Aktu­elle Corona-Beschlüsse für Kultur- und Krea­tiv­schaf­fende

CORONA-BESCHLÜSSE

Hilfs­pro­gramme für Kultur- und Krea­tiv­schaf­fende

Für Krea­tive in ganz Sachsen

Wer wird geför­dert?

Der Zuschuss richtet sich an

  • gemein­nützig aner­kannte juris­ti­sche Personen des Privat­rechts,
  • juris­ti­sche Personen des Privat­rechts ohne aner­kannte Gemein­nüt­zig­keit (auch Perso­nen­ge­sell­schaften),
  • Unter­nehmen des Privat­rechts in Form von Perso­nen­ge­sell­schaften,
  • Träger von kleinen und mitt­leren kultu­rellen Spiel­stätten in den Berei­chen Darstel­lende Künste und Musik, die im Haupt­er­werb Einzel­un­ter­nehmer oder selb­stän­dige Ange­hö­rige der Freien Berufe sind, sofern
    • der Betrieb einer kultu­rellen Spiel­stätte ihr haupt­säch­li­cher Unter­neh­mens­zweck ist,
    • die Spiel­stätte mindes­tens 24 kultu­relle Veran­stal­tungen pro Jahr vorweisen kann (Nach­weis anhand des Jahres­pro­gramms 2019),
    • die Veran­stal­tungen allge­mein öffent­lich zugäng­lich sind und
    • die Spiel­stätte maximal 2.000 Besu­cher­plätze (sitzend/stehend) hat.

die satzungs­gemäß als freie Träger in einem der folgenden Bereiche der Förde­rung von Kunst und Kultur tätig sind:

  • Biblio­theken, Lite­ratur
  • Bildende Kunst
  • Darstel­lende Künste
  • Film
  • Heimat- und sons­tige Kultur­pflege, einschließ­lich Festi­vals
  • Kultu­relle Bildung (Kultu­relle Spiel­stätten)
  • Museen, Samm­lungen, Ausstel­lungen
  • Musik
  • Sozio­kultur
  • Zoolo­gi­sche und Bota­ni­sche Gärten, Land­schafts­parks

Frei­be­ruf­le­rInnen sind nicht antrags­be­rech­tigt, es sei denn, es handelt sich um Träger von kleinen und mitt­leren kultu­rellen Spiel­stätten in den Berei­chen Darstel­lende Künste und Musik.

Was wird geför­dert?

  • Mit dem Zuschuss unter­stützt der Frei­staat Sachsen freie Träger im Bereich Kunst und Kultur, die infolge amtli­cher Maßnahmen während der Corona-Pandemie mit Einschrän­kungen konfron­tiert sind, die sich auf die wirt­schaft­liche Leis­tungs­fä­hig­keit dieser Träger auswirken.
  • Ziel ist es, durch den Zuschuss finan­zi­elle Engpässe zu über­brü­cken, die im Verlauf des Jahres 2020 entstehen, und so die Exis­tenz der Träger zu sichern sowie zum Fort­be­stand der viel­fäl­tigen Kultur­land­schaft beizu­tragen.
  • Im Rahmen der Förde­rung können Sie Liqui­di­täts­be­darf geltend machen, der aus unab­weis­baren Einnah­me­aus­fällen (coro­nabe­dingte Minder­ein­nahmen) und/oder notwen­dige zusätz­liche Betriebs­aus­gaben (coro­nabe­dingte Mehr­aus­gaben, z. B. für Hygie­ne­maß­nahmen, digi­tale Ange­bote als Veran­stal­tungs­er­satz) entsteht.

Wie wird geför­dert?

  • Die Höhe des Zuschusses beträgt je nach erklärtem Liqui­di­täts­be­darf bis zu 10.000 Euro jeweils für 2020 und 2021.
  • Können Sie einen höheren Liqui­di­täts­be­darf nach­weisen (Angaben im Antrag), kann der Zuschuss bis zu 50.000 Euro jeweils für 2020 und 2021 betragen.
  • Der Liqui­di­täts­be­darf ergibt sich aus der Summe der coro­nabe­dingten Mehr­aus­gaben und weiteren laufenden Betriebs­aus­gaben. Einnahmen, die zwischen 15. März 2020 und 31. Dezember 2020 bzw. zwischen 1. Januar 2021 und 31. Dezember 2021 entstehen, werden bei der Ermitt­lung des Liqui­di­täts­be­darfs abge­zogen.
  • Leis­tungen Dritter, die der Antrag­steller tatsäch­lich erhalten hat oder bean­spru­chen kann, sind als Einnahmen zu berück­sich­tigen (z. B. Zuschüsse des Landes, Zuschüsse des Bundes einschließ­lich der Über­brü­ckungs­hilfe, Leis­tungen der Kommunen und Kultur­räume, Ansprüche nach dem Infek­ti­ons­schutz­ge­setz, Versi­che­rungs­leis­tungen).
  • Es ist nur möglich, gleich­zeitig mehrere Zuschuss­pro­gramme des Frei­staates Sachsen mit ähnli­cher Ziel­rich­tung in Anspruch zu nehmen, wenn die Summe der Zuschüsse den Bedarf nicht über­steigt (keine Über­kom­pen­sa­tion).

Infos & Anträge: SAB

Unsere Info­ses­sion führt Euch durch den Antrag und beant­wortet die wich­tigsten Fragen.

Antrags­frist: 20. November 2021

Touring Artists konzen­triert sich auf Infor­ma­tionen zu den Folgen der Pandemie für das grenz­über­schrei­tende Arbeiten und bündelt diese Infor­ma­tionen entlang wich­tiger Mobi­li­täts­themen.

Darüber hinaus verweist Touring Artists auf wich­tige News­letter, auf Quellen zu (regio­nalen) Hilfe­maß­nahmen für Künst­le­rInnen und Kultur­schaf­fende, auf Infor­ma­tionen zum Umgang mit Förder­mit­teln sowie auf inter­na­tio­nale Berichte, Initia­tiven und Kampa­gnen im Kunst und Kultur­sektor.

The touring artists HELPDESK SERVICE is in opera­tion to answer inter­na­tional artists’ indi­vi­dual ques­tions also on the current corona situa­tion. As always free of charge — not in person, but via email, tele­phone or skype. Appoint­ments via email: beratung[at]touring-artists.info.

Die Stif­tung stern e.V. vergibt in Koope­ra­tion mit elinor steu­er­freie Sofort­hilfe in Höhe von 1.000 Euro an so genannte ‘Back­stage-Helden’ wie z.B. Roadies, Licht­tech­ni­ke­rInnen, Bühnen­baue­rInnen, Tontech­ni­ke­rInnen, etc.

Aktuell sind 750.000 Euro Spen­den­gelder verfügbar; über die Vergabe entscheidet ein ehren­amt­li­ches Kura­to­rium.

Infos & Anträge: Elinor

Für Krea­tive in Leipzig

Anläss­lich der Pandemie wird das Mittel­stands­för­der­pro­gramm der Leip­ziger Wirt­schafts­för­de­rung um die Maßnahme “Corona-Krise kreativ meis­tern” erwei­tert.

Wer wird geför­dert?

Geför­dert werden können kleinste, kleine und mitt­lere Unter­nehmen mit Sitz oder Betriebs­stätte in Leipzig.

Was wird geför­dert?

Geför­dert werden konkrete Projekte, die Unter­nehmen anstoßen, um unter den beson­deren Bedin­gungen der Corona-Krise arbeits­fähig zu bleiben, wieder zu werden oder neues, weniger krisen­an­fäl­liges Geschäft in Leipzig zu gene­rieren, z. B. durch:

  • Anpas­sung des bestehenden Geschäfts­mo­dells, z. B. durch neue Marketing‑, Vertriebs‑, Beschaf­fungs- und Liefer­wege (Aufbau lokaler und regio­naler Wirt­schafts­kreis­läufe, Digi­ta­li­sie­rung von Prozessen)
  • Entwick­lung neuer krisen­re­sis­tenter Geschäfts­mo­delle
  • tech­ni­sche oder betriebs-orga­ni­sa­to­ri­sche Maßnahmen gegen eine Ausbrei­tung der Infek­tion.

Die Maßnahme muss darauf gerichtet sein, nach­haltig spürbar höhere Umsätze gegen­über dem Status Quo zu gene­rieren. Dies ist im Antrag schlüssig zu beschreiben.

Voraus­set­zungen?

  • Die Umset­zung der Maßnahme erhöht maßgeb­lich die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des antrag­stel­lenden Unter­neh­mens.
  • Mit dem Vorhaben ist noch nicht begonnen worden – es sei denn, dem Antrag­steller wurde durch das Amt für Wirt­schafts­för­de­rung ein förde­run­schäd­li­cher vorzei­tiger Vorha­bens­be­ginn gewährt.
  • Der Mindest­auf­trags­wert darf 1.000 € netto nicht unter­schreiten.
  • Eine Förde­rung in dieser Maßnahme des Mittel­stands­pro­grammes ist nur einmal möglich.
  • Zustim­mung, dass die geför­derte Maßnahme vom Amt für Wirt­schafts­för­de­rung veröf­fent­licht werden darf (www.leipzig.de). Ziel ist eine Verbrei­tung krea­tiver Ideen bei möglichst vielen Unter­nehmen in Leipzig. So können auch Unter­nehmen profi­tieren, die keine finan­zi­elle Förde­rung erhalten. Zusätz­lich steht es Ihnen frei, auch Ihren Unter­neh­mens­namen und Ansprech­partner mit zu veröf­fent­li­chen.
  • Das Vorhaben darf nicht durch Bundes- oder Landes­för­der­pro­gramme förder­fähig sein.
  • Die Förde­rung erfolgt gemäß der De-minimis-Verord­nung. Die Summe der einem Unter­nehmen von staat­li­chen Stellen insge­samt gewährten De-minimis-Beihilfen darf inner­halb des laufenden und der letzten zwei Kalen­der­jahre bis zu EUR 200.000 betragen.

Wie wird geför­dert?

  • max. 80% der zuwen­dungs­fä­higen Ausgaben.
  • Der Förder­satz kann zwischen 50 % (Regel­satz) und 80 % der bean­tragten Projekt­kosten betragen. Das Amt für Wirt­schafts­för­de­rung würdigt:
    • die Wirkung auf regio­nale Wirt­schafts­kreis­läufe, -
    • die erwar­tete Renta­bi­lität des Projektes (Umsatz­wir­kung),
    • die Ausstrah­lungs­wir­kung („Leit­pro­jekt“) auf andere Unter­nehmen.
  • Es kann eine Förder­summe von max. 10.000 € ausge­zahlt werden.

Infos & Anträge: Steck­brief zum Programm

Hilfs­pro­gramme für die einzelnen Teil­märkte

Buch­markt

Unter dem Titel “Neustart Lite­ratur” hat der Deut­sche Lite­ra­tur­fonds ein Programm mit Sonder­maß­nahmen aufge­legt. Die vier Module des Förder­pro­gramms richten sich an Akteu­rinnen und Akteure der Deut­schen Kultur- und Lite­ra­tur­land­schaft.

Modul 1: “Hundert Autoren präsen­tieren ihre Arbeit im Internet

Im Rahmen des Programms „Neustart Kultur“ haben Autorinnen und Autoren, die bereits durch den Deut­schen Lite­ra­tur­fonds geför­dert wurden, die Möglich­keit, für einen selbst erstellten lite­ra­ri­schen Videobei­trag eine Unter­stüt­zung zu erhalten.

Wer wird geför­dert?

  • AutorInnen, die in den vergan­genen 15 Jahren vom Deut­schen Lite­ra­tur­fonds geför­dert wurden.
  • Ange­nommen werden die ersten 100 Bewer­bungen.

Wie wird geför­dert?

  • Honorar von 500 EUR (ggfls. zzgl. MwSt.), das gegen Rech­nungstel­lung direkt ausge­zahlt wird. Weitere Kosten werden nicht erstattet.

Infos & Anträge: Lite­ra­tur­fonds und Förder­richt­linie

Antrags­frist: 31. Dezember 2021

Modul 2: “Tausende lite­ra­ri­sche (Wieder-)Begegnungen mit Autorinnen und Autoren” 

Das Programm zielt in die Breite des Landes, auch in den länd­li­chen Raum, und richtet sich unmit­telbar an alle Insti­tu­tionen und Veran­stal­te­rInnen, z.B. an Biblio­theken und Buch­hand­lungen, Lite­ra­tur­häuser und Lite­ra­tur­büros (insbe­son­dere jene in den klei­neren Städten), Kultur­häuser, Lese­reihen und Lese­bühnen, Museen und Theater, auch lite­ra­ri­sche Programme an Schulen und Hoch­schulen.

Wer wird geför­dert?

  • Antrags­be­rech­tigt sind ausschließ­lich Orga­ni­sa­tionen, die Kultur­ver­an­stal­tungen mit deutsch­spra­chiger Lite­ratur (ausge­nommen Sach­bü­cher und verwandte Genres) planen
  • Geför­dert werden (auch digi­tale) Einzel­ver­an­stal­tungen und Programm­pa­kete. Werden geför­derte Veran­stal­tungen pande­mie­be­dingt abge­sagt, können Ausfall­ho­no­rare gezahlt werden.

Was wird geför­dert?

  • AutorIn­nen­ho­no­rare
  • In begrün­deten Fällen auch Mittel für die in der aktu­ellen Pande­mie­si­tua­tion zur Reali­sie­rung der Veran­stal­tung erfor­der­liche Technik sowie weitere nicht anders finan­zier­bare Sach- oder Hono­rar­kosten, z.B. Aufwen­dungen für Rauman­mie­tungen, Öffent­lich­keits­ar­beit, Aufbau und Support, Mode­ra­tion oder KSK-Gebühren.

Wie wird geför­dert?

  • in Form eines nicht rück­zahl­baren Zuschusses, in der Regel als Fest­be­trags­fi­nan­zie­rung
  • Der maxi­male Förder­be­trag für Programm­pa­kete beträgt 400.000 EUR, für Einzel­ver­an­stal­tungen max 1.000 EUR pro AutorIn (verpflich­tend 500 EUR zzgl. ggf. MwSt. für Honorar, dazu Reise- und Über­nach­tungs­kosten).

Infos & Anträge: Lite­ra­tur­fonds

Antrags­frist: 31. Dezember 2021

Modul 3: “Digi­tales inter­ak­tives Programm für Kinder und Jugend­liche

Kinder- und Jugend­liche bewegen sich beson­ders gern und im wach­senden Maß im Internet. Bei dem digi­talen inter­ak­tiven Programm des Deut­schen Lite­ra­tur­fonds werden Kinder- und Jugend­liche dort abge­holt, wo sie gerne sind, dies verbunden mit für sie inter­es­santen und zugleich gehalt­vollen Inhalten.

Wer wird geför­dert?

  • Biblio­theken und vergleich­bare Einrich­tungen der Lite­ra­tur­ver­mitt­lung und der außer­schu­li­schen Bildungs­ar­beit.

Was wird geför­dert?

