Die Lausitz steht aktuell im Fokus der natio­nalen Aufmerk­sam­keit. In Hinsicht auf den Struk­tur­wandel, der die Lausitz seit Jahren prägt, werden Begriffe wie Leit­bild­pro­zess, Stra­te­gie­ent­wick­lung und Zukunfts­vi­sion häufig genannt.

Krea­tives Sachsen richtet gemeinsam mit den Unter­neh­me­rIn­nennetzwerken „Neugeister“ (säch­si­sche Lausitz) und “Neopre­neurs” (bran­den­bur­gi­sche Lausitz) den Fokus auf die Macher und Mache­rinnen in der Region richten, die bereits heute erfolg­reich in der Lausitz tätig sind. Im Rahmen der neuen Veran­stal­tungs­reihe Kumm ocke! — Lausitzer reden werden künftig an jedem 3. Donnerstag im Monat an wech­selnden Orten je zwei Lausit­ze­rInnen zu Wort kommen, die von ihrem Leben in der Lausitz berichten.

Bei der Auftakt­ver­an­stal­tung am 20.09.2018 in der Lautech GmbH / Tech­no­lo­gie­park Lauta / Straße der Freund­schaft 92 / Lauta spre­chen:

Frank Lehmann ist seit 2015 Bürger­meister der Stadt Lauta und wird berichten, warum er sich als 36jähriger für den Job als Bürger­meister einer Klein­stadt in Ostsachsen beworben hat und wie sein Arbeits­alltag aussieht. Der junge Mann hat seinen lang­jäh­rigen Vorgänger im Amt abge­löst und inzwi­schen leiden­schaft­lich an einer verbes­serten Außen­wir­kung der Stadt, in der er aufge­wachsen ist, gear­beitet. Wie ihm das gelingt und ob der Beruf des Bürger­meis­ters zu empfehlen ist, ist Thema seines Vortrags.

Heiko Schneider ist gelungen, was zunächst unglaub­lich klingt. Als ausge­bil­deter Elek­tronik­fach­ar­beiter wollte er eigent­lich Sport studieren, was ein Unfall jedoch verhin­derte. Seine zweite Ausbil­dung absol­vierte er im Friseur­hand­werk, um gemeinsam mit seiner Mutter 12 Jahre lang in Lauta zu arbeiten.  Sein ursprüng­li­cher Beruf ließ ihn nie so richtig los, genau wie die Trai­ner­aus­bil­dung im Sport. Und so ist Heiko Schneider in den vergan­genen mehr als 20 Jahren nicht nur als Friseur tätig sondern war immer auch mit Hard- und Soft­ware beschäf­tigt und aktuell als Busi­ness Coach deutsch­land­weit unter­wegs. Sein Unter­nehmen „Haar­Schneider“ in Hoyers­werda  gehört er zu den deutsch­land­weiten Topun­ter­neh­mern seiner Branche und beschäf­tigt über 30 Mitar­beiter auf 400 qm. Wie man ein Friseur­un­ter­nehmen auch in der Lausitz erfolg­reich aufbauen kann — davon und von einigen anderen Dingen wird er an diesem Abend in offener Runde erzählen. Ein Friseur hat ja immer viel zu erzählen.

Das Grün­der­netz­werk Neugeister unter­stützt Unter­neh­me­rInnen und die, die es noch werden wollen, beim Gründen, Bleiben und Wachsen. Güns­tige Mieten, eine gute Verein­bar­keit von Familie und Beruf, schöne Land­schaft mit viel­fäl­tigen Frei­zeit- und Kultur­ange­boten sind nur einige gute Argu­mente in der Region Lausitz zu leben und auch hier zu gründen. Es ist in Zeiten des guten Arbeits­marktes und globalen Möglich­keiten erfor­der­lich, ganz neue Wege zu gehen, um Menschen für eine Unter­neh­mens­grün­dung in unserer Region zu gewinnen. Wir wollen ange­hende Unter­nehmer dabei unter­stützen, andere Gründer sowie junge und gestan­dene Unter­nehmer kennen­zu­lernen, sich mitein­ander zu vernetzen und Koope­ra­tionen aufzu­bauen. Vorbilder schaffen Nach­ahmer, Vernet­zung schafft Koope­ra­tion, stabile Part­ner­schaften bringen Erfolg, Wachstum erzeugt Gewinn.

Wir wollen gemeinsam in der Ober­lau­sitz ein produk­tives Grün­der­klima schaffen, denn die Region ist auf eine leben­dige Unter­neh­mer­land­schaft ange­wiesen, um als attrak­tiver Lebens- und Arbeitsort bestehen zu können. Die Verant­wor­tung denen zu über­tragen, die direkt von der wirt­schaft­li­chen Entwick­lung dieser Region abhängen, macht dieses Netz­werk zu einem von allen Betei­ligten gewollten Nutzwerk.