersetzt. Grund­la­ge der Berech­nung der Ent­schä­di­gung ist der letz­te vor­lie­gen­de Ein­kom­mens­steu­er­be­scheid. Die Anträ­ge sind inner­halb einer Frist von drei Mona­ten nach Tätig­keits­un­ter­bre­chung oder dem Ende der Qua­ran­tä­ne bei der Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen zu stel­len. Den Antrag auf Ent­schä­di­gung nach § 56 Infek­ti­ons­schutz­ge­setz für Selb­stän­di­ge fin­det ihr hier. Bei einer Exis­tenz­ge­fähr­dung kön­nen Mehr­auf­wen­dun­gen bean­tragt wer­den. Falls Ihr als Selb­stän­di­ge nicht gesetz­lich kranken‑, ren­ten- und pfle­ge­ver­si­chert seid, habt Ihr Anspruch auf Erstat­tung ihrer Auf­wen­dun­gen für sozia­le Siche­rung in ange­mes­se­nem Umfang. Zwin­gen­de Vor­rau­set­zung für eine Ent­schä­di­gung ist, dass durch ein Gesund­heits­amt das Tätig­keits­ver­bot bzw. eine Qua­ran­tä­ne ange­ord­net wur­de.

AUSFALLHONORARE
Ob Ihr vom Auf­trag­ge­ber ein Aus­fall­ho­no­rar bekommt, hängt von Euren indi­vi­du­el­len Ver­trags­be­din­gun­gen ab. Auch münd­lich oder per SMS/WhatsApp geschlos­se­ne Ver­ein­ba­run­gen sind wirk­sam. Ach­tet beim Abschluss neu­er Ver­trä­ge dar­auf, dass es Rege­lun­gen über Aus­fall­ho­no­ra­re gibt. Habt Ihr in einem Pro­jekt bereits Teil­leis­tun­gen erbracht, habt Ihr zumin­dest antei­lig Anspruch auf das Hono­rar.

FÖRDERMITTEL FÜR LAUFENDE PROJEKTE
Ihr setzt gera­de mit Hil­fe von För­der­mit­teln ein Pro­jekt um und müsst Ver­an­stal­tun­gen und/oder Rei­sen absa­gen? Wie sich das auf die Abrech­nung der För­der­mit­tel aus­wirkt, dazu gibt kei­ne all­ge­mein­gül­tig Rege­lung. Wir gehen davon aus, dass die för­dern­den Stel­len die Pro­jekt­trä­ger in Kür­ze indi­vi­du­ell infor­mie­ren wer­den. Eine gan­ze Rei­he von För­der­mit­tel­ge­bern hat bereits ange­kün­digt, dass sie auf Rück­zah­lun­gen auf­grund nicht rea­li­sier­ba­rer Ver­an­stal­tun­gen und Pro­jekt­ak­ti­vi­tä­ten ver­zich­ten wer­den.

WOHNGELD BEANTRAGEN
Mit dem Wohn­geld soll Haus­hal­ten gehol­fen wer­den, deren Ein­kom­men nicht aus­reicht, um die Kos­ten einer ange­mes­se­nen Woh­nung zu tra­gen. Wohn­geld kön­nen Mieter­haus­hal­te und Haus­hal­te, die im selbst genutz­ten Wohn­ei­gen­tum leben, auf Antrag erhal­ten. Der Anspruch auf Wohn­geld und des­sen Höhe hängt von drei Fak­to­ren ab: Der Zahl der Haus­halts­mit­glie­der, der Höhe des Gesamt­ein­kom­mens der Haus­halts­mit­glie­der und der Höhe der zuschuss­fä­hi­gen Mie­te bzw. Belas­tung. Wohn­geld wird als Miet­zu­schuss oder Las­ten­zu­schuss bei Eigen­tü­mern gewährt. Die Emp­fän­ger ande­rer Sozi­al­leis­tun­gen (z.B. Arbeits­lo­sen­geld II und Sozi­al­geld) sowie die Mit­glie­der aus deren “Bedarfs­ge­mein­schaft” sind vom Wohn­geld aus­ge­schlos­sen, wenn ihre Unter­kunfts­kos­ten bei der Berech­nung der jewei­li­gen Sozi­al­leis­tung berück­sich­tigt wor­den sind. Wohn­geld kann hier bean­tragt und hier berech­net wer­den.

SOFORTHILFEN IN DRESDEN
Das Dresd­ner Sofort­pro­gramm für Kleinst­un­ter­neh­men, Selbst­stän­di­ge und Frei­be­ruf­le­rIn­nen wird als nicht­rück­zahl­ba­rer Zuschuss in Form einer Pau­scha­le in Höhe von 1 000 Euro gewährt. Anträ­ge kön­nen ab sofort hier gestellt wer­den. Die Beschei­dung kann aber erst nach der Ent­schei­dung des Stadt­ra­tes am 26. März 2020 erfol­gen.

Wir infor­mie­ren Euch sofort, sobald es wei­te­re Hil­fen geben soll­te.