  • Projekte zur digi­talen, inter­ak­tiven lite­ra­ri­schen Bildung, wobei dies bewusst offen für viel­fäl­tige, auch ziel­grup­pen­spe­zi­fi­sche Ansätze zu verstehen ist.

Wie wird geför­dert?

  • Vorhaben können bis zu einer Gesamt­höhe von maximal 200.000 EUR als nicht rück­zahl­barer Zuschuss und in der Regel als Fest­be­trags­fi­nan­zie­rung geför­dert werden.
  • Bean­tragt werden können sämt­liche zur Reali­sie­rung des Vorha­bens notwen­digen Kosten.
  • Wenn eine Einrich­tung oder ein Verband ein größeres Projekt mit mehreren betei­ligten Part­nern reali­siert, beispiels­weise in der gemein­samen Entwick­lung digi­taler Ange­bote und ihrer koor­di­nierten Umset­zung, können hierfür auch Orga­ni­sa­ti­ons­kosten bean­tragt werden.

Infos & Anträge: Lite­ra­tur­fonds

Antrags­frist: 31. Dezember 2021

Modul 4: “Hundert neue Stücke für ein großes Publikum” 

Dieses Programm sieht vor, dass die Thea­ter­texte von der jewei­ligen Bühne zur Lektüre auf die thea­ter­ei­gene Website gestellt werden, so dass die Stücke auf diese Weise eigen­ständig für ein brei­teres Publikum, als das im Theater zuge­las­sene, zugäng­lich und rezi­pierbar sind. Dieses Format lässt sich durch z.B. Video- oder Audio­auf­nahmen begleiten, das ist aber keine Voraus­set­zung für die Bewer­bung.

Wer wird geför­dert?

  • deutsch­spra­chige AutorInnen, deren Thea­ter­stücke in den Spiel­zeiten 2019/20 und 2020/21 in deut­scher Sprache zur Premiere kamen und kommen.

Was wird geför­dert?

  • Honorar in Höhe von je 1.000 EUR (ggfls. zzgl. MwSt.) für die jeweilgen Thea­ter­au­torInnen

Wie wird geför­dert?

  • Das Honorar wird gegen Rech­nungstel­lung direkt ausge­zahlt. Weitere Kosten werden nicht erstattet.
  • Die Zusage erfolgt per E‑Mail an die ersten 100 Bewer­be­rInnen, die ihre Unter­lagen voll­ständig und sach­lich korrekt einge­reicht haben.

Infos & Anträge: Lite­ra­tur­fonds

Antrags­frist: 31. Dezember 2021

PROJEKT­FONDS

Der Projekt­fonds im Rahmen des Programms „Neustart Kultur“ unter­stützt Kultur­ein­rich­tungen, aber auch Akteure der freien Szene, die das Über­setzen als Kunst oder auch als soziale Praxis in den Mittel­punkt von Veran­stal­tungen, Work­shops und Initia­tiven stellen. Der Ausbau einer digi­talen Infra­struktur für Veran­stal­tungen und Vermitt­lungs­an­ge­bote mit Fokus Lite­ra­tur­über­set­zung geht damit einher.

Wer wird geför­dert?

  • Antrags­be­rech­tigt sind Kultur­ein­rich­tungen und ‑initia­tiven in Deutsch­land wie Lite­ra­tur­häuser und Theater, Museen und Archive, Kultur­ver­eine und Kultur­zen­tren, Schulen und gemein­nüt­zige Vereine und Gesell­schaften.
  • Eben­falls antrags­be­rech­tigt sind Einzel­per­sonen mit Wohn­sitz in Deutsch­land, die eine ordnungs­ge­mäße Geschäfts­füh­rung gewähr­leisten können und deren Tätig­keit in den letzten zwei Jahren einen kultu­rellen Schwer­punkt hatte (ggf. Nach­weis erfor­der­lich). Bei Anträgen von Einzel­per­sonen ist eine Koope­ra­ti­ons­zu­sage durch eine Einrich­tung wie oben vorzu­legen.
  • Pro Antragsteller·in (Institution/Einzelperson) ist nur eine Förde­rung aus Neustart-Mitteln möglich
  • Antrags­be­ra­tung, Prüfung, Gewäh­rung und Auszah­lung der Förder­mittel erfolgen durch den Deut­schen Über­set­zer­fonds. Grund­lage für die Bewil­li­gung, Auszah­lung und Abrech­nung der Mittel ist ein Zuwen­dungs­ver­trag.

Was wird geför­dert?

  • Projekte, die das Über­setzen von Lite­ratur und das Wirken von Übersetzer·innen in den Mittel­punkt stellen,
  • Aufbau oder Ausbau einer (digi­talen) Infra­struktur für Veran­stal­tungen und Vermitt­lungs­an­ge­bote mit Fokus Lite­ra­tur­über­set­zung (z.B. eine digi­tale Fort­bil­dungs­reihe, für die der Erwerb von Soft- und Hard­ware sowie Hono­rare für Webdesigner·innen, Grafik·innen, Techniker·innen, Moderator·innen und vermit­telnde Über­set­ze­rinnen bean­tragt wird)
  • Entwick­lung inno­va­tiver Konzepte der Vermitt­lung

Wie wird geför­dert?

  • Die maxi­male Förder­höhe aus Neustart-Mitteln beträgt 200.000 €.

Infos & Anträge: Deut­scher Über­set­zer­fonds

Anstrags­frist: 31. Januar 2021 und 30. April 2021

RADIAL-STIPEN­DIEN

Wer wird geför­dert?

In Deutsch­land lebende Über­set­ze­rInnen deutsch­spra­chiger Lite­ratur in jedwede Ziel­sprache können sich um Radial-Arbeits­sti­pen­dien, Radial- Mobi­li­täts­ti­pen­dien oder Radial-Initia­tivsti­pen­dien bewerben. Voraus­set­zung ist, dass die Bewer­be­rInnen sich durch bereits erfolgte Publi­ka­tionen als erfah­rene Über­set­ze­rInnen ausweisen und dass die Über­set­zung der bean­tragten Werke eine anspruchs­volle sprach­liche, lite­ra­ri­sche Gestal­tung in der Ziel­sprache erfor­dert. Geför­dert werden können Über­set­zungen von Prosa, Lyrik, Theater, Kinder- und Jugend­li­te­ratur, Comic, Sach­buch, Essay u.ä.

Wie wird geför­dert?

Die RADIAL-Stipen­dien haben drei Ziel­rich­tungen:

  • Arbeits­sti­pen­dien ermög­li­chen längeres und inten­si­veres Arbeiten an einem Über­set­zungs­pro­jekt mit deut­scher Ausgangs­sprache, für Recherche und Nach­be­ar­bei­tung. Die Höhe vari­iert nach Art und Umfang des zu über­set­zenden Werks.
  • Mobi­li­täts­sti­pen­dien dienen der Recherche, dem Gespräch mit Autor·innen oder der Auffri­schung sprach­li­cher und landes­kund­li­cher Kennt­nisse – in Verbin­dung mit einem bestimmten Über­set­zungs­pro­jekt. Sie können indi­vi­duell gestaltet werden, oder sie werden verbunden mit einem Arbeits­auf­ent­halte in den euro­päi­schen Über­set­zer­zen­tren, die im RE-CIT vernetzt sind (www.re-cit.org, z.B. das Über­setzer-Kolle­gium Straelen, Collège Inter­na­tional des Traduc­teurs Littér­aires in Arles, Baltic Centre for Writers and Trans­la­tors in Visby, Über­set­zer­haus Looren, Lite­ra­ri­sches Collo­quium Berlin) verbunden sein. Diese bieten eine konzen­trierte Arbeits­at­mo­sphäre und den Austausch mit Kolle­ginnen und Kollegen aus aller Welt. Die Stipen­dien werden für zwei- bis vier­wö­chige Aufent­halte vergeben und sind mit 400 Euro/Woche dotiert zuzüg­lich einer Pauschale für die Reise- und Unter­kunfts­kosten
  • Initia­tivsti­pen­dien werden für die Vermitt­lung und Entwick­lung viel­ver­spre­chender, lite­ra­risch hoch­wer­tiger Projekte vergeben, für die noch keine Zusage eines fremd­spra­chigen Verlags besteht, oder für ein persön­li­ches Weiter­bil­dungs­pro­jekt, das in Zusam­men­hang mit der Über­set­zung und Vermitt­lung deutsch­spra­chiger Lite­ratur steht. Sie sind mit 3.000 Euro dotiert.

Infos & Anträge: Deut­scher Über­set­zer­fonds

Antrags­frist: 15. Januar 2021, 15. Mai 2021 und 15. September 2021

EXTENSIV INITIATIV

Wer wird geför­dert?

Das Förder­pro­gramm extensiv initiativ des Deut­schen Über­set­zer­fonds fördert beide Seiten: die Über­set­zerin / den Über­setzer durch ein Stipen­dium, und den Verlag durch die Bezu­schus­sung der Über­set­zungs­kosten und die damit einher­ge­hende Erleich­te­rung der verle­ge­ri­schen Kalku­la­tion.

Was wird geför­dert?

Geför­dert werden können Über­set­zungen aus allen lite­ra­ri­schen Genres (inkl. Kinder- und Jugend­buch, Lyrik, Comic und Graphic Novel, Thea­ter­texte, Sach­buch und Essay) mit hohem Anspruch an die sprach­liche Gestal­tung. Ein Schwer­punkt liegt auf Über­set­zungen aus weniger reprä­sen­tierten Spra­chen, von in Deutsch­land unbe­kannten oder weniger bekannten Autorinnen und Autoren sowie von lite­ra­ri­schen Texten, die über das offen­sicht­lich Markt­gän­gige hinaus­gehen.
Ebenso förder­fähig sind Über­set­zungen deutsch­spra­chiger Lite­ratur in andere Ziel­spra­chen, sofern die Antragsteller·innen ihren Wohn­sitz in der Bundes­re­pu­blik Deutsch­land haben. Hierbei liegt das Augen­merk gene­rell auf Über­set­zungen aus allen oben genannten lite­ra­ri­schen Genres mit Anspruch an die sprach­liche Gestal­tung.

Wie wird geför­dert?

Im Falle einer Förde­rung bezu­schusst der DÜF das mit dem Verlag verein­barte Honorar bis zur vollen Höhe des Grund­ho­no­rars (netto), zuzüg­lich eines von der Jury fest­zu­le­genden Stipen­di­en­be­trags. Die Auszah­lung erfolgt grund­sätz­lich nur an die Über­set­zerin / den Über­setzer direkt und nur, wenn ein gültiger Verlags­ver­trag vorliegt bzw. einge­reicht wird, sofern die Bewer­bung mit einem Vertrags­ent­wurf erfolgte. Die Förder­gelder sind ausschließ­lich für die Über­set­zerin oder den Über­setzer bestimmt. Der Deut­sche Über­set­zer­fonds ist weder Auftrag­geber noch Leis­tungs­emp­fänger des für den Verlag geschaf­fenen Werks.

Infos & Anträge: Deut­scher Über­set­zer­fonds

Antrags­frist: 15. Februar 2021, 15. Juni 2021.

Förde­rung alter­na­tiver, auch digi­taler Ange­bote, Förde­rung digi­taler Vertriebs­an­ge­bote von Buch­hand­lungen
Wer wird geför­dert?
  • kleine und mitt­lere Buch­hand­lungen (max. 2 Mio. Euro Umsatz im letzten Geschäfts­jahr) mit Sitz oder Nieder­las­sung in Deutsch­land, deren Gesamt­um­satz sich zu mind. 50 % aus dem Verkauf von Büchern zusam­men­setzt
Was wird geför­dert?
  • Digi­ta­li­sie­rung ihrer Vertriebs­wege, u.a.:
    • die Erstel­lung oder Aktua­li­sie­rung von indi­vi­du­ellen Webshops, Webseiten, Social-Media-Accounts, News­let­tern oder Apps sowie die Teil­nahme an entspre­chenden Schu­lungen
    • die Anschaf­fung zeit­ge­mäßer Hard­ware: PCs, Note­books, Tablets, Head­sets oder Webcams sowie Schu­lungen im Bereich EDV/IT
    • die Erstel­lung profes­sio­neller digi­taler Werbe­ma­te­ria­lien (z. B. Image­filme)
    • Bera­tungs­leis­tungen
  • Es ist eine Bestä­ti­gung erfor­der­lich, dass die geför­derte Maßnahme ohne die Förder­mittel nicht, oder jeden­falls nicht zeitnah, d.h. bis zum 31.10.2021, finan­ziert werden könnte.
Wie wird geför­dert?
  • Einma­liger, projekt­be­zo­gener Zuschuss über bis zu 80 Prozent der Gesamt­aus­gaben (Fest­be­trags­fi­nan­zie­rung). Die Mindest­för­der­höhe liegt bei 1.500 EUR, die maxi­male Förder­höhe beträgt 7.500 EUR.
  • Pro Buch­hand­lung kann nur ein Antrag gestellt werden.
  • Eine Kumu­lie­rung mit anderen Förder­pro­grammen, die denselben Zweck verfolgen, ist nicht möglich.

Infos & Anträge: Börsen­verein

Antrags­frist: 30. April 2021

Wer wird geför­dert?
  • Buch­ver­lage mit Sitz oder Nieder­las­sung in Deutsch­land, die in den letzten zwei Jahren pro Jahr mindes­tens drei Titel verschie­dener AutorInnen publi­ziert haben und nicht über­wie­gend öffent­lich finan­ziert oder recht­lich, tatsäch­lich oder wirt­schaft­lich von anderen Insti­tu­tionen abhängig sind.
  • Nicht förder­fähig sind Verlage, deren Programm ausschließ­lich Peri­odika, Lexika, Regis­ter­pro­duk­tionen (Adress­bü­cher, Formu­lar­bü­cher etc.), Werbe­ka­ta­loge, Plakate, Land‑, Post- und andere Karten oder persön­liche Publi­ka­tionen der Verlegerin/des Verle­gers (reine Selbst­ver­lage) umfasst.
Was wird geför­dert?
  • Druck­kosten, z.B. Papier, Druck inkl. Einrich­tungs­kosten und Farbe, buch­bin­de­ri­sche Verar­bei­tung und Bereit­stel­lung bei gedruckten Büchern und Hörbü­chern (Book­lets)
  • Produk­ti­ons­kosten für gedruckte Bücher, Ebooks, Kalender: Kosten externer Dienst­leister, die für die Herstel­lung eines Buches anfallen, z.B. Satz und Litho­gra­phie, Lektorat und Korrek­torat, Illus­tra­tion und Layout, soweit der/die Urhe­berIn der gestal­tenden Elemente nicht gleich­zeitig AutorIn des Buches ist (AutorIn­nen­ho­no­rare sind nicht förder­fähig).
  • Produk­ti­ons­kosten für Hörbü­cher: Studio­miete und ‑technik, Spre­che­rIn­nen­ho­no­rare, Lektorat sowie die Kosten für Erstel­lung von Booklet und Verpa­ckung
  • Es ist eine Bestä­ti­gung erfor­der­lich, dass die geför­derte Maßnahme ohne die Förder­mittel nicht, oder jeden­falls nicht zeitnah, d.h. bis zum 31. Oktober 2021, finan­ziert werden könnte.
Wie wird geför­dert?
  • Einma­liger, projekt­be­zo­gener Zuschuss über bis zu 70 Prozent der Gesamt­aus­gaben (Fest­be­trags­fi­nan­zie­rung). Die Mindest­för­der­höhe liegt bei 2.500 EUR, die maxi­male Förder­höhe beträgt 10.000 EUR (siehe Punkt 4.2 und 4.3 der Förder­grund­sätze).
  • Pro Verlag kann nur ein Antrag für einen Buch­titel gestellt werden, bei verbun­denen Unter­nehmen maximal 2 Anträge für 2 Buch­titel.
  • Eine Kumu­lie­rung mit anderen Förder­pro­grammen, die denselben Zweck verfolgen, ist nicht möglich.

