Wir haben es schon im Sommer ange­kün­digt. Nun ist die erste Ausschrei­bung vom neuen Inno­va­ti­ons­pro­gramm für Geschäfts­mo­delle und Pionier­lö­sungen (IGP) des Bundes­mi­nis­te­riums für Wirt­schaft und Energie raus. Gefragt sind Ideen für digi­tale und daten­ge­trie­bene Geschäfts­mo­delle und Pionier­lö­sungen.

Dazu gehören unter anderem inno­va­tive Apps für neue Anwen­dungs­be­reiche, neue inter­net­ba­sierte Formen der Kunden­an­sprache, Soft­ware und Platt­formen für neue Formen der Inter­ak­tion und Vernet­zung, umfas­sende markt­ori­en­tierte Konzepte mit starkem Digi­ta­li­sie­rungs­bezug sowie neue Geschäfts­mo­delle und markt­ori­en­tierte Lösungen, die neue Möglich­keiten der Digi­ta­li­sie­rung bzw. Daten­ver­ar­bei­tung nutzen.

Es gibt 3 Projekt­formen, die bezu­schusst werden:

Projekt­form A für klei­nere Inno­va­ti­ons­pro­jekte in der inno­va­tiven Früh­phase mit dem Charakter von Mach­bar­keits­tests. Max. Dauer 12 Monate. Hier richtet sich die Förde­rung nach der Größe der antrag­stel­le­nenden Unter­nehmen, der Zuschuss beträgt max. 70%.

Projekt­form B für komplexe Inno­va­ti­ons­pro­jekte zur Ausrei­fung von Inno­va­tionen samt umfang­rei­chen Markt­tests und Pilo­tie­rung am Markt. Max. Dauer 24 Monate. Auch hier richtet sich die Förde­rung nach der Größe der antrag­stel­le­nenden Unter­nehmen, der Zuschuss beträgt max. 55%.

Quelle: Förder­richt­linie Inno­va­ti­ons­pro­gramm für Geschäfts­mo­delle und Pionier­lö­sungen (IGP) vom 4. Juni 2019

Eine Beson­der­heit: gemein­nüt­zige Unter­nehmen werden mit beson­deren Förder­sätzen von 75 % in Projekt­form A und 70 % in Projekt­form B unter­stützt.

Projekt­form C für Manage­ment­leis­tungen von Inno­va­ti­ons­netz­werken. Die Förde­rung des Manage­ments von Koope­ra­ti­ons­netz­werken ist degressiv gestaf­felt. Von den zuwen­dungs­fä­higen Kosten/Ausgaben werden in der Phase 1 90 % geför­dert. In der Phase 2 werden von Kleinst­un­ter­nehmen 80 %, von kleinen Unter­nehmen 65 % und von mitt­leren Unter­nehmen 50 % der zuwen­dungs­fä­higen Kosten/Ausgaben geför­dert .

Das Verfahren ist zwei­stufig ange­legt.
1. STUFE:
Bis 28. Februar 2020 um 12 Uhr können Vorha­bens­skizzen einge­reicht werden. Die Skizzen müssen ausschließ­lich über die vom Projekt­träger bereit­ge­stellte Platt­form einge­reicht werden. Für die Platt­form bedarf es einer Regis­trie­rung.

Die Richt­linie und weitere Hinweise zur digi­talen Antrag­stel­lung unter
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Innovation/igp.html

Wer sich für das Programm inter­es­siert, kann am 29.01. und am 13.02.2020 jeweils ab 13 Uhr für ca. zwei Stunden an einem Webinar teil­nehmen, in dem das Programm erklärt wird und im Chat auch Rück­fragen gestellt werden können.

Update: Das BMWi hat mit der Ände­rung der Richt­linie zum Programm Hinweise zur Antrag­stel­lung präzi­siert.

2. STUFE:
Einrei­cher beson­ders erfolgs­ver­spre­chender Teil­nah­me­an­träge werden zur Voll­an­trags­stel­lung aufge­for­dert. Die Entschei­dung darüber, wer zum Voll­an­trags­ver­fahren zuge­lassen wird, erfolgt in einem Zeit­raum von etwa fünf Wochen nach dem Ende der Ausschluss­frist für die Einrei­chung der Teil­nah­me­an­träge. Entspre­chende Voll­an­träge sind dann inner­halb von etwa fünf Wochen einzu­rei­chen. Zur Voll­an­trag­stel­lung ist das elek­tro­ni­sche Formu­lar­system easy-Online des Bundes zu nutzen. Der Voll­an­trag sollte in easy-Online elek­tro­nisch signiert werden. Andern­falls muss ergän­zend zur elek­tro­ni­schen Einrei­chung in easy-Online der Voll­an­trag bis spätes­tens 14 Tage nach elek­tro­ni­scher Einrei­chung auch in Papier­form rechts­ver­bind­lich unter­schrieben beim Projekt­träger vorliegen. (Quelle: Bundes­an­zeiger vom 10.01.2020).

Zur Erklä­rung: easyon­line ist das zentrale, elek­tro­ni­sche Förder­portal des Bundes, über das Projekt­an­träge, aber auch Ange­bote für öffent­liche Ausschrei­bungen abge­geben werden können. Der Hinweis auf die elek­tro­ni­sche Signatur ist wichtig. Es gibt mehrere Möglich­keiten, eine elek­tro­ni­sche Signatur zu erwerben. Falls ein Antrag­steller keine Signatur hat, muss der Antrag mit Origi­nal­un­ter­schrift zusätz­lich per Post abge­geben werden.