AUSSETZUNG DER GEWERBESTEUER IN LEIPZIG
Leip­zigs Käm­me­rer hat den Zahl­ter­min 15. Mai 2020 für die Gewer­be­steu­er aus­ge­setzt. Das bedeu­tet, dass im Mai kei­ne fäl­li­gen Gewer­be­steu­ern von der Stadt abge­bucht wer­den und auch kei­ne Über­wei­sun­gen not­wen­dig sind. Der nächs­te Ter­min bleibt vor­erst der 15. August 2020. Dafür brau­chen kei­ne indi­vi­du­el­len Anträ­ge gestellt wer­den. Dar­über hin­aus kön­nen Anträ­ge auf Stun­dung der Gewer­be­steu­er bis zum 31. Dezem­ber 2020 form­los und ver­ein­facht per Fax (0341 123‑3025) oder per E‑Mail (amt20_steuern@leipzig.de) an die Stadt­käm­me­rei (Abtei­lung Steu­ern) gestellt wer­den. Eben­so kann im Ein­zel­fall die Stun­dung der Grund­steu­er und der Ver­gnü­gungs­steu­er bean­tragt wer­den.

BRANCHENSPEZIFISCHE HILFEN

KRISENBERATUNG FÜR KULTUR- UND KREATIVSCHAFFENDE

Ruft uns an! Für Solo­selb­stän­di­ge und Unter­neh­men der Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft, die von den Aus­wir­kun­gen des Coro­na­vi­rus betrof­fen sind, bie­ten wir ab sofort ziel­ge­rich­te­te Hil­fe­stel­lung an! Wir bera­ten Euch indi­vi­du­ell per Tele­fon oder Video­call! Jetzt Ter­min ver­ein­ba­ren.

Hier gehts zur Lis­te der Coro­na-Hot­lines für Krea­ti­ve in ganz Deutsch­land des Netz­werks Pro­mo­ting Crea­ti­ve Indus­tries.

WEITERE INFORMATIONEN

INFORMATIONEN VON VERBÄNDEN UND INITIATIVEN

DAS TUT SICH MOMENTAN

DAS TUT SICH MOMENTAN
Eine aus Leip­zig initi­ier­te Peti­ti­on hat bereits über 270.000 Unter­schrif­ten für finan­zi­el­le Hil­fen für Frei­be­ruf­le­rIn­nen und Künst­le­rIn­nen wäh­rend des “Coro­na-Shut­downs” gesam­melt.
Die Kam­pa­gne #dont­stop­crea­ti­vi­ty macht die unmit­tel­ba­ren wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen von Coro­na auf die Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft sicht­bar und kom­mu­ni­ziert kon­kre­te Unter­stüt­zungs-bedar­fe.
Wir gestal­ten Dres­den ruft zur gemeins-amen Spen­den­ak­ti­on für Dresd­ner Kul­tur- und Krea­tiv­schaf­fen­de auf, die durch die Aus­wir­kun­gen des Coro­na­vi­rus durch die mas­si­ven Umsatz­ein­bu­ßen vor exis­tenz-bedro­hen­den Bedin­gun­gen ste­hen.
Wöchent­lich fin­den Webi­na­re von IHK, CWE, DGB, HWK und Bun­des­agen­tur für Arbeit für Chem­nit­zer Unter­neh­me­rIn­nen und Free­lan­ce­rIn­nen statt, die aktu­ell wirt­schaft­lich von der Coro­na-Pan­de­mie betrof­fen sind.
Der Bran­chen­ver­band Krea­ti­ves Leip­zig bün­delt und aktua­li­siert Infor­ma­tio­nen und  Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten zu Aus­wir­kun­gen des Coro­na­vi­rus für die Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft in Leip­zig und Regi­on.
Das säch­si­sche Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um infor­miert Unter­neh­men, Arbeit­ge­be­rIn­nen und Arbeit­neh­me­rIn­nen auf einer Son­der­sei­te über Hil­fen und Ansprech­part­ne­rIn­nen.
Die säch­si­sche Staats­re­gie­rung bün­delt alle Infor­ma­tio­nen zur aktu­el­len Lage und Ansprech­part­ner in Sach­sen gebün­delt auf einer Son­der­sei­te.

SO GEHT ES WEITER

WAS WIR MOMENTAN TUN
Wir sam­meln Eure wirt­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen und Bedar­fe, die durch den Coro­na­vi­rus ent­stan­den sind in unse­rer lau­fen­den Umfra­ge und geben die­se an die Lan­des- und Bun­des­re­gie­rung wei­ter. Die Mit­tei­lung mit aktua­li­sier­ten Ergeb­nis­sen aus der bun­des­wei­ten Umfra­ge fin­det Ihr hier.

Außer­dem ste­hen wir in enger Abstim­mung mit dem Säch­si­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um, haben eine ers­te Ein­schät­zung zu den Aus­wir­kun­gen des Coro­na­vi­rus auf die Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft abge­ge­ben und infor­mie­ren das Minis­te­ri­um in Form eines täg­li­chen Lage­be­richts.

Par­al­lel stim­men wir uns mit den Kol­le­gIn­nen aus dem Netz­werk der För­der­ein­rich­tun­gen für die Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft und dem Bun­des­ver­band KREATIVE DEUTSCHLAND und natür­lich unse­ren Trä­ger­ver­bän­den Krea­ti­ves Chem­nitzWir gestal­ten Dres­den und Krea­ti­ves Leip­zig ab.