Infos & Anträge: Börsen­verein

Antrags­frist: 30. April 2021

Mit dem Förder­pro­gramm „Wissens­Wandel“ unter­stützt der Deut­sche Biblio­theks­ver­band Biblio­theken und Archive ab November 2020 bei ihrer digi­talen Weiter­ent­wick­lung.

Wer wird geför­dert?
  • Bewerben können sich öffent­lich zugäng­liche Biblio­theken und Archive in kommu­naler, kirch­li­cher, freier oder sons­tiger nicht­staat­li­cher Träger­schaft sowie Orga­ni­sa­tionen, die im Biblio­theks- und Archiv­be­reich für die Aus- und Fort­bil­dung zuständig sind.
  • In den Stadt­staaten sind Bezirks­bi­blio­theken, auch wenn sie vom Land finan­ziert werden, antrags­be­rech­tigt.
Was wird geför­dert?
  • „Wissens­Wandel“ fördert Maßnahmen zur Schaf­fung und Ausbau von nach­hal­tigen digi­talen Ange­boten in öffent­lich zugäng­li­chen Biblio­theken und Archiven, mit dem Ziel, ein viel­fäl­tiges Angebot breit und zeit­gemäß zugäng­lich zu machen – unab­hängig von der physi­schen Öffnung der Einrich­tung. Der Förder­schwer­punkt liegt auf der Einfüh­rung und dem Ausbau inno­va­tiver Ange­bote und Services sowie neuer Nutzungs­mög­lich­keiten von Biblio­theken und Archiven.Die Maßnahmen müssen bis zum 31. August 2021 umge­setzt werden.Gefördert werden Maßnahmen in folgenden Berei­chen:
    • Digi­tales Medi­en­an­gebot
    • Vermitt­lungs­an­ge­bote von digi­taler Bildung, Kompe­tenz und Kultur (Digi­tale Trans­for­ma­tion)
    • Digi­ta­li­sie­rung und Aufbe­rei­tung von Beständen als Grund­lage für deren digi­tale Verar­bei­tung, Zugäng­lich­ma­chung und Vermitt­lung
    • Infra­struktur & Leis­tungs­an­ge­bote als Grund­lagen für die digi­tale Vermitt­lung
Wie wird geför­dert?
  • Die Mindest­an­trags­summe beträgt 10.000 €.
  • Die maxi­male Antrags­summe ist abhängig von dem gewählten Förder­be­reich und liegt zwischen 50.000–200.000 €.
  • Erfor­der­lich ist die finan­zi­elle Eigen­be­tei­li­gung der Einrich­tungen durch bare Eigen­mittel oder Dritt­mittel in Höhe von 10% der Gesamt­kosten.

Infos & Anträge: Biblio­theks­ver­band

Antrags­frist: 31. Januar 2021

Wer wird geför­dert?

  • Durch die Corona-Pandemie in Not gera­tene Wort­au­torInnen und Verle­ge­rInnen 

Wie wird geför­dert?

  • Im Rahmen der aktu­ellen Situa­tion durch die Auswir­kungen der CORONA Pandemie können in Not gera­tene Wort­au­toren und Verleger ein zins­loses Darlehen bis max. 1.000,- Euro bean­tragen.
  • Ein Nach­weis der Bedürf­tig­keit ist erfor­der­lich 

Infos & Anträge: VG Wort

Markt für Darstel­lende Künste

Der Fonds Darstel­lende Künste legt im Rahmen von NEUSTART KULTUR – das von der Beauf­tragten der Bundes­re­gie­rung für Kultur und Medien (BKM) finan­zierte Konjunk­tur­paket zu Erhalt und Stabi­li­sie­rung der viel­ge­stal­tigen Freien Darstel­lenden Künste – das umfas­sende Maßnah­men­paket #TakeThat auf.

#TakeThat umfasst insge­samt 11 Programme, die sich an frei produ­zie­rende Künst­le­rIn­nen/-gruppen aller Sparten sowie Produk­ti­ons­orte und Festi­vals der Freien Szene in Deutsch­land richten. Darüber hinaus ergänzen die Programme AUTONOM und GLOBAL VILLAGE PROJECTS die Förder­an­ge­bote des Fonds Darstel­lende Künste. Anträge für die #TakeThat-Programme können hier gestellt werden.

/// NEUSTART KULTUR: Fonds Darstel­lende Künste #Take­Care
Antrags­frist: 01. Februar 2021

/// AUTONOM — Sonder­pro­gramm für Projekt­vor­haben zur Künst­li­chen Intel­li­genz (KI) und Darstel­lenden Künsten
Antrags­frist: 01. Februar 2021

/// GLOBAL VILLAGE — Sonder­pro­gramm für Darstel­lende Künste in länd­li­chen Räumen
Antrags­frist: 01. Februar 2021

Zuschüsse zu den Ausgaben für das künst­le­ri­sche Personal an Privat­thea­tern in der Spiel­zeit 2020/2021.

Wer wird geför­dert?

  • Antrags­be­rech­tigt sind rechts­fä­hige juris­ti­sche Personen oder Perso­nen­ge­sell­schaften mit Sitz in Deutsch­land, die nicht über­wie­gend öffent­lich finan­zierte, profes­sio­nell arbei­tende Privat­theater betreiben, sowie
  • eine ordnungs­ge­mäße Geschäfts­füh­rung gewähr­leisten und in der Lage sind, die Verwen­dung der Förder­mittel bestim­mungs­gemäß nach­zu­weisen, und
  • mindes­tens eines der folgenden Merk­male aufweisen können:
    • Auffüh­rung in der Thea­ter­sta­tistik (Abtei­lung Privat­theater) des Deut­schen Bühnen­ver­eins;
    • Regel­mä­ßiger Spiel­be­trieb von mindes­tens zwei vergan­genen Spiel­zeiten (2017/18 und 2018/19), dabei entweder Entwick­lung eigener künst­le­ri­scher Programme selbst bzw. in Kopro­duk­tion und Auffüh­rungen bzw. auch Austausch mit anderen selbst­pro­du­zie­renden Thea­tern (siehe hierzu ergän­zend unter Punkt „Regel­mä­ßiger Spiel­be­trieb“).

Was wird geför­dert?

  • Ausgaben für das künst­le­ri­sche Personal
  • Aufgrund der Viel­fäl­tig­keit der Vertrags­kon­stel­la­tionen im künst­le­ri­schen Bereich eines Privat­thea­ters können folgende künst­le­ri­sche Verträge zur Berech­nung des Gagen­vo­lu­mens heran­ge­zogen werden:
    • Arbeits­ver­träge, auch Teil­spiel­zeit­ver­träge, mit unmit­tel­barer Bezug­nahme auf den Normal­ver­trag Bühne (NV Bühne);
    • Arbeits­ver­träge ohne Bezug­nahme auf den NV Bühne, die aber aufgrund der vertrag­li­chen Tätig­keits- und/oder Aufga­ben­be­schrei­bung analog eine Zuord­nung zu den in § 1 NV Bühne fest­ge­schrie­benen über­wie­gend künst­le­risch geprägten Funk­tionen zulässt. Details hierzu unter Punkt „Normal­ver­trag Bühne“.
    • Künst­le­ri­sche Hono­rar­ver­träge, dabei sollen die Mindest­ho­no­rar­emp­feh­lungen des Bundes­ver­bandes Freie Darstel­lende Künste nicht unter­schritten werden.
  • Ausge­wie­sene vertrag­liche Neben­kosten (z.B. Über­nach­tungs­kosten, Reise­kosten) sind nicht förder­fähig.

Wie wird geför­dert?

  • Pro Privat­theater können Förder­mittel des Bundes in einer Höhe von insge­samt maximal 140.000 Euro bean­tragt und bewil­ligt werden.

Infos & Anträge: Deut­scher Bühnen­verein

Antrags­frist: 31. März 2021

Bei der Bewäl­ti­gung der Corona-Krise unter­stützt Kultur­staats­mi­nis­terin Monika Grüt­ters die E‑Musik- und Sprech­thea­ter­ver­lage mit insge­samt 5 Millionen Euro. Für entgan­gene Einnahmen im Jahr 2020 können die Verlage bis maximal 300.000 Euro bean­tragen, die Förde­rung erfolgt in Form nicht rück­zahl­barer Zuschüsse und direkt über die BKM.

Wer wird geför­dert?

  • klas­si­sche Musik­ver­lage (E‑Musikverlage) und Sprech­thea­ter­ver­lage mit Sitz in Deutsch­land,
  • deren Umsatz in den Berei­chen Materialmietvergütungen und/oder Tantiemenerlöse im Rahmen von Bühnenaufführungen im Zeit­raum vom 01. April bis zum 30. November 2020 gegenüber demselben Zeit­raum des Jahres 2019 um insge­samt mindes­tens 40 % zurückgegangen ist und
  • die vor dem 01.01.2019 bestanden haben

Was wird geför­dert?

  • Die Gelder dienen dazu, den regulären Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und sind vom antrag­stel­lenden Verlag beispiels­weise für Betriebs­kosten (Personal, Miete etc.), Vertrieb, Promo­tion des Verlags­ka­ta­logs oder mit dem Geschäftsbetrieb zusammenhängende Inves­ti­tionen usw. einzu­setzen.

Wie wird geför­dert?

  • bis zu 30% der Bemes­sungs­grund­lage, maximal jedoch 300.000 Euro
  • als Bemes­sungs­grund­lage dient der Netto-Umsatz­rück­gang (ausschließ­lich aus Mate­ri­al­miet­ver­gü­tungen und Tantiemen aus Bühnen­auf­füh­rungen) gegen­über dem Vergleichs­zeit­raum 2019
  • bei Unter­nehmen, die aus o.g. Leis­tungen einen Umsatz von max. 75.000 Euro erzielt hatten, werden 40% der Bemes­sungs­grund­lage gezahlt

Infos & Anträge: BKM, FAQ (inkl. Rechen­bei­spiele), Förder­richt­linie

Antrags­frist: 30. Juni 2021

Geför­dert werden mehr­jäh­rige Gast­spiel­ko­ope­ra­tionen zwischen Tanz­com­pa­gnien und Gast­spiel­häu­sern der INTHEGA (Mitglied­schaft in der Inter­es­sen­ge­mein­schaft der Thea­ter­häuser mit Gast­spiel­be­trieb). Im Vorfeld der neuen Antrags­runde sind feste und freie Ensem­bles einge­laden, ihre Arbeit im Rahmen von Pitching-Sessions oder der Gala-Abende zu präsen­tieren.

Wer wird geför­dert?

Antrags­be­rech­tigt sind Gast­spiel­häuser bzw. ihre Rechts­träger mit Sitz in Deutsch­land, wenn sie Mitglied der Inter­es­sen­ge­mein­schaft der Thea­ter­häuser mit Gast­spiel­be­trieb (INTHEGA) sind.

Was wird geför­dert?

Gegen­stand der Förde­rung ist eine Koope­ra­tion zwischen Tanz­ensem­bles und Gast­spiel­häu­sern der INTHEGA, die bisher noch nicht über einen längeren Zeit­raum zusam­men­ge­ar­beitet haben. Hierbei koope­rieren Tanz­ensem­bles und Gast­spiel­häuser der INTHEGA konti­nu­ier­lich über mehrere Spiel­zeiten, indem sie eine Reihe von Gast­spielen und beglei­tenden Tanz­ver­mitt­lungs­ver­an­stal­tungen planen und durch­führen.

Die Koope­ra­tion kann als Tandem-Part­ner­schaft (ein INTHEGA-Haus und ein Tanz­ensemble) oder als Netz­werk-Part­ner­schaft durch­ge­führt werden (bis zu drei Tanz­ensem­bles und bis zu drei INTHEGA-Häuser)

Wie wird geför­dert?

Für diese Koope­ra­tionen bestehend aus Gast­spielen (siehe 1.1.) und Tanz­ver­mitt­lungs­an­ge­boten (siehe 1.2.) werden insge­samt Mittel in Höhe von bis zu 120.000 Euro bereit­ge­stellt. Hiervon stehen bis zu 100.000 Euro für Gast­spiele zur Verfü­gung und bis zu 20.000 Euro für Vermitt­lungs­pro­jekte.

Infos & Anträge: tanz­land

Antrags­frist: 24. Januar 2021

Das Akti­ons­bündnis Darstel­lende Künste hat mit der Spen­den­ak­tion “Miete in Zeiten von Corona” aktuell mehr als 100.000 Euro gesam­melt und vergibt auf Antrag 500 Euro Sofort­hilfe an frei­be­ruf­liche Thea­ter­schaf­fende.

Anträge können in Kürze wieder auf der Seite des ensemble netz­werks gestellt werden: www.ensemble-netzwerk.de/enw/spendenkampagne-aktionsbuendnis

Tele­fon­in­for­ma­ti­ons­dienst der Service­stelle Freie Szene Montag bis Donnerstag von 10.00 bis 12.00 Uhr unter 0351 8021768.

Bundes­ver­bands Schau­spiel: Corona — Fragen und Antworten
Performing Arts Programm: Umgang mit Corona

Film­wirt­schaft

Zukunfts­pro­gramm Kino I

Um die Kinos in der aktu­ellen Krisen­lage weiterhin bei nach­hal­tigen Moder­ni­sie­rungen zu unter­stützen, wird das Zukunfts­pro­gramm Kino I in der aktu­ellen Fassung im Jahr 2021 fort­ge­setzt.

Wer wird geför­dert?

  • Die Förde­rung können Kinos mit bis zu sieben Lein­wänden bean­tragen, die mindes­tens eines der drei folgenden Krite­rien erfüllen:
    • Sitz in einer Gemeinde bis maximal 50.000 Einwohner oder
    • Auszeich­nung mit dem Kino­pro­gramm­preis der BKM, dem Kino­preis des Kine­ma­theks­ver­bundes oder einem Kino­pro­gramm­preis der Länder (s. Anhang der Förder­grund­sätze) inner­halb der vergan­genen drei Jahre vor Antrag­stel­lung oder
    • Besu­cher­an­teil von durch­schnitt­lich mindes­tens 40 % für deut­sche und euro­päi­sche Filme oder Programm­an­teil von durch­schnitt­lich mindes­tens 40 % deut­sche und euro­päi­sche Filme in den letzten drei Kalen­der­jahren.

    Das Kino muss seinen Sitz in einem Bundes­land haben, das eine Kino­för­de­rung bereit­ge­stellt. Weiterhin muss die Wirt­schaft­lich­keit des Kino­be­triebs nach­ge­wiesen werden (275 Vorfüh­rungen und mindes­tens neun Monate fort­lau­fender Spiel­be­trieb in den letzten drei Jahren). Die Förde­rung wird als nicht rück­zahl­bare Zuwen­dung (Zuschuss) bewil­ligt.

    Was wird geför­dert?

  • inves­tive Maßnahmen, u.a. Erwei­te­rung der Nutz­flä­chen, Einbau von Schutz­vor­rich­tungen, Umbauten zur Opti­mie­rung der Besu­cher­steue­rung, Beschil­de­rungen und Anschaf­fung tech­ni­scher Ausstat­tung (Hard- und Soft­ware)

Wie wird geför­dert?

  • bis zu 80 % der förder­fä­higen Ausgaben, höchs­tens jedoch 60.000 Euro für Kinos mit einem Saal bzw. 45.000 Euro pro Lein­wand für Kinos ab zwei Sälen, maximal jedoch 315.000 Euro pro Kino.
  • Es können mehrere Anträge pro Kino gestellt werden, solange der Förder­höchst­grenze nicht erreicht wird.

Infos & Antrag­stel­lung: Film­för­de­rungs­an­stalt

Der Ausfall­fonds erfasst sowohl perso­nen­be­zo­gene Risiken, wie eine Covid19-Erkran­kung, eine Quaran­tä­nean­ord­nung bei Crew und Cast, als auch infra­struk­tu­relle Risiken wie einen behörd­lich ange­ord­neten Lock­down.

Wer wird geför­dert?

  • Hersteller von bundes­ge­för­derten Kino­film- und HighEnd-Seri­en­pro­duk­tionen, die im Rahmen des DFFF, GMPF, der kultu­rellen Film­för­de­rung der BKM oder der Projekt­film- oder Refe­renz­film­för­de­rung der FFA geför­dert werden.

Was wird geför­dert?

  • Grund­sätz­lich können Schäden, die durch in Deutsch­land aufge­tre­tene Covid19-bedingte Produk­ti­ons­stö­rungen bis zum 30. Juni 2021 während der Risi­ko­phase einer Produk­tion entstehen, durch den Ausfall­fonds ausge­gli­chen werden. Die Risi­ko­phase umfasst die letzten vier Wochen der PrePro­duc­tion und den origi­nären Dreh. Die Absi­che­rung beginnt mit dem Zugang der Anmel­de­be­stä­ti­gung beim anmel­de­be­rech­tigten Hersteller.
    Für Projekte, die sich bei Inkraft­treten des Ausfall­fonds bereits in der Risi­ko­phase befinden, gilt eine Über­gangs­re­ge­lung. Diese Projekte können noch bis zum 20. November 2020 ange­meldet werden. Die Abde­ckung eines mögli­chen Scha­dens kommt für diese Projekte aber erst ab Zugang der Anmel­de­be­stä­ti­gung in Betracht; eine rück­wir­kende Geltung besteht nicht.

Wie wird geför­dert?

  • Produk­tionen mit einem majo­ri­tären Förder­an­teil des Bundes werden im Scha­dens­fall mit bis zu 95 Prozent des aner­kannten Scha­dens, maximal aber bis zur Höhe der Gesamt­her­stel­lungs­kosten und maximal in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro durch die BKM unter­stützt. Produk­tionen, die majo­ritär durch die Länder geför­dert sind, erhalten bundeseitig im Scha­dens­fall bis zu 750.000 Euro zusätz­liche Unter­stüt­zung. Eben­falls bis zu 750.000 Euro soll für diese Produk­tionen durch die sich am Ausfall­fonds betei­li­genden Länder bereit­ge­stellt werden (siehe dazu oben). Die Selbst­be­tei­li­gung des Herstel­lers beträgt 5 Prozent des aner­kannten Scha­dens, mindes­tens aber 10.000 Euro.

Infos & Anträge: Film­för­de­rungs­an­stalt

Antrags­frist: Die Anmel­dung zum Ausfall­fonds muss grund­sätz­lich spätes­tens sieben Wochen vor Dreh­be­ginn erfolgen.

Verleih- und Vertriebs­för­de­rung (Förder­vo­lumen: 11 Millionen Euro)

Die Förde­rung soll Anreize zur Wieder­auf­nahme des Verleihs und Vertriebs deut­scher Kino­filme und von Kopro­duk­tionen mit deut­scher Betei­li­gung zur Stär­kung zukunfts­ori­en­tierter Maßnahmen von Welt­ver­trieben und Verleih­un­ter­nehmen vor dem Hinter­grund der Wieder­eröff­nung der Kinos nach deren pande­mie­be­dingten Schlie­ßungen setzen.

Wer wird geför­dert?

  • Antrags­be­rech­tigt sind Verleih- oder Vertriebs­un­ter­nehmen mit Sitz oder Nieder­las­sung im Inland.

Was wird geför­dert?

  • Geför­dert werden können Maßnahmen entspre­chend § 116 Absatz 1 FFG für programm­fül­lende Filme
  1. zur Deckung von Vorkosten
  2. zur Herstel­lung von barrie­re­freien Fassungen
  3. für außer­ge­wöhn­liche oder beispiel­hafte Werbe­maß­nahmen
  4. für beson­deren Aufwand beim Absatz von Kinder­filmen
  5. zur Erwei­te­rung bestehender und Erschlie­ßung neuer Absatz­märkte für Filme
  6. der vertrag­lich verein­barten Zusam­men­ar­beit, die darauf gerichtet sind, den Absatz zu verbes­sern.

Für die Gesamt­fi­nan­zie­rung der Maßnahme ist eine Kumu­lie­rung der Förde­rung mit anderen öffent­li­chen Mitteln zulässig. Der Gesamt­an­teil der öffent­li­chen Mittel darf maximal 50 Prozent betragen, bei Filmen, die einen schwie­rigen Absatz erwarten lassen kann eine Erhö­hung auf 70 Prozent bean­tragt werden. Der Eigen­an­teil beträgt 30 Prozent der aner­kannten Kosten.

Wie wird geför­dert?

  • Zuwen­dungen an Verleih­un­ter­nehmen können bis zu 25 Prozent der aner­ken­nungs­fä­higen Kosten betragen, höchs­tens jedoch 600.000 Euro pro Maßnahme.
  • Zuwen­dungen an Vertriebs­un­ter­nehmen können bis zu 50 Prozent der aner­ken­nungs­fä­higen Kosten betragen, höchs­tens jedoch 50.000 Euro pro Maßnahme.
  • Es können nur Maßnahmen geför­dert werden, bei denen der Kino­start oder deren Umset­zung bis spätes­tens 31. Mai 2021 erfolgt.

Infos & Anträge: Film­för­de­run­ge­rungs­an­stalt

Wahr­neh­mungs­be­rech­tigte der Verwer­tungs­ge­sell­schaft für Nutzungs­rechte an Film­werken können aufgrund einer persön­li­chen Notlage im Zusam­men­hang mit der Corona-Pandemie eine finan­zi­elle Hilfe bean­tragen. Die Unter­stüt­zung ist für das erste Quartal 2021 (3 Monate) möglich. Die Zuschuss­höhe beträgt maximal 1.500 Euro pro Monat.

Infos & Anträge: VGF

Antrags­frist: 31. März 2021

Wer wird geför­dert?

Anmelde- und leis­tungs­be­rech­tigt sind die Produk­ti­ons­un­ter­nehmen von TV-Produk­tionen, die ihren Haupt­sitz in einem Bundes­land haben, das mit finan­zi­ellen Mitteln am Ausfall­fonds II betei­ligt ist. Folgende Bundes­länder sind ab Programm­start an dem Fonds betei­ligt: Nord­rhein-West­falen, Bayern, Hamburg, Sachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Berlin, Bran­den­burg, Hessen.

Was wird geför­dert?

Grund­sätz­lich können Schäden, die bis zum 30. Juni 2021 während der Risi­ko­phase einer Produk­tion entstehen, durch den Ausfall­fonds II ausge­gli­chen werden. Die Risi­ko­phase umfasst die letzten vier Wochen der PrePro­duc­tion und den origi­nären Dreh. Es werden Leis­tungen für Produk­tionen gewährt, die ab dem 01. November 2020 in die Risi­ko­phase einge­treten sind.

Der Ausfall­fonds II erfasst sowohl perso­nen­be­zo­gene Risiken, wie eine Covid19-Erkran­kung, eine Quaran­tä­nean­ord­nung bei Crew und Cast, als auch infra­struk­tu­relle Risiken wie einen behörd­lich ange­ord­neten Lock­down. Voraus­set­zung ist, dass sich das scha­dens­aus­lö­sende Ereignis in Deutsch­land ereignet.

Wie wird geför­dert?

Pro Projekt kann die Höhe der Ausgleichs­leis­tungen bis zu 57,5% des aner­kannten Covid19-Ausfall­scha­dens betragen, maximal jedoch 57,5 % der kalku­lierten Produk­ti­ons­kosten und maximal die nach TV-Formaten fest­ge­legten Höchst­summe (zwischen 57.500 Euro und 402.500 Euro). Die Selbst­be­tei­li­gung des Herstel­lers beträgt 10 Prozent des aner­kannten Scha­dens, mindes­tens aber 10.000 Euro. Der Auftrag­geber der TV-Produk­tion muss sich mit mind. 32,5 % der aner­kannten Scha­dens­summe bzw. mit mind. 32,5 % der Höchst­summe betei­ligen.

Infos & Anträge: Die FFA

Antrags­frist: Schäden, die bis zum 30. Juni 2021 während einer Produk­tion entstehen.

Der Blog der Film- und Fern­seh­branche: Corona: Bran­chen­infos
Produ­zen­ten­al­lianz: Sonder­seite zum Coro­na­virus

Kunst­markt

Das Modul dient der nach­hal­tigen Stär­kung der digi­talen Kompe­tenz und der Webprä­senz profes­sio­neller Bildender Künst­le­rInnen.

Wer wird geför­dert?

  • Profes­sio­nell arbei­tende Bildende Künst­le­rInnen mit Wohn­sitz in Deutsch­land

Was wird geför­dert?

  • A 1: Digital-Gutschein Fortbildung/Beratung
    • Zuschuss bis zu einer maxi­malen Höhe von 1.000 € für die Teil­nahme an einer Fort­bil­dungs­maß­nahme eines aner­kannten Bildungs­trä­gers oder eine indi­vi­du­elle Bera­tung durch ein aner­kanntes Unter­nehmen bzw. einen entspre­chenden Verein im Bereich Netz­auf­tritt und/oder digi­tale Medien (siehe Erläu­te­rungen)
    • Es sind bis zu drei Maßnahmen möglich, sofern die maxi­male Zuschuss­höhe nicht über­schritten wird
  • A2: Digital-Gutschein Moder­ni­sie­rung
    • Kosten für Moder­ni­sie­rungs­maß­nahmen des eigenen Online-Auftritts bis insge­samt 1.000 € brutto.
    • davon maximal 500 Euro brutto für Hard­ware
    • Lizenzen und laufende Kosten sind nicht förder­fähig
  • Die Fortbildung/Beratung oder Moder­ni­sie­rung muss zwischen dem 15. März 2021 und 30. August 2021 statt­finden.

Wie wird geför­dert?

  • in Form eines einma­ligen Zuschusses

Infos & Anträge: Deut­scher Künst­ler­bund

Ausschrei­bungs­frist: 01.- 28.Februar 2021

Das Modul zielt darauf ab, den Erfah­rungs­aus­tausch zwischen erfah­renen Künst­le­rInnen und dem profes­sio­nellen künst­le­ri­schen Nach­wuchs zu beför­dern.

Wer wird geför­dert?

  • Profes­sio­nell arbei­tende bildende Künst­le­rInnen mit Wohn­sitz in Deutsch­land, die als Mento­rInnen für Berufs­kol­le­gInnen agieren wollen

Was wird geför­dert?

  • Die auf den Eintritt in den künst­le­ri­schen Berufs­alltag bezo­gene stra­te­gi­sche Bera­tung von Absol­ven­tInnen der Kunst­hoch­schulen oder Berufs­an­fän­ge­rInnen mit einer mindes­tens drei­jäh­rigen profes­sio­nellen Praxis
  • Mento­rInnen, die im Rahmen dieses Moduls Förder­mittel bean­tragen, bieten z.B. an Einrich­tungen, die die Ziel­gruppe nied­rig­schwellig errei­chen, Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tungen an, die Einstieg und Orien­tie­rung im Kunst­be­trieb, das Netz­werken und die wirt­schaft­liche und soziale Siche­rung zum Gegen­stand haben
  • Das Mento­ring muss zwischen dem 15. April 2021 bis 31. August 2021 statt­finden.

Wie wird geför­dert?

  • Mento­rInnen erhalten eine Förde­rung von bis zu 1.700 Euro für ihre Leis­tung.

Infos & Anträge: Deut­scher Künst­ler­bund

Ausschrei­bungs­frist: 01.–28. Februar 2021

Musik­wirt­schaft

Wer wird geför­dert?

Antrags­be­rech­tigt sind:

  • Statio­näre Musik­fach­händ­le­rInnen mit mindes­tens 75.000 Euro Umsatz im Geschäfts­jahr 2019, deren Gesamt­um­satz sich zu mindes­tens 75 % aus dem Verkauf und dem Verleih von Musik­in­stru­menten und Musi­ke­quip­ment, ProAudio und Noten zusam­men­setzt.

  • Statio­näre Musik­fach­händ­le­rInnen (Tonträ­ger­fach­handel) mit mindes­tens 50.000 Euro Umsatz im Geschäfts­jahr 2019 mit einem Laden­ge­schäft (in der Regel max. 50 m² Verkaufs­fläche), deren Gesamt­um­satz sich zu mindes­tens 75 % aus dem Verkauf von Tonträ­gern (physisch) zusam­men­setzt.

  • Hersteller und Manu­fak­turen sowie Vertreiber von Musik­in­stru­menten, Musi­ke­quip­ment und ProAudio mit mindes­tens 125.000 Euro Umsatz, deren Umsatz im Geschäfts­jahr 2019 sich zu mindes­tens 95 % aus dem Verkauf und Vertrieb von Musik­in­stru­menten und Musi­ke­quip­ment und ProAudio zusam­men­setzt.

Was wird geför­dert?

Geför­dert wird die Digi­ta­li­sie­rung von Vertriebs­wegen inkl. der Beschaf­fung der entspre­chenden Hard- und Soft­ware.

Dazu gehören insbe­son­dere:

  • Entwick­lung, Einbin­dung, Erstel­lung, Verknüp­fung, Aktua­li­sie­rung („Relaunch“) und Indi­vi­dua­li­sie­rung von inno­va­tiven Webshop-Lösungen, Webauf­tritten, Social-Media-Accounts (Face­book, Insta­gram, Twitter etc.), News­let­tern, Apps etc. sowie ggf. einma­lige Bera­tungs- und Schu­lungs­kosten, die es dem Personal der Musik­fach­händler ermög­li­chen sollen, den Webshop, die Webseiten, die Social-Media-Accounts, News­letter oder Apps selbst­ständig und konti­nu­ier­lich zu betreiben und die Profes­sio­na­li­sie­rung des statio­nären Musik­fach­han­dels nach­haltig aufzu­bauen.

Hier­unter fallen u. a. auch:

  • Imple­men­tie­rung von Webshop-Lösungen, Foren, Kommentar- oder Bewer­tungs­sys­temen in den Webauf­tritt sowie Mitar­bei­ter­schu­lungen, um einen sicheren und ange­mes­senen Umgang mit diesen Funk­tionen zu gewähr­leisten.

  • Entwick­lung eines respon­siven Designs des Webauf­tritts und des Webshops (Mobil­fä­hig­keit).

  • Anschaf­fung eines digi­talen Waren­wirt­schafts­sys­tems (zur Erleich­te­rung von Lager­hal­tung, Inven­ta­ri­sie­rung, Buch­hal­tung; Waren­ver­sand, Bezahl­sys­temen, Schnitt­stellen zwischen Indus­trie und Handel und Stei­ge­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit und Kosten­ef­fi­zienz durch digi­tale Stan­dar­di­sie­rung) inkl. Schu­lungen.

  • Anschaf­fung zeit­ge­mäßer Hard­ware: PCs, Note­books, Tablets, Head­sets oder Webcams sowie Schu­lungen im Bereich EDV/IT (z. B. Office-Programme, Sonder­soft­ware, digi­tale Vertriebs­wege).

  • Erstel­lung profes­sio­neller digi­taler Werbe­ma­te­ria­lien (z. B. Image­filme, DIYs, Produkt­prä­sen­ta­tionen etc.).

  • Teil­nahme an Schu­lungen und Digi­tal­kon­gressen zur Fort- und Weiter­bil­dung des Musik­fach­han­dels (Bera­tung und Schu­lung zu digi­talen Vertriebs­wegen).

  • Anschaf­fung von Sicher­heits­sys­temen und Absi­che­rung der EDV gegen Schad­soft­ware sowie dazu­ge­hö­rige Bera­tungen und Schu­lungen.

Bei der Umset­zung der Maßnahmen sind insbe­son­dere ökolo­gisch sinn­volle Möglich­keiten zu wählen (wieder­ver­wend­bare Mate­ria­lien und Ausstat­tung, möglichst geringer Energie- und Ressour­cen­ver­brauch, nach­hal­tige Veran­stal­tungen und Mobi­li­täts­kon­zepte etc.), die möglichst auch dazu beitragen sollen, den ökolo­gi­schen Fußab­druck beim Antrag­steller zu verbes­sern.

Wie wird geför­dert?

Die Höhe der Förde­rung beträgt grund­sätz­lich mindes­tens 3.000 Euro und maximal 15.000 Euro pro Unter­nehmen. Jede statio­näre Musik­fach­hand­lung, jeder Hersteller, jede Manu­faktur bzw. jeder Vertrieb darf nur einen Projekt­an­trag einrei­chen.

Infos & Anträge: Deut­scher Musikrat

Antrags­frist: 30. April 2021

Wer wird geför­dert?

  • Im Bereich der aktu­ellen Musik profes­sio­nell und über­wie­gend frei­schaf­fend Tätige als Musi­ke­rInn, Kompo­nis­tInn, Klang­künst­lerIn oder Musik­per­for­me­rInn. Kura­to­rInnen sind nicht antrags­be­rech­tigt.

Was wird geför­dert?

  • Diese Mittel sollen inno­va­tive Projekt­vor­haben trotz der durch die Corona-Krise erschwerten Bedin­gungen ermög­li­chen und den Neustart des kultu­rellen Lebens in Deutsch­land stimu­lieren.
    Ände­rung der mögli­chen Projekt­lauf­zeit: Projekte, die Unter­stüt­zung durch Mittel aus Neustart-Kultur bean­tragen, müssen bis zum 30.11.2021 beendet und abge­rechnet sein. Die geplanten Veran­stal­tungen müssen vor Mitte Oktober 2021 statt­finden, Verwen­dungs­nach­weise sind spätes­tens Ende November 2021 einzu­rei­chen.

Wie wird geför­dert?

  • Anträge mit einer Antrags­summe höher als 2.000 EUR bis maximal 50.000 EUR.

Infos & Anträge: Musik­fonds

Antrags­frist: 31. Januar 2021

Bei der Bewäl­ti­gung der Corona-Krise unter­stützt Kultur­staats­mi­nis­terin Monika Grüt­ters die E‑Musik- und Sprech­thea­ter­ver­lage mit insge­samt 5 Millionen Euro. Für entgan­gene Einnahmen im Jahr 2020 können die Verlage bis maximal 300.000 Euro bean­tragen, die Förde­rung erfolgt in Form nicht rück­zahl­barer Zuschüsse und direkt über die BKM.

Wer wird geför­dert?

  • klas­si­sche Musik­ver­lage (E‑Musikverlage) und Sprech­thea­ter­ver­lage mit Sitz in Deutsch­land,
  • deren Umsatz in den Berei­chen Materialmietvergütungen und/oder Tantiemenerlöse im Rahmen von Bühnenaufführungen im Zeit­raum vom 01. April bis zum 30. November 2020 gegenüber demselben Zeit­raum des Jahres 2019 um insge­samt mindes­tens 40 % zurückgegangen ist und
  • die vor dem 01. Januar 2019 bestanden haben

Was wird geför­dert?

  • Die Gelder dienen dazu, den regulären Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und sind vom antrag­stel­lenden Verlag beispiels­weise für Betriebs­kosten (Personal, Miete etc.), Vertrieb, Promo­tion des Verlags­ka­ta­logs oder mit dem Geschäftsbetrieb zusammenhängende Inves­ti­tionen usw. einzu­setzen.

Wie wird geför­dert?

  • bis zu 30% der Bemes­sungs­grund­lage, maximal jedoch 300.000 Euro
  • als Bemes­sungs­grund­lage dient der Netto-Umsatz­rück­gang (ausschließ­lich aus Mate­ri­al­miet­ver­gü­tungen und Tantiemen aus Bühnen­auf­füh­rungen) gegen­über dem Vergleichs­zeit­raum 2019
  • bei Unter­nehmen, die aus o.g. Leis­tungen einen Umsatz von max. 75.000 Euro erzielt hatten, werden 40% der Bemes­sungs­grund­lage gezahlt

Antrags­frist: 30. Juni 2021

Weitere Infor­ma­tionen: FAQ (inkl. Rechen­bei­spiele), Förder­richt­linie und Inter­net­seite der BKM.

Coro­nabe­dingt weitet die Initia­tive Musik ihre Tour­för­de­rung vorüber­ge­hend auf Strea­ming­kon­zerte aus. Eine Teil­nahme an digi­talen, inter­na­tional ausge­rich­teten Veran­stal­tungen soll damit auch ohne physi­schen Auftritt im Ausland gesi­chert werden.

Wer wird geför­dert?

  • Solis­ten/-innen oder Ensem­bles aus den Berei­chen Rock, Pop, Jazz, Hip-Hop, Heavy Metal und elek­tro­ni­sche Musik, die sich an digi­talen, inter­na­tional ausge­rich­teten Steaming-Events (z.B. digi­tale Show­case-Festi­vals) betei­ligen, welche sich vorrangig an ein Fach­pu­blikum richten. Im Mittel­punkt der Förde­rung stehen Strea­mings mit Fokus auf absatz­starke Ziel­märkte wie die USA, Kanada, Japan, Südkorea, Austra­lien sowie Europa.

Was wird geför­dert?

  • Ausgaben, die im Zusam­men­hang mit den Auftritten entstehen, z.B. Anmie­tung von Equipment/Technik und Studios, Hono­rare für Ton/LichttechnikerInnen
  • zusätz­lich kann ein Zuschuss für beglei­tende PR gezahlt werden.
  • Konzerte, die sich ausschließ­lich an Endkon­su­men­tInnen richten, sind nicht förder­fähig.

Wie wird geför­dert?

  • Die Höhe der bewil­ligten Förder­summe richtet sich nach der Höhe der unge­deckten Ausgaben, mit einem maxi­malen Förder­be­trag von 1.500 Euro pro Solo­künst­lerIn bzw. Band; es sind bis zu 3 Anträge pro Kalen­der­jahr möglich.
  • Bei der Finan­zie­rung sind mindes­tens 10 Prozent Eigen­mittel erfor­der­lich.

Infos & Antrag­stel­lung: Initia­tive Musik

Am 12. Januar 2021 bietet die Initia­tive Musik einen digi­talen Work­shop zu diesem Förder­pro­gramm an.

Wer wird geför­dert?

  • GEMA-Urhe­be­rInnen

Wie wird geför­dert?

  • Eine Voraus­zah­lung der Ausschüt­tungen (100% der Ausschüt­tungen aus 2018, die mit künf­tigen Ausschüt­tungen verrechnet werden)

Infos & Anträge: GEMA

Wer wird geför­dert?

  • Frei­schaf­fende Musi­ke­rInnen, die eine KSK-Mitglied­schaft nach­weisen können.
  • DOV-Mitglieder stellen ihren Antrag direkt bei der Deut­schen Orches­ter­ver­ei­ni­gung 

Wie wird geför­dert?

  • Im Bewil­li­gungs­fall einmalig 600 EUR

Infos & Anträge: Orches­ter­stif­tung

Sozio­kultur und spar­ten­über­grei­fende Programme

Das Sonder­pro­gramm des Fonds Sozio­kultur e.V. fördert Projekte von Einrich­tungen bzw. Trägern der kultu­rellen Bildung und Medi­en­bil­dung, der Sozio­kultur und Kultur­ar­beit in freier Träger­schaft bei der krisen­be­dingten Neuaus­rich­tung und Stär­kung ihrer Arbeit im Schnitt­feld von Kunst und Gesell­schaft. Im Fokus stehen Teams aus freien und festen Mitar­bei­te­rInnen sowie Netz­werke vor Ort, die neue Formen und Wege kultu­reller Arbeit mit gesell­schaft­li­cher Wirkung erproben und mittel­fristig etablieren möchten.

Was wird geför­dert?

Themen­aus­schrei­bung 3: Diver­sität + Inklu­sion + Viel­falt

T3 sucht Projekte, die Lücken und Leer­stellen der gesell­schaft­li­chen Viel­fäl­tig­keit in der eigenen Arbeit hinsicht­lich der Bausteine Ange­bote, Personal oder Kommu­ni­ka­tion aufspüren und Schritt für Schritt verän­dern.

  • Antrags­frist:  31. Januar 2021
  • Projekt­start: ab Mitte März 2021
Themen­aus­schrei­bung 4: Digi­ta­lität + Sozio­kultur

Gesucht ist die sinn­volle Nutzung der Digi­ta­lität etwa für die Sicht­bar­keit von Viel­falt, das Mitge­stalten, des neuen Story­tel­lings, der passenden Mischung aus real und digital mit neuen Formaten, Teil­habe anderer und unge­wöhn­li­cher Ästhetik.
  • Antrags­mög­lich­keit 01. — 31. März 2021
  • Projekt­start: ab Mitte Mai 2021

Infos & Anträge: Fonds Sozio­kultur

Weitere Unter­stüt­zungs­an­ge­bote

Über­brü­ckungs­hilfe II

Corona-Über­brü­ckungs­hilfe für kleine und mittel­stän­di­sche Unter­nehmen für September bis Dezember 2020

Wer wird geför­dert?

  • Unter­nehmen, (Solo-)Selbstständige im Haupt­er­werb und gemein­nüt­zige Orga­ni­sa­tionen, die mindes­tens eines der beiden folgenden Krite­rien erfüllen:
      • Umsatz­ein­bruch von mindes­tens 50 Prozent in zwei zusam­men­hän­genden Monaten im Zeit­raum April bis August 2020 gegen­über den jewei­ligen Vorjah­res­mo­naten.
      • Umsatz­ein­bruch von mindes­tens 30 Prozent im Durch­schnitt in den Monaten April bis August 2020 gegen­über dem Vorjah­res­zeit­raum.

Was wird geför­dert? 

  • Zuschuss in Höhe von maximal 90% zu den förder­fä­higen betrieb­li­chen Fixkosten, d.h. Büro­mieten, Leasing­kosten, betrieb­liche Versi­che­rungen, Perso­nal­kosten (sofern nicht durch das Kurz­ar­bei­ter­geld gedeckt), Steu­er­be­ra­tungs­kosten, Zins­auf­wen­dungen etc. Es werden maximal 50.000 Euro pro Monat geför­dert.

Wie wird geför­dert?

  • Die Antrag­stel­lung kann ausschließ­lich durch Steu­er­be­ra­te­rInnen, Wirt­schafts­prü­fe­rInnen, Buch­prü­fe­rInnen und Rechts­an­wäl­tInnen vorge­nommen werden. 
  • Ein fiktiver Unter­neh­mer­lohn kann bei Unter­nehmen und Solo­selb­stän­digen, die kein Geschäfts­füh­rer­ge­halt in ihrer Gewinn- und Verlust­rech­nung ausweisen, bis zur Höhe der gesetz­li­chen Pfän­dungs­frei­grenze als Fixkosten ange­rechnet werden.
  • Die gesetz­liche Pfän­dungs­frei­grenze ist in der Pfän­dungs­frei­gren­zen­be­kannt­ma­chung ersicht­lich. Sie beträgt bei Personen, die nicht unter­halts­pflichtig sind, 1.178,59 EUR monat­lich.

Infos & Anträge: BMWI und FAQ

Antrags­frist: 31. März 2021

+++ noch nicht bean­tragbar+++

Über­brü­ckungs­hilfe III 

Die Über­brü­ckungs­hilfe unter­stützt Unter­nehmen, Solo­selbst­stän­dige sowie Frei­be­ruf­le­rInnen, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämp­fung beson­ders stark betroffen sind. Es handelt sich um Zuschüsse, die nicht zurück­ge­zahlt werden müssen. Die Über­brü­ckungs­hilfe II wird als Über­brü­ckungs­hilfe III bis Ende Juni 2021 verlän­gert und ist wieder­holt erwei­tert worden.

Wer wird geför­dert?
  • Unter­nehmen, Solo­selbst­stän­dige sowie Frei­be­ruf­le­rinnen und Frei­be­rufler im Haupt­er­werb mit einem jähr­li­chen Umsatz von bis zu 750 Millionen Euro.
  • Sitz oder Betriebs­stätte im Inland und bereits vor dem 1. Mai 2020 am Markt tätig.
  • Umsatz­ein­bruch im Zeit­raum November 2020 bis Juni 2021 von mindes­tens 30 Prozent in einem Monat im Vergleich zum Refe­renz­monat im Jahr 2019.
  • Eine Doppel­för­de­rung ist ausge­schlossen, daher sind Unter­nehmen, die November bzw. Dezem­ber­hilfe erhalten haben, für diese beiden Monate nicht antrags­be­rech­tigt, Leis­tungen nach der Über­brü­ckungs­hilfe II für diese Monate werden ange­rechnet

Was wird geför­dert? 

  • unter anderem Mieten und Pachten
  • Finan­zie­rungs­kosten und ähnliche Kosten, die nicht umsatz­ab­hängig sind (Kosten für Auszu­bil­dende oder Grund­steuern)
  • Aufwen­dungen für Personal, das Kurz­ar­beit nicht nutzen kann (Pauschale in Höhe von 20 Prozent der übrigen förder­fä­higen Fixkosten)
  • Modernisierungs‑, Reno­vie­rungs- und Umbau­maß­nahmen zur Umset­zung von Hygi­e­nekon­zepten bis zu 20.000 Euro pro Monat
  • Inves­ti­tionen in Digi­ta­li­sie­rung (z.B. Aufbau oder Erwei­te­rung eines Online-Shops), sofern sie im Zeit­raum März 2020 bis Juni 2021 anfallen, bis zu 20.000 Euro pro Monat
  • Abschrei­bungen von Wirt­schafts­gü­tern bis zu 50 %
  • Einzel­händ­le­rInnen können unter bestimmten Voraus­set­zungen zusätz­lich Waren­ab­schrei­bungen auf Saison­ware (z.B. Weih­nachts­ar­tikel) bis zu 100 Prozent als Fixkosten ansetzen
  • Marke­ting- und Werbe­kosten (maximal in Höhe der entspre­chenden Ausgaben im Jahr 2019)

Für ganz beson­ders von der Corona-Krise betrof­fene Bran­chen werden weitere Kosten aner­kannt. Dies betrifft Solo­selbst­stän­dige, die Reise­branche (Reise­büros und Reise­ver­an­stalter) sowie die Kultur- und Veran­stal­tungs­wirt­schaft.

Wie wird geför­dert?

Über­brü­ckungs­hilfe III für jeden Monat gezahlt, in dem ein Umsatz­ein­bruch von mind. 30 Prozent nach­ge­wiesen werden kann. Der maxi­male Förder­zeit­raum umfasst November 2020 bis Juni 2021 (acht Monate).

Der Förder­höchst­be­trag beträgt bei Unter­nehmen mit starken Umsatz­rück­gängen 1,5 Millionen Euro pro Monat. Die Höhe der Zuschüsse orien­tiert sich wie bisher auch am Ausfall der Umsätze. Dabei gilt: je höher der Umsatz­aus­fall im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie, desto höher die Über­brü­ckungs­hilfe. Die Über­brü­ckungs­hilfe kompen­siert die Fixkosten dabei wie folgt:

  • 90 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatz­ein­bruch
  • 60 Prozent der Fixkosten bei Umsatz­rück­gang von 50 Prozent bis 70 Prozent
  • 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatz­ein­bruch von mehr als 30 Prozent

Beihil­fe­recht: Bei Zuschüssen von insge­samt bis zu 1 Million Euro kann die Klein­bei­hilfen-Rege­lung genutzt werden — ohne den Nach­weis von Verlusten, der bei der Über­brü­ckungs­hilfe II erfor­der­lich war. Bei Zuschüssen ab 1 Million Euro kann alter­nativ die Bundes­re­ge­lung Fixkos­ten­hilfe genutzt werden, dann müssen wieder Verluste nach­ge­wiesen werden. Mehr Infor­ma­tionen dazu hier.

Eine Über­sicht über die aktu­ellen Rege­lungen zur Über­brü­ckungs­hilfe III findet Ihr hier.

Anträge können über die Website www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden (Antrags­start soll im Lauf des Januar sein).

Antrags­frist: 30. Juni 2021

+++ noch nicht bean­tragbar +++

Neustart­hilfe für Solo­selb­stän­dige

Teil der Über­brü­ckungs­hilfe III ist die Neustart­hilfe. Solo­selbst­stän­dige können hier statt einer Einzel­er­stat­tung von förder­fä­higen Fixkosten eine einma­lige Betriebs­kos­ten­pau­schale bean­tragen, die auch für den Lebens­un­ter­halt genutzt werden darf.

Wer wird geför­dert?

  • Solo­selbst­stän­dige, die ihr Einkommen im Refe­renz­zeit­raum (im Normal­fall das Jahr 2019) zu mindes­tens 51 Prozent aus ihrer selb­stän­digen Tätig­keit erzielt haben, und die
  • aufgrund der coro­nabe­dingten Einschrän­kungen starke Umsatz­ein­bußen hinnehmen müssen. Die volle Betriebs­kos­ten­pau­schale erhält, wessen Umsatz im Zeit­raum Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem sechs­mo­na­tigen Refe­renz­um­satz 2019 um 60 Prozent oder mehr zurück­ge­gangen ist.
  • Auch unständig Beschäf­tigte sind antrags­be­rech­tigt; Einkünfte aus unstän­diger Beschäf­ti­gung werden  den Umsätzen aus Solo­selb­stän­dig­keit gleich­ge­stellt. Hiervon sollen v.a. Schau­spie­le­rInnen profi­tieren.

Was wird geför­dert?

  • Gezahlt wird eine Pauschale in Höhe von 50 Prozent eines sechs­mo­na­tigen Vergleichs­zeit­raums (Jahres­um­satz 2019 geteilt durch 12 und mit 6 multi­pli­ziert) für die Monate Januar 2021 bis Juni 2021, maximal insge­samt 7.500 Euro. Verein­facht ausge­drückt: Die Neustart­hilfe beträgt maximal ein Viertel des Jahres­um­satzes aus 2019.
    • Beispiel­rech­nung: 18.000 Euro Umsatz in 2019, Refe­renz­um­satz für einen 6‑Monatszeitraum = 18.000 / 12 * 6 = 9.000 Euro. Davon werden 50% gezahlt, also insge­samt 4.500 Euro für die Monate Januar — Juni 2021.
    • Eine Berech­nungs­hilfe als Excel­ta­belle gibt es bei verdi.
  • Die Neustart­hilfe wird als Vorschuss gezahlt, da bei Antrag­stel­lung nur Prognosen über die Umsatz­ent­wick­lung gestellt werden können. Stellt sich am Ende des Förder­zeit­raums heraus, dass Ihr mehr als 40% des Refe­renz­um­satzes aus 2019 erzielt habt (also weniger als 60% Umsatz­ein­bußen habt), muss die Neustart­hilfe anteilig zurück gezahlt werden.
  • Die Neustart­hilfe wird nicht auf die Grund­si­che­rung sowie die Berech­nung des Kinder­zu­schlags ange­rechnet. Sie stellt eine steu­er­pflich­tige Einnahme dar.

Wie wird geför­dert?

  • Die Antrag­stel­lung soll in Kürze über die Platt­form www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de möglich sein.

Infos zum Programm gibt das Bundes­fi­nanz­mi­nis­te­rium hier.

Die Novemberhilfe/Dezemberhilfe soll stark betrof­fenen Unter­nehmen, Betrieben, Selbst­stän­digen, Vereinen und Einrich­tungen helfen, die von den tempo­rären Schlie­ßungen direkt, indi­rekt oder mittelbar betroffen sind.

Wer wird geför­dert?

  • als direkt Betrof­fene: Unter­nehmen, Betriebe, (Solo-)Selbstständige, Vereine und Einrich­tungen, die aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 den Geschäfts­be­trieb einstellen mussten, und somit direkt betroffen sind (für die Dezem­ber­hilfe sind auch die Beschlüsse vom 25. November und 2. Dezember maßgeb­lich). Auch Betrei­bende von Veran­stal­tungs­stätten und Veran­stal­tende, die ihre Einnahmen im Jahr 2019 ausschließ­lich aus Veran­stal­tungen gene­rierten, die derzeit per Verord­nung unter­sagt sind, werden als direkt betrof­fene Unter­nehmen ange­sehen. Regio­nale Schlie­ßungen von Bran­chen und Einrich­tungen, die nicht im Beschluss genannt werden, sind davon aller­dings nicht umfasst. Der Nach­weis einer direkten Betrof­fen­heit kann z.B. erfolgen durch die im Gewer­be­schein, Handels­re­gister oder der steu­er­li­chen Anmel­dung ange­ge­bene wirt­schaft­liche Tätig­keit.
  • als indi­rekt Betrof­fene: o.g. Selb­stän­dige und Orga­ni­sa­tionen, die zwar nicht direkt von einer staat­li­chen Schlie­ßungs­an­ord­nung betroffen sind, aber faktisch dennoch an der Ausübung ihres Gewerbes gehin­dert sind. Dies ist der Fall, wenn sie nach­weis­lich und regel­mäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schlie­ßungs­maß­nahmen betrof­fenen Unter­nehmen erzielen. Genannt wird das Beispiel einer Wäscherei, die vorwie­gend für Hotels arbeitet, die von der Schlie­ßungs­an­ord­nung direkt betroffen sind. Über­tragbar ist dies auch für bspw. Veran­stal­tungs­tech­ni­ke­rInnen, die regel­mäßig auf Hono­rar­basis von Konzert­häu­sern beauf­tragt werden.
  • als mittelbar Betrof­fene (indi­rekt über Dritte Betrof­fene): o.g Selb­stän­dige und Orga­ni­sa­tionen, die regel­mäßig 80 Prozent ihrer Umsätze durch Liefe­rung und Leis­tungen im Auftrag von Unter­nehmen, die direkt von den Maßnahmen betroffen sind, über Dritte erzielen, z.B. Veran­stal­tungs­agen­turen und andere Unter­nehmen, die keine direkte Vertrags­be­zie­hung mit einem Unter­nehmen haben, das unmit­telbar von den Schlie­ßungs-Anord­nungen betroffen ist. Mittelbar Betrof­fene müssen zwei­fels­frei nach­weisen, dass sie wegen der aktu­ellen Schlie­ßungs­ver­ord­nungen einen Umsatz­ein­bruch von mehr als 80 Prozent erleiden. Als Nach­weis hierfür — sowie für die indi­rekte Betrof­fen­heit — können z.B. geeig­nete Umsatz­auf­stel­lungen, betrieb­liche Auswer­tungen oder Jahres­ab­schlüsse dienen.
  • Explizit antrags­be­rech­tigt sind auch gemein­nüt­zige und öffent­liche Einrich­tungen, wenn sie regel­mäßig am Markt tätig sind und Umsätze erzielen.
  • Bei GbR liegt eine Antrags­be­rech­ti­gung vor, wenn mindes­tens ein/e Gesell­schaf­terIn im Haupt­er­werb für die GbR tätig ist. Unter­nehmen im Neben­er­werb sind dann antrags­be­rech­tigt, wenn sie mindes­tens eine/n Beschäf­tigten haben.

Was wird geför­dert? 

  • Es werden Zuschüsse in Form einer einma­ligen Kosten­pau­schale pro Tag der Schlie­ßung in Höhe von 75 Prozent des durch­schnitt­li­chen Umsatzes im November bzw. Dezember 2019 gewährt.
  • Solo­selb­stän­dige haben ein Wahl­recht: Sie können alter­nativ auch den durch­schnitt­li­chen wöchent­li­chen Umsatz aus dem gesamten Jahr 2019 ansetzen.
  • Antrags­be­rech­tigte, die nach dem 31. Oktober 2019 (Novem­ber­hilfe) bzw. nach dem 30. November 2019 (Dezem­ber­hilfe) ihre Geschäfts­tä­tig­keit aufge­nommen haben, können als Vergleichs­um­satz den Netto-Monats­um­satz im Oktober 2020 oder den durch­schnitt­liche Netto-Monats­um­satz seit Grün­dung (für die Dezem­ber­hilfe: bis 31.10.2020) ansetzen.
  • Solo­selb­stän­dige, die kaum oder keine Fixkosten haben, können die November- und Dezem­ber­hilfe auch für die privaten Lebens­hal­tungs­kosten verwenden. Eine Verrech­nung mit der Grund­si­che­rung erfolgt nicht.

Wie wird geför­dert?

  • Die Antrag­stel­lung erfolgt über Steu­er­be­ra­te­rInnen, Wirt­schafts­prü­fe­rInnen, verei­digte Buch­prü­fe­rInnen oder Rechts­an­wäl­tInnen. Die Antrags­be­ar­bei­tung und die Auszah­lung erfolgen in Sachsen über die Säch­si­sche Aufbau­bank (SAB).
  • Solo­selb­stän­dige sind bis zu einem Förder­höchst­satz von inge­samt 5.000 Euro direkt antrags­be­rech­tigt, sofern sie bisher noch keinen Antrag auf Über­brü­ckungs­hilfe gestellt haben.
  • Es können Abschlags­zah­lungen, d.h. Voraus­zah­lungen auf die eigent­liche Novem­ber­hilfe, bean­tragt werden. Solo­selb­stän­dige können hierbei max. 5.000 Euro bean­tragen, andere Unter­nehmen max. 50.000 Euro.
  • Ähnliche Leis­tungen, wie z. B. die Über­brü­ckungs­hilfe oder das Kurz­ar­bei­ter­geld, werden auf die Novem­ber­hilfe ange­rechnet. Das gilt auch für Landes­pro­gramme mit glei­chem Förder­zeit­raum. Reine Liqui­di­täts­hilfen, wie zum Beispiel rück­zahl­bare Kredite der KfW, werden nicht ange­rechnet.
  • Eben­falls ange­rechnet werden Umsätze, wenn sie 25 Prozent des ange­setzten Vergleichs­um­satzes über­steigen. Für Restau­rants gilt eine Sonder­re­ge­lung.
  • Bei Zahlungen bis zu 1 Million Euro gilt die Klein­bei­hil­fen­re­ge­lung (De-Minimis) und von 1 bis 4 Millionen Euro die Bundes­re­ge­lung Fixkos­ten­hilfe.

Infos & Anträge: BMWI und FAQ.

Für Solo­selb­stän­dige: Direkt­an­trag Solo-Selb­stän­dige
Für Steu­er­be­ra­te­rInnen, Wirt­schafts­prü­fe­rInnen etc.: Anträge mit prüfender/m Dritten

Antrags­frist: 30. April 2021

Für Solo­selbst­stän­dige, die einen Direkt­an­trag stellen dürfen, wurde eine Service-Hotline einge­richtet: +49 30–1200 21034, Service­zeiten Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr. Für Antrag stel­lende prüfende Dritte lautet die Nummer der Hotline:  +49 30–52685087. Es kann auch ein Kontakt­for­mular genutzt werden. 

Unsere Info­ses­sion zur Novem­ber­hilfe mit dem Säch­si­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­rium findet Ihr hier.

Wer wird geför­dert?

  • Selbst­stän­dige und Unter­nehmen, unab­hängig von der Zahl der Mitar­bei­tenden
  • die mindes­tens seit Januar 2019 am Markt sind und
  • in der Summe der Jahre 2017–2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt haben. Sofern das Unter­nehmen bislang nur für einen kürzeren Zeit­raum am Markt ist, wird dieser Zeit­raum heran­ge­zogen.

Was wird geför­dert?

  • Anschaf­fungen wie Maschinen und Ausstat­tung (Inves­ti­tionen)
  • Alle laufenden Kosten wie Miete, Gehälter oder Waren­lager (Betriebs­mittel)
  • auch der eigene Unter­neh­mer­lohn ist finan­zierbar

Wie wird geför­dert?

  • Kredit mit 3,00 %  Soll­zins p.a.
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rück­zah­lung, bis zu 2 Jahre tilgungs­frei
  • keine Risi­ko­prü­fung vorab, es müssen keine Sicher­heiten gestellt werden
  • Die KfW über­nimmt 100 % des Banken­ri­sikos, für die Rück­zah­lung haftet Ihr als Kredit­neh­mende zu 100%.
  • Kredit­höhe:
    • max. 300.000 Euro bei bis zu 10 Beschäf­tigten, max. 500.000 Euro bei bis zu 50 Beschäf­tigten, max. 800.000 Euro bei über 50 Beschäf­tigten
    • Es können maximal 2 Anträge gestellt werden, wenn dadurch die Höchst­summe nicht über­schritten wird.
  • Kombi­na­tion mit Zuschüssen der Sofort­hilfe­programme des Bundes und der Länder ist möglich, soweit die Förde­rung insge­samt unter 800.000 Euro (Gesamt­nenn­betrag) pro Unter­nehmen bleibt.

Infos & Anträge: KfW

Antrags­frist: 30. Juni 2021

Weitere KfW-Sonder­pro­gramme findet Ihr hier.

Die Förder­mög­lich­keiten der privaten Bürg­schafts­banken wurden im Rahmen des Corona-Hilfs­pa­kets der Bundes­re­gie­rung ausge­weitet und bis 30. Juni 2021 verlän­gert.

Die Erwei­te­rungen betreffen u.a. die Anhe­bung der Bürg­schafts­ober­grenze auf 2,5 Millionen Euro (vorher 1,25 Millionen Euro), eine höhere Risi­ko­über­nahme des Bundes sowie verschie­dene Maßnahmen zur Beschleu­ni­gung der Entschei­dungen.

Eine Über­sicht der säch­si­schen Bürg­schafts­banken findet Ihr hier.

Arbeit­ge­be­rInnen konnten ihren Arbeit­neh­me­rInnen in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Dezember 2020 aufgrund der Corona-Krise Beihilfen und Unter­stüt­zungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steu­er­frei in Form von Zuschüssen und Sach­be­zügen gewähren. Über eine Verlän­ge­rung des Zeit­raums bis 31.01.2021 wurde noch nicht final entschieden.

Voraus­set­zung ist, dass diese zusätz­lich zum ohnehin geschul­deten Arbeits­lohn geleistet werden. Die in der Lohn­steuer-Richt­li­nien (LStR) genannten Voraus­set­zungen brau­chen nicht vorzu­liegen.

Arbeit­ge­ber­seitig geleis­tete Zuschüsse zum Kurz­ar­bei­ter­geld fallen nicht unter diese Steu­er­be­freiung. Auch Zuschüsse, die der Arbeit­geber als Ausgleich zum Kurz­ar­bei­ter­geld wegen Über­schrei­tens der Beitrags­be­mes­sungs­grenze leistet, fallen nicht unter die vorste­hende Steu­er­be­freiung.

Infos: Bundes­mi­nis­te­rium der Finanzen

Wer wird geför­dert?

  • Start-ups und kleine mittel­stän­di­sche Unter­nehmen mit einem zukunfts­fä­higen Geschäfts­mo­dell

Wie wird geför­dert?

  • Das Paket besteht aus zwei Säulen: Auf der einen Seite werden Wagnis­ka­pi­tal­fonds über die neue Corona Matching Fazi­lität Start-ups und KMUs zur Verfü­gung gestellt. So können die bestehenden Koope­ra­tionen mit öffent­li­chen Part­nern genutzt werden, um die öffent­li­chen Mittel den Start-ups schnell zu Verfü­gung zu stellen. Auf der anderen Seite sollen Start Ups und KMUs, die keinen Zugang über die Corona Matching Fazi­lität haben, weitere Wege zur Sicher­stel­lung ihrer Finan­zie­rung zur Verfü­gung gestellt werden. 

Infos & Anträge: Bundes­wirt­schafts­mi­nis­te­rium

Wer wird geför­dert?

Unter­nehmen mit mindes­tens einem/r Mitar­bei­terIn können Kurz­ar­bei­ter­geld bean­tragen, wenn mindes­tens 10% der Beleg­schaft von einem erheb­li­chen Arbeits­aus­fall betroffen ist.

Wie wird geför­dert?

Beim Kurz­ar­bei­ter­geld über­nimmt die Bundes­agentur für Arbeit 60 Prozent (bei Eltern mit mind. einem Kind: 67 Prozent) des ausge­fal­lenen Netto­lohns, wenn eine Firma ihre Beschäf­tigten in Kurz­ar­beit schickt. Ab dem 4. Monat kann dieser Satz sukzes­sive ange­hoben werden. Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­träge werden den Arbeit­ge­be­rInnen bei Kurz­ar­beit komplett erstattet

Mit dem Bundes­pro­gramm „Ausbil­dungs­plätze sichern“ will die Bundes­re­gie­rung Ausbil­dungs­be­triebe in allen Berei­chen der Wirt­schaft und ausbil­dende Einrich­tungen in den Gesund­heits- und Sozi­al­be­rufen in der aktuell wirt­schaft­lich schwie­rigen Situa­tion unter­stützen und sie dazu moti­vieren, ihr Ausbil­dungs­platz­an­gebot aufrecht zu erhalten und jungen Menschen die Fort­füh­rung und den erfolg­rei­chen Abschluss ihrer Ausbil­dung zu ermög­li­chen.

Wer wird geför­dert?

  • Für die Förde­rung kommen kleine und mitt­lere Unter­nehmen (KMU) mit maximal 249 Beschäf­tigten in Betracht, die eine Berufs­aus­bil­dung in aner­kannten Ausbil­dungs­be­rufen oder in den bundes- und landes­recht­lich gere­gelten praxis­in­te­grierten Ausbil­dungen im Gesund­heits- und Sozi­al­wesen durch­führen und in erheb­li­chem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind.

Wie wird geför­dert?

  • Ausbil­dungs­prämie (Ausbil­dungs­an­gebot fort­führen): Ausbil­dende KMU, die ihre Ausbil­dungs­leis­tung trotz Pande­mie­be­las­tung im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrecht­erhalten, werden mit einer Ausbil­dungs­prämie geför­dert. Sie erhalten für jeden für das Ausbil­dungs­jahr 2020 abge­schlos­senen Ausbil­dungs­ver­trag einmalig 2.000 Euro (nach Abschluss der Probe­zeit).
  • Ausbil­dungs­prämie plus (Ausbil­dungs­an­gebot erhöhen): Ausbil­dende KMU, die ihre Ausbil­dungs­leis­tung trotz Pande­mie­be­las­tung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen, erhalten für jeden für das Ausbil­dungs­jahr 2020 zusätz­lich abge­schlos­senen Ausbil­dungs­ver­trag einmalig 3.000 Euro (nach Abschluss der Probe­zeit).
    • Kleine und mitt­lere Ausbil­dungs­be­triebe können künftig bereits mit Ausbil­dungs­prä­mien und Ausbil­dungs­prä­mien plus geför­dert werden, wenn sie Umsatz­ein­bußen von durch­schnitt­lich mindes­tens 50 Prozent inner­halb von zwei Monaten zwischen April bis Dezember 2020 hatten – oder in fünf zusam­men­hän­genden Monaten Einbußen von durch­schnitt­lich mindes­tens 30 Prozent gegen­über dem Vorjahr verkraften müssen.
    • Die Durch­füh­rung von Kurz­ar­beit kann für die Ausbil­dungs­prä­mien und Ausbil­dungs­prä­mien plus auch im zweiten Halb­jahr 2020 berück­sich­tigt werden.
  • Vermei­dung von Kurz­ar­beit: KMU, die trotz erheb­li­chen Arbeits­aus­falls (mindes­tens 50 Prozent) ihre Ausbil­dungs­ak­ti­vi­täten fort­setzen, werden mit 75 Prozent der Brutto-Ausbil­dungs­ver­gü­tung für jeden Monat geför­dert, in dem dies der Fall ist.
  • Auftrags- und Verbund­aus­bil­dung: Wenn KMU die Ausbil­dung pande­mie­be­dingt temporär nicht fort­setzen können, können andere KMU, Über­be­trieb­liche Berufs­bil­dungs­stätten oder andere etablierte Ausbil­dungs­dienst­leister befristet die Ausbil­dung über­nehmen und dafür eine Prämie von 4.000 Euro je Auszu­bil­dender bzw. Auszu­bil­dendem erhalten. Dies gilt, wenn der Geschäfts­be­trieb des ursprüng­lich ausbil­denden KMU voll­ständig oder zu wesent­li­chen Teilen pande­mie­be­dingt von Schlie­ßungen oder erheb­li­chen Auflagen betroffen ist, die eine Fort­set­zung des Geschäfts­be­triebs maßgeb­lich behin­dern.
  • Über­nah­me­prämie: Unter­nehmen, die Auszu­bil­dende aus pande­mie­be­dingt insol­venten Unter­nehmen unab­hängig von der Betriebs­größen bis zum Abschluss ihrer Ausbil­dung über­nehmen, können je Auszu­bil­dender bzw. Auszu­bil­dendem eine Prämie von 3.000 Euro erhalten.

Förde­rungen werden für folgende Zeit­räume möglich sein:

    • Ausbil­dungs­prä­mien: für das Ausbil­dungs­jahr 2020/2021.
    • Vermei­dung von Kurz­ar­beit: bis zum 30. Juni 2021.
    • Auftrags- und Verbind­aus­bil­dung: bis zum 30. Juni 2021.
    • Über­nah­me­prämie: bis 30. Juni 2021.

Künftig werden auch Ausbil­dungen, die vom 24. Juni 2020 bis zum 31. Juli 2020 begonnen haben, in die Ausbil­dungs­prä­mien mitein­be­zogen.

Infos & Anträge: Bundes­agentur für Arbeit und Bundes­ar­beits­mi­nis­te­riumFAQ

Wer wird geför­dert?

  • Die Entschä­di­gung wird gewährt, wenn die Sorge­be­rech­tigten ihrer Tätig­keit infolge der Schlie­ßung nicht weiter nach­gehen konnten und für die Kinder (bis 12 Jahre) eine ander­wei­tige zumut­bare Betreu­ungs­mög­lich­keit nicht verfügbar ist.

Was wird geför­dert?

  • Die Landes­di­rek­tion Sachsen nimmt Anträge auf Entschä­di­gung wegen Verdienst­aus­fall entgegen, wenn die Kinder­be­treu­ungs­ein­rich­tung oder Schule wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurde.

Wie wird geför­dert?

  • Die Entschä­di­gung in Höhe von 67 % des Netto­ein­kom­mens wird für bis zu sechs Wochen gewährt und ist auf einen monat­li­chen Höchst­be­trag von 2.016 Euro begrenzt. Selb­stän­dige müssen den Antrag als Sorge­be­rech­tigte bei der LDS selbst stellen.

Infos & Anträge: Landes­di­rek­tion Sachsen

Wer wird geför­dert?

  • Wer auf Grund des Coro­na­virus offi­ziell unter Quaran­täne gestellt wird, einem Tätig­keits­verbot unter­liegt und dadurch einen Verdienst­aus­fall erleidet, kann über die Landes­di­rek­tion Sachsen eine Entschä­di­gung bean­tragen. Nach dem Infek­ti­ons­schutz­ge­setz erhalten auch Selbst­stän­dige und Frei­be­ruf­le­rInnen den Verdienst­aus­fall ersetzt.

Wie wird geför­dert?

  • Grund­lage der Berech­nung der Entschä­di­gung ist der letzte vorlie­gende Einkom­mens­steu­er­be­scheid. Die Anträge sind inner­halb einer Frist von drei Monaten nach Tätig­keits­un­ter­bre­chung oder dem Ende der Quaran­täne bei der Landes­di­rek­tion Sachsen zu stellen.
  • Selb­stän­dige, die nicht gesetz­lich kranken‑, renten- und pfle­ge­ver­si­chert sind, haben Anspruch auf Erstat­tung ihrer Aufwen­dungen für soziale Siche­rung in ange­mes­senem Umfang.
  • Zwin­gende Voraus­set­zung für eine Entschä­di­gung ist, dass durch ein Gesund­heitsamt das Tätig­keits­verbot bzw. eine Quaran­täne ange­ordnet wurde.

Infos: KREA­TIVES SACHSEN YouTube Kanal
Anträge: hier

Die Ausset­zung der Insol­venz­an­trags­pflicht wurde unter Auflagen zunächst bis zum 31.01.2021 verlän­gert.

Stun­dung und Herab­set­zung von Steu­er­zah­lungen

Auf Antrag können laufende Voraus­zah­lungen zur Einkom­men­steuer bzw. Körper­schaft­steuer herab­ge­setzt oder ausge­setzt werden. Fällige Steu­er­zah­lungen lassen sich zins­frei stunden, Säum­nis­zu­schläge können erlassen werden. Auf Voll­stre­ckungs­maß­nahmen kann vorüber­ge­hend verzichtet werden. Außerdem können alle Umsatz­steuer-Sonder­vor­aus­zah­lungen für das Jahr 2020 nach­träg­lich bis auf Null Euro herab­ge­setzt werden.

Bitte wendet Euch direkt an das für Euch zustän­dige Finanzamt. Für die schrift­liche Antrag­stel­lung könnt Ihr dieses Formular nutzen.

Steu­er­pflich­tige, die durch die Corona-Krise unmit­telbar und nicht uner­heb­lich negativ wirt­schaft­lich betroffen sind, können bei ihrem Finanzamt bis 31. März 2021 einen Antrag auf (Anschluss-)Stundung grund­sätz­lich aller Ansprüche aus dem Steu­er­schuld­ver­hältnis stellen. Weitere Infos hier.

Auf Voll­stre­ckungen und Säum­nis­zu­schläge bei bis zum 31. März 2021 fällig gewor­denen Steuern wird bis zum 30. Juni 2021 verzichtet, wenn eine unmit­tel­bare und nicht uner­heb­liche Auswir­kung der Corona-Pandemie vorliegt. Dies betrifft die Einkommen- und Körper­schaft­steuer sowie die Umsatz­steuer.

Verlus­t­rück­trag

Der steu­er­liche Verlus­t­rück­trag wird für die Jahre 2020 und 2021 auf 5 Millionen Euro bzw. 10 Millionen Euro (bei Zusam­men­ver­an­la­gung) erwei­tert sowie ein Mecha­nismus einge­führt, um den Verlus­t­rück­trag für 2020 unmit­telbar finanz­wirksam schon mit der Steu­er­erklä­rung 2019 nutzbar zu machen.

Weitere Infor­ma­tionen zu steu­er­li­chen Erleich­te­rungen findet Ihr auf den Seiten des Bundes­fi­nanz­mi­nis­te­riums sowie im Eckpunk­te­pa­pier des Konjunk­tur­pro­gramms der Bundes­re­gie­rung.

Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­träge von Arbeit­ge­bern können nach § 76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV gestundet werden. Ansprech­partner sind die jewei­ligen Kran­ken­kassen, bei denen die Arbeit­neh­me­rInnen versi­chert sind.

Im Rahmen des Konjunk­tur­pro­gramms wurden die Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­träge auf 40% gede­ckelt.

Als Selb­stän­dige könnt Ihr Euch bei Eurer Kran­ken­kasse erkun­digen und darum bitten, aufgrund der wesent­lich gerin­geren Umsatz­pro­gnose Eure Beiträge auf den Mindest­bei­trags­satz herab­zu­setzen.

Künst­le­rInnen und Publi­zis­tInnen, die in der Künst­ler­so­zi­al­kasse (KSK) versi­chert sind, können eine Ände­rungs­mit­tei­lung darüber machen, dass sich ihr Arbeits­ein­kommen ändert. 

Es kann eine Stun­dung oder Raten­zah­lung bean­tragt werden, wenn akute und schwer­wie­gende Zahlungs­schwie­rig­keiten bestehen. Hierzu genügt eine form­lose Nach­richt an die KSK.

Das Beziehen von Grund­si­che­rung führt nicht auto­ma­tisch zur Been­di­gung der Mitglied­schaft in der KSK. Weitere Infor­ma­tionen dazu findet Ihr direkt auf der Seite der Künst­ler­so­zi­al­kasse.

Auch als KSA-abga­be­pflich­tiges Unter­nehmen könnt ihr versu­chen, bei der Künst­ler­so­zi­al­kasse eine Stun­dung oder Raten­zah­lung der Künst­ler­so­zi­al­ab­gabe zu erwirken.

Die Rege­lung, dass Selbst­stän­dige, die inner­halb von 12 Monaten zwei Mal ALG I beziehen, aus der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung ausge­schlossen werden, ist vorüber­ge­hend ausge­setzt. Fällt die wieder­holte Arbeits­lo­sig­keit in den Zeit­raum 30. März 2020 bis 30. Juni 2021, ist eine erneute frei­wil­lige Absi­che­rung möglich.

Außerdem endet die frei­wil­lige Versi­che­rung derzeit nicht auto­ma­tisch, wenn aufgrund der Corona-Krise Versi­che­rungs­bei­träge nicht gezahlt werden können. In diesem Fall gilt aktuell ein Zahlungs­auf­schub bis Juli 2021. Die Agentur für Arbeit wird Euch anschlie­ßend auffor­dern, die laufenden monat­li­chen Zahlungen wieder­auf­zu­nehmen und ausste­hende Beiträge nach­zu­zahlen. Hierfür ist eine Raten­zah­lung von monat­lich mindes­tens 20 Euro vorge­sehen.

Weitere Infor­ma­tionen findet Ihr auf der Seite der Bundes­agentur für Arbeit.

Wer wird geför­dert?

  • Antrag/Bewerbung der Künstlerin/des Künst­lers selbst: Ein/e in Not gera­tene ältere/r Künst­lerIn kann sich selbst an die zustän­dige Behörde (siehe unten) wenden und Leis­tungen der Deut­schen Künst­ler­hilfe gewis­ser­maßen bean­tragen bzw. sich für sie bewerben.
  • Vorschlag durch fach­kun­dige Dritte
  • Alter­nativ kann auch eine Künst­ler­or­ga­ni­sa­tion, die Inter­es­sen­ver­tre­tung oder ein Landes­ver­band eine/n Künst­lerIn oder mehrere Künst­le­rInnen bei der zustän­digen Behörde des Landes für die deut­sche Künst­ler­hilfe vorschlagen.
  • Die Hilfe richtet sich an profes­sio­nelle Kunst­schaf­fende, mit einer künst­le­ri­schen Tätig­keit als Haupt­er­werbs­quelle.
  • Grund­sätz­lich unter­stützt die Deut­sche Künst­ler­hilfe Künst­le­rInnen und Schrift­stel­le­rInnen, die mit ihrem Werk eine kultu­relle Leis­tung für die Bundes­re­pu­blik Deutsch­land erbracht haben und durch Krank­heit, Alter oder widrige Umstände in finan­zi­elle Bedrängnis geraten sind.

Voraus­set­zungen?

  • Lebens­alter: Nach Angaben des Bundes­prä­si­di­al­amtes gibt es keine fest defi­nierte Alters­grenze. Aber das Programm richtet sich eindeutig an lebens­äl­tere Künst­le­rInnen und Schriftsteller*innen, die auf ein jahr­zehn­te­langes künst­le­ri­sches Schaffen zurück­bli­cken. Erfah­rungs­gemäß dürfte es Personen unter einem Lebens­alter von etwa Mitte 50 Jahren schwer­fallen, dieses Krite­rium zu erfüllen.
  • Künst­le­ri­sche Leis­tungen: Künst­le­rInnen sollten sich von der Formu­lie­rung »Beitrag zum kultu­rellen Ansehen der Bundes­re­pu­blik Deutsch­land« nicht abschre­cken lassen. Eine beleg­bare jahr­zehn­te­lange profes­sio­nelle künst­le­ri­sche Tätig­keit im Haupt­er­werb bietet viele Ansatz­punkte für einen Beitrag zum Ansehen der Bundes­re­pu­blik Deutsch­land. Preise, Ehrungen, Würdi­gungen, eine beson­dere inter­na­tio­nale Zusam­men­ar­beit, ein beson­deres Medi­en­echo, die Bezug­nahme anderer Künstler*innen auf das Werk etc. – all diese beispiel­haft ange­führten Punkte, können eine beson­dere künst­le­ri­schen Leis­tungen zusätz­lich belegen.
  • Notlage: Gemeint ist eine beson­dere finan­zi­elle Notlage – die durch verschie­denste Lebens­um­stände, Schick­sals­schläge, Kata­stro­phen oder z. B. durch eine schwere physi­sche und psychi­sche Krank­heit bedingt sein kann. Eine Einschrän­kung der künst­le­ri­schen Arbeit durch die COVID-19-Pandemie kann grund­sätz­lich auch als Ursache für eine finan­zi­elle Notlage ange­führt werden. Aber es gilt: Alle drei der oben genannten Krite­rien sollen erfüllt sein.

Wie wird geför­dert?

  • Die Künst­le­rInnen können eine solche Hilfe bei ihrer Landes­kul­tur­ver­wal­tung (z. B. beim Kultur­mi­nis­te­rium oder bei der Senats­ver­wal­tung des jewei­ligen Landes) »bean­tragen«. Die Künst­le­rInnen können gleichsam auch von ihren Inter­es­sen­ver­bänden oder Künst­le­rInnen-Orga­ni­sa­tionen vorge­schlagen werden.
  • Die Förde­rung erfolgt entweder in Form regel­mä­ßiger Zahlungen – haupt­säch­lich für lebens­äl­tere oder schwer erkrankte Künst­le­rInnen – oder als einma­lige Zuwen­dung in akuten Notlagen. Bei einer auf Dauer ange­legten Unter­stüt­zung beträgt die Zuwen­dungs­summe jähr­lich 7.500 Euro, die in drei Teil­be­trägen ausge­zahlt wird. Die Einmal­zah­lungen belaufen sich derzeit auf einen Betrag von 2.300 Euro pro Kalen­der­jahr

Infos & Anträge: bundes­ver­band freie darstel­lende künste

Der Kinder­zu­schlag ist eine zusätz­liche finan­zi­elle Unter­stüt­zung für erwerbs­tä­tige Eltern, die genug für sich selbst verdienen, aber bei denen es nicht oder nur knapp reicht, um auch für den gesamten Bedarf der Familie aufzu­kommen. Er beträgt seit dem 01.01.2021 bis zu 205 Euro für jedes im Haus­halt lebende Kind, das unver­hei­ratet,  unter 25 Jahre alt und kinder­geld­be­rech­tigt ist.

Euer Einkommen darf eine gewisse Mindest­grenze nicht unter­schreiten. Diese Mindest­grenze liegt bei 900 Euro brutto für Paare und 600 Euro brutto für Allein­er­zie­hende. Das Einkommen ist für die vergan­genen sechs Monate nach­zu­weisen.

Weitere Infor­ma­tionen zum Kinder­zu­schlag findet Ihr hier. Einen Schnell­check zur Antrags­be­rech­ti­gung gibt es hier.

Ganz unab­hängig von der Corona-Pandemie und ihren Auswir­kungen: Mit dem Wohn­geld soll Haus­halten geholfen werden, deren Einkommen nicht ausreicht, um die Kosten einer ange­mes­senen Wohnung zu tragen. Wohn­geld können Mieter­haus­halte und Haus­halte, die im selbst genutzten Wohn­ei­gentum leben, auf Antrag erhalten. 

Der Anspruch auf Wohn­geld und dessen Höhe hängt von drei Faktoren ab: Der Zahl der Haus­halts­mit­glieder, der Höhe des Gesamt­ein­kom­mens der Haus­halts­mit­glieder und der Höhe der zuschuss­fä­higen Miete bzw. Belas­tung. Wohn­geld wird als Miet­zu­schuss oder Lasten­zu­schuss bei Eigen­tü­mern gewährt. 

Empfänger anderer Sozi­al­leis­tungen (z.B. Arbeits­lo­sen­geld II und Sozi­al­geld) sowie Mitglieder aus deren “Bedarfs­ge­mein­schaft” sind vom Wohn­geld ausge­schlossen, wenn ihre Unter­kunfts­kosten bei der Berech­nung der jewei­ligen Sozi­al­leis­tung berück­sich­tigt worden sind. Wohn­geld kann hier bean­tragt und hier berechnet werden.

Bis zum 31. März 2021 gilt ein verein­fachter Zugang zum Arbeits­lo­sen­geld II (Grund­si­che­rung). Das bedeutet eine befris­tete Einschrän­kung der Vermö­gens­prü­fung, die befris­tete Aner­ken­nung der tatsäch­li­chen Kosten für Unter­kunft und Heizung sowie Verein­fa­chungen bei der Bewil­li­gung vorläu­figer Leis­tungen. Alle Verein­fa­chungen hat das Bundes­mi­nis­te­rium für Arbeit und Soziales (BMAS) hier aufge­führt.

Bei Selbst­stän­digen wird ein Betrag von 8.000 Euro je Jahr der Selbst­stän­dig­keit als ange­mes­sene Alters­vor­sorge aner­kannt (soge­nanntes Schon­ver­mögen, siehe Weisung der Bundes­agentur für Arbeit). Auch atypi­sche Anlagen wie Spar­konten, Wert­pa­pier­de­pots oder Tages­geld­konten zählen als Alters­vor­sorge und müssen nicht ange­tastet werden. 

Im Über­gangs­zeit­raum bis zur Wieder­auf­nahme der Tätig­keit müssen Selbst­stän­dige regel­mäßig nicht vermitt­le­risch begleitet werden, sofern dies von den Betrof­fenen nicht selbst nach­ge­fragt wird.

Infos & Anträge: Bundes­agentur für Arbeit und FAQ

Verdi hat außerdem hier eine Basis­bro­schüre zur Grund­si­che­rung für Selbst­stän­dige online gestellt.

Die KREA­TIVES SACHSEN Info Session zur Corona-Grund­si­che­rung findet Ihr auf unserem YouTube-Kanal.

Menschen, die sich aufgrund der Corona Krisen­si­tua­tion oder aus anderen Gründen psychisch belastet fühlen, finden oftmals Hilfe und Unter­stüt­zung bei einer Person ihres Vertrauens in ihrem persön­li­chen Umfeld. Das können Ange­hö­rige, Freunde oder auch andere nahe­ste­hende Menschen sein. Wenn diese Unter­stüt­zung im persön­li­chen Umfeld jedoch nicht vorhanden ist oder diese nicht ausreicht, sollten sich Betrof­fene und/oder auch ihre Ange­hö­rigen Hilfe und profes­sio­nelle Unter­stüt­zung holen. Hierfür steht in Deutsch­land ein breit gefä­chertes System von Unter­stüt­zungs- und Bera­tungs­an­ge­boten zur Verfü­gung:

  • Die Tele­fon­be­ra­tung der BZgA steht Ihnen kostenlos unter 08002322783 zur Verfü­gung.
  • Die Tele­fon­seel­sorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar unter folgenden Rufnum­mern: 08001110111 oder 08001110222.
  • Die Nummer gegen Kummer
    • für Kinder und Jugend­liche: 116111 (Montag-Samstag von 14–20 Uhr)
    • für Eltern: 08001110550 (Montag-Freitag von 9–11 Uhr, Dienstag + Donnerstag von 17–19 Uhr)
  • Wich­tige Anlauf­stellen im Falle einer psychi­schen Belas­tung oder einer ernst­haften Krise sind Hausärzte/Hausärztinnen, Fachärztinnen/Fachärzte für Psych­ia­trie und Psycho­the­rapie sowie Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten. Die Arzt­suche der Kassen­ärzt­li­chen Bundes­ver­ei­ni­gung bietet die Möglich­keit, entspre­chende Ärzte und Psycho­the­ra­peuten gezielt nach deren Fremd­sprach­kennt­nissen zu suchen.
  • Mental Health in MusicVerband zur Förde­rung der mentalen Gesund­heit in der Musik­branche
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Wir beraten Euch kosten­frei am Telefon zu den aktu­ellen Ange­boten und Hilfs­pro­grammen für Kultur- und Krea­tiv­schaf­fende in Sachsen.

ZUR BERA­TUNG

Was wir momentan tun

Wir haben Eure wirt­schaft­li­chen Heraus­for­de­rungen und Bedarfe, die durch die Pandemie und ihre Folgen entstanden sind, in einer Umfrage gesam­melt und weiter­ge­geben. Die Ergeb­nisse sind hier zusam­men­ge­fasst. Aktuell läuft eine neue bundes­weite Umfrage des Bundes­ver­bands Krea­tive Deutsch­land und dem Netz­werk PCI, die eine Bilanz des Corona-Jahrs 2020 für die Branche liefern soll. Ihr könnt Euch hier daran betei­ligen (Dauer ca. 15 min).

Unser Träger, der Landes­ver­band der Kultur- und Kreativ­wirtschaft Sachsen e.V., hat eine Stel­lung­nahme zu den Auswir­kungen der Covid-19-Krise auf die Kultur- und Kreativ­wirtschaft in Sachsen veröf­fent­licht.

Über aktu­elle Corona-Hilfen infor­mieren wir regel­mäßig in unserem News­letter und auf unseren Social Media Kanälen.